William Hill nutzt in Zukunft Künstliche Intelligenz, um den Spielerschutz zu verbessern. Konkret geht es darum, mit KI-Technologie den KYC-Prozess zu optimieren. Bei KYC (Know Your Customer) geht es darum sicherzustellen, dass ausschließlich Personen, die alle nötigen Voraussetzungen erfüllen, als Kunden zugelassen werden. Auch in Online Casinos ist der KYC-Prozess mittlerweile Standard. Eine wichtige Säule des Spielerschutzes besteht darin, alle Spieler, die aus irgendwelchen Gründen nicht geeignet sind für die Teilnahme am Spiel, auszuschließen. Das bedeutet zum Beispiel, dass William Hill darauf achten muss, dass nur Spieler, die volljährig sind, Sportwetten und Casino-Spiele nutzen dürfen. Diese Regelung gilt in allen europäischen Ländern. Darüber hinaus muss William Hill aber auch gewährleisten, dass die Kunden einen Wohnsitz haben, dass der zur Teilnahme am Spiel berechtigt.

Besserer Spielerschutz mit Künstliche Intelligenz

Künstliche IntelligenzJeder Buchmacher schließt bestimmte Länder aus und damit diese Kunden sich nicht mit falschen Daten anmelden, überprüft William Hill spätestens vor der ersten Auszahlung über den KYC-Prozess die Kundendaten. Auf diese Weise ist es möglich zu verhindern, dass unberechtigt angemeldete Spieler von Sportwetten und Casino-Spielen profitieren. In Großbritannien wird es wahrscheinlich demnächst sogar so sein, dass der KYC-Prozess abgewickelt werden muss, bevor die erste Einzahlung stattfindet. Umso wichtiger ist es, dass William Hill nun auf Künstliche Intelligenz setzt, um den Spielerschutz an dieser Stelle zu optimieren. Da das nötige Know-how im Unternehmen nicht vorhanden ist, kooperiert William Hill mit dem englischen Unternehmen Accuity, um die neueste KI-Technologie in den KYC-Prozess zu integrieren. Damit soll sichergestellt werden, dass in Zukunft die Chance auf eine unberechtigte Registrierung noch niedriger ist als bisher.

Mit den aktuellen Maßnahmen beim KYC-Prozess werden etwa 90 Prozent der unberechtigten Personen ausgefiltert. Das klingt gut, ist aber weit entfernt von einem optimalen Ergebnis. Durch die Zusammenarbeit mit Accuity und den Einsatz von Künstliche Intelligenz will William Hill auf eine Quote von über 99 Prozent kommen. Accuity hat eine Software-Lösung zur Identifizierung von potenziellen Kunden entwickelt, die von zahlreichen Banken und Zahlungsdienstleistern angewendet wird. Auch in der Finanzbranche ist es enorm wichtig, die Kunden zu kennen und gegebenenfalls unberechtigte Registrierungen zu verhindern. Es spricht für William Hill, dass eine der Top-Firmen in Großbritannien als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Durch die KI-Technologie von Accuity wird es in Zukunft möglich sein, den Spielerschutz an einer zentralen Stelle auf ein ganz neues Niveau zu heben. Für Accuity ist die neue Kooperation ein wichtiger Meilenstein, denn das Unternehmen hat eine Software entwickelt, die auch für andere Glücksspielanbieter im Internet eine spannende Option sein kann. Wenn William Hill den gewünschten Erfolg hat, kann es gut sein, dass demnächst noch viele andere Glücksspielanbieter mit Accuity zusammenarbeiten. Nicht zuletzt könnte es auch sein, dass die britische Glücksspielbehörde demnächst klare Vorgaben zur Trefferquote beim KYC-Prozess macht. In jedem Fall ist es lobenswert, dass William Hill proaktiv arbeitet und alles daran setzt, den KYC-Prozess zu optimieren. Die einfache Erkenntnis lautet: Jede erfolgreich verhinderte Registrierung einer unberechtigten Person spart viel Ärger und Geld.

Künstliche Intelligenz als Joker beim Spielerschutz?

In den letzten Jahren ist viel von Künstliche Intelligenz die Rede. Bei den aktuellen Systemen handelt es sich nicht um Künstliche Intelligenz in Reinform, sondern eher um selbstlernende Systeme. Mit diesen selbstlernenden Systemen ist es möglich, deutlich bessere Resultate zu erreichen als mit herkömmlichen Technologien. Aber es handelt sich nicht um eigenständig denkende Computer. Doch unabhängig davon stellt sich die Frage, ob mit den modernen Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz der Spielerschutz insgesamt nicht auf ein deutlich höheres Niveau gehoben werden könnte. Der KYC-Prozess eignet sich sehr gut für eine erste Implementierung von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Glücksspielanbieter. Warum ist das so? Beim KYC-Prozess geht es im Grunde genommen um eine sehr einfache Aufgabe. Das System muss überprüfen, ob die Registrierungsdaten korrekt sind und ob es irgendwelche Hinweise darauf gibt, dass die Person vielleicht gar nicht existiert oder nicht berechtigt ist, eine Registrierung vorzunehmen. Accuity zeigt, dass es mit einem selbstlernenden System möglich ist, deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen als mit den herkömmlichen Technologien. Bei vielen Anbietern funktioniert die Überprüfung im KYC-Prozess nach wie vor manuell, jedenfalls zu großen Teilen. Wenn ein KI-System eingesetzt wird, das automatisch mit hoher Zuverlässigkeit überprüfen kann, ob die Kundendaten korrekt sind und eine Anmeldung empfehlenswert ist, ist das ein großer Fortschritt für den Glücksspielanbieter. Das KI-System kostet zwar Geld, aber die deutlich erhöhte Trefferquote und der geringere personelle Aufwand sorgen dafür, dass sich ein derartiges System wahrscheinlich schnell amortisiert.

Bei einem seriösen Glücksspielanbieter hört der Spielerschutz nicht nach der Registrierung auf. Ein wichtiges Thema ist die Kontrolle des Verhaltens. Abgesehen von den rechtlichen Problemen, die unter Umständen in Großbritannien und anderen Ländern bei dieser Thematik vorhanden sein können, ist es bislang auch schwierig, ganz gezielt die Spieler zu ermitteln, die ein Problem entwickeln werden. Es ist relativ leicht zu erkennen, dass ein Kunde ein Problemspieler ist. Aber mit modernen KI-Technologien könnte es möglich sein, schon sehr früh zu erkennen, wenn ein Spieler sich in eine falsche Richtung entwickelt. Mit Warnhinweisen, temporären Sperren und ähnlichen Maßnahmen wäre es dann möglich, frühzeitig einzugreifen, bevor ein finanzielles Problem entsteht. Der Spielerschutz ist ein heiß diskutiertes Thema bei der aktuellen Reform der Glücksspiel-Regulierung in Großbritannien. Nicht nur William Hill könnte erheblich von KI-Technologien profitieren, die individuell feststellen können, ob ein Problem entsteht oder nicht. Dann wäre es überflüssig, eine Regulierung umzusetzen, die alle Spieler in ihren Freiheiten beschränkt. Bislang ist es so, dass die Glücksspielbehörden bei der Regulierung zum Beispiel Limits festlegen, die dann für alle Kunden eines Buchmachers oder eines Online Casinos gelten. Im Sinne des Spielerschutzes ist das aber nicht optimal, denn mit niedrigen Limits werden zum Beispiel High Roller abgeschreckt. Wenn die High Roller dann bei Anbietern spielen, die nicht reguliert sind, ist für den Spielerschutz nichts gewonnen. Besser wäre es, wenn jeder Spieler mit einem automatischen KI-System überwacht würde. Dann wäre es viel leichter, individuell auf die Spieler einzuwirken und eine Verhaltensänderung zu erreichen.

Künstliche Intelligenz könnte Online Casinos verändern

Die aktuelle Nachricht, dass William Hill Künstliche Intelligenz einsetzen möchte, um das KYC-Verfahren zu optimieren, lässt aufhorchen. Doch auch jenseits des Spielerschutzes könnte die Künstliche Intelligenz in Zukunft die Online Casinos wesentlich verändern. Beispielsweise sind ganz neue Glücksspiele möglich, wenn Software nicht einfach nur auf einem vorgeschriebenen Algorithmus basiert, sondern individuell an den Spieler angepasst werden kann. Beispielsweise wäre es möglich, über Künstliche Intelligenz dafür zu sorgen, dass ein Spiel sehr unterschiedliche Auszahlungsquoten hat, jeweils in Abhängigkeit von der aktuellen Spielsituation, dem Verhalten des Spielers und vielen anderen Faktoren. Es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis derartige Spiele auf den Markt kommen werden. Aber die Ideen sind schon vorhanden und es bleibt abzuwarten, wie sich dann die Glücksspielbehörden zum Einsatz von KI in den Online Casinos positionieren werden. Völlig klar ist, dass die Künstliche Intelligenz auch bei der Glücksspiel-Regulierung einige neue Herausforderungen mit sich bringen wird. Vielen Menschen ist noch nicht bewusst, dass die Künstliche Intelligenz kurz vor dem ganz großen Durchbruch steht. Demnächst wird es nicht nur selbstfahrende Autos geben, sondern auch Online Casinos, die sich individuell auf jeden Spieler einstellen können. Das Online-Glücksspiel, wie es im Moment präsentiert wird, ist mehr oder weniger ein Abbild des analogen Glücksspiels in der modernen digitalen Welt. Die Online Casinos könnten aber ganz andere Glücksspiel-Welten bieten als herkömmliche Spielhallen und Spielbanken, wenn moderne Technologien wie die Künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber im Bereich der Online-Glücksspiele wird sich in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach einiges verändern.