Westspiel ist das staatseigene Unternehmen, das in NRW die Spielbanken betreibt. Doch nun gibt es Ärger, weil Westspiel eine Wirtschaftshilfe in Höhe von 2 Millionen Euro haben will. Aber noch ist keine Auszahlung erfolgt. Die aktuelle Krise trifft die stationären Glücksspielanbieter heftig. Auch die staatlichen Spielbanken fahren im Moment riesige Verluste ein. Bei Westspiel geht nun die Angst vor einem Liquiditätsengpass um. Ein Grund dafür ist, dass von den 2 Millionen Euro, die das Unternehmen als Wirtschaftshilfe beantragt hat, bislang nur 100.000 Euro ausgezahlt worden sind. Allerdings hat das Finanzministerium in NRW auf Nachfrage darauf hingewiesen, dass es noch keine Bewilligung für eine Wirtschaftshilfe in Höhe von 2 Millionen Euro gebe. Bewilligt und ausgezahlt sein lediglich 100.000 Euro.

Westspiel will endlich 2 Millionen Euro Wirtschaftshilfe

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Doch es ist fraglich, ob Westspiel mit diesen Hilfen durch die Krise kommt. Wenn nicht genügend Geld vorhanden ist, könnte es irgendwann auch zu Engpässen bei der Liquidität kommen. Was wäre die Folge? Zunächst müssten dann die Mitarbeiter der Spielbank in NRW wohl auf Lohn verzichten. Es könnte aber auch unter Umständen zu einer Insolvenz kommen, die dann wiederum zu weiteren Kosten führen würde. All das kann nicht im Sinne der NRW-Landesregierung sein, die gerade dabei ist, Westspiel zu privatisieren. Auf Nachfrage stellte die NRW-Landesregierung allerdings klar, dass die Liquidität von Westspiel in jedem Fall gesichert werde. Wie das im Einzelnen stattfinden soll, ist allerdings unklar. Zuletzt hatte es Unmut darüber gegeben, dass NRW 35 Millionen Euro aus dem Unternehmen abgezogen hatte.

Westspiel hatte eine Rücklage in Höhe von 35 Millionen Euro gebildet, die der staatliche Eigentümer im November an das Land NRW überwiesen hat. Auch das trägt dazu bei, dass die aktuelle Situation schwierig ist. Westspiel entgehen Einnahmen in Millionenhöhe durch die aktuelle Krise, die zeitweise sogar zu Spielbanken-Schließungen geführt hat. Es werden noch Monate vergehen, bis die Spielbanken in NRW wieder auf gewohntem Niveau agieren können. Doch auch dann wird es wahrscheinlich noch lange dauern, bis die alten Besucherzahlen und Umsätze möglich sind. Ein Problem der aktuellen Situation könnte sein, dass Westspiel für potenzielle Käufer weniger attraktiv wird. Es könnte sogar sein, dass der Kaufpreis deutlich sinkt, denn potenzielle Interessenten wie die Gauselmann-Gruppe oder auch die Novomatic AG sind aktuell selbst schwer durch die Krise betroffen. Langfristig dürfen die Spielbanken in NRW allerdings gut im Geschäft sein. Westspiel hat zuletzt vor der Krise wieder gute Zahlen geliefert. Auch das ist ein Grund, warum es mittlerweile viele Politiker in NRW gibt, die den Verkauf von Westspiel aus wirtschaftlichen Gründen gerne verhindern würden. Warum sollte NRW Westspiel verkaufen und damit auf erhebliche Einnahmen verzichten? Befürworter des Verkaufs von Westspiel argumentieren, dass es nicht Sache des Staates sei, als Glücksspielanbieter aufzutreten.

Gute Zukunft für Spielbanken in Deutschland?

Wie steht es um die Zukunft der deutschen Spielbanken? Nicht nur in NRW ist die Situation im Moment angespannt. Die Spielbanken sind darauf angewiesen, dass regelmäßig viele Glücksspiel-Fans kommen und spielen. Aus offensichtlichen Gründen ist das im Moment nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Auch wenn Spielbanken geöffnet sind, verleiden die zum Teil doch sehr strengen Hygienevorschriften den Kunden den Spaß. Die Hygienevorschriften werden noch lange bleiben, sodass keine schnelle Erholung in Sicht ist. Trotzdem ist nicht zu erwarten, dass es zu großen Entlassungswellen kommen wird. Die Spielbanken in Deutschland sind entweder im staatlichen Besitz oder aber im Besitz großer Glücksspielanbieter, die über entsprechende finanzielle Ressourcen verfügen. Das Jahr 2020 war für die Glücksspielbranche das erste Krisenjahr seit Jahrzehnten. Auch wenn das Jahr 2021 insgesamt besser werden dürfte, wird es doch mindestens bis zum nächsten Jahr dauern, bis wieder alte Zahlen möglich sind. Eines der besten Argumente für den langfristigen Erfolg der Spielbanken ist der neue Glücksspielstaatsvertrag.

Auf den ersten Blick ist es vielleicht seltsam zu erwarten, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag, der erstmals Online Casinos mit deutscher Lizenz ermöglicht, den Spielbanken nutzt. Aber es lohnt sich, das Kleingedruckte zu beachten. Die neue Regulierung der Online-Spielbanken sieht vor, dass ausschließlich Slots in Online-Spielbanken zu finden sein werden. Das klassische Spiel bleibt somit in Zukunft den Beton-Spielbanken in Deutschland vorbehalten. Mit der Zeit könnte sich das ändern, da im Kleingedruckten des Kleingedruckten im Glücksspielstaatsvertrag noch die Möglichkeit vorgesehen ist, dass die Bundesländer individuell das klassische Spiel im Internet zulassen können. Doch bis so weit ist, haben die Spielbanken in Deutschland nach langer Zeit wieder einmal ein exklusives Angebot. Zudem dürfte es nach der Krise einen Nachholbedarf bei vielen Glücksspiel-Fans geben. Auch wenn das Online-Glücksspiel auf dem Vormarsch ist, wird es nach Einschätzung vieler Experten vor allem für hochwertige Spielbanken immer ein großes Publikum geben. Daran ändert auch die aktuelle Krise, die für Westspiel und andere Spielbanken-Betreiber zunehmend schwierig wird, nichts.