Im Jahr 2021 sind schon jetzt mehr Videospiele mit weiblichen Hauptdarstellern auf dem Markt gekommen als im Jahr 2020. Das ist beeindruckend, aber auch irgendwie logisch. Immerhin ist etwa die Hälfte aller Videospiel-Fans weiblich. Diesem Umstand zollen die Hersteller endlich Tribut. Eine aktuelle Studie von Buzz Bingo zeigt einen erfreulichen Trend. Die Videospiel-Hersteller haben verstanden, dass es eine gute Idee ist, nicht immer nur männliche Hauptdarsteller in die Games einzubauen. Früher waren zwar die meisten Videospiel-Fans männlich, doch das hat sich längst geändert. Mittlerweile ist etwa die Hälfte aller Kunden von Videospiel-Herstellern weiblich. Dementsprechend ist es schon lange unverständlich, warum der Anteil der Spiele mit weiblichen Protagonisten niedrig ist. Doch nun scheint sich etwas zu tun. Im Jahr 2021 sind bereits mehr Titel mit weiblichen Hauptdarstellern auf dem Markt gekommen als im Jahr 2020. Nach der Studie von Buzz Bingo gibt es immerhin schon 21 neue Titel (Playstation), in denen Frauen die Hauptrolle spielen.

Videospiele mit weiblichen Hauptfiguren boomen

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Im Vergleich dazu: Im Jahr 2020 gab es gerade einmal 14 weiblich Hauptdarsteller in neuen Videospielen (Playstation). Ein Blick auf die Zahlen zeigt aber auch, dass die Videospiel-Hersteller noch einiges zu tun haben, um einen neuen Rekord aufzustellen. Im Jahr 2017 gab es 49 Titel (Playstation) mit einer weiblichen Hauptfigur. Zudem muss berücksichtigt werden, dass im Jahr 2021 bereits 50 Titel (Playstation) auf den Markt gekommen sind, bei denen der Hauptdarsteller männlich ist. Somit kann von echter Gleichberechtigung noch lange keine Rede sein. Zudem war das Jahr 2020 mit gerade einmal 14 Titeln (Playstation), in denen Frauen die Hauptrollen haben, ein Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte. Von diesem Tiefpunkt aus ist es entsprechend einfacher, positive Zahlen zu liefern.

Videospiel-Hersteller sind traditionell männlich geprägt. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich das zunehmend geändert, auch weil es immer mehr Frauen gibt, die sich für Videospiele interessieren, nicht nur als Kunden. Es gibt viel mehr Spiele-Designerinnen und Spiele-Entwicklerin als früher. Aber trotzdem führt kein Weg an der einfachen Erkenntnis vorbei, dass die Spielebranche nach wie vor von Männern dominiert wird. Deswegen liegt es vielleicht nahe, dass auch die Hauptfiguren eher männlich sind. Aber das ist aus wirtschaftlicher Perspektive vielleicht nicht die beste Entscheidung. Die meisten Spieler möchten sich gerne mit der Hauptfigur identifizieren. Wenn die Hälfte aller Spieler weiblich ist, bedeutet das auch, dass die Auswahl für diese Hälfte der Kundschaft deutlich geringer ist als für die andere Hälfte. Warum es nicht mehr Videospiel-Hersteller gibt, die sich diesen Umstand zunutze machen, lässt sich schwer abschätzen. Grundsätzlich ist es nicht einfach, in einer sehr erfolgreichen Branche gegen den Strom zu schwimmen. Aber immerhin gibt es kaum noch einen großen Videospiel-Hersteller, der nicht mindestens einen großen Titel mit einer weiblichen Hauptfigur hat. Insofern gibt es zumindest mehr Auswahl als früher. Zudem kann man in Interviews und öffentlichen Verlautbarungen durchaus erkennen, dass die Videospiel-Hersteller das Problem erkannt haben. Solange aber die großen Titel mit männlichen Hauptfiguren herausragend laufen, gibt es vielleicht auch gar keinen Anreiz, das Geschlecht der Hauptdarsteller zu verändern.

Ist Geschlecht des Hauptdarstellers wirklich wichtig?

Videospiele sind bei weiblichen Kunden populär geworden, noch bevor es viele weibliche Hauptdarsteller gab. Insofern lässt sich durchaus nachvollziehen, dass die Videospiel-Hersteller nicht zwingend das Gefühl haben, die Anzahl der Protagonistinnen in ihren Games zu erhöhen. Aber vieles dürfte auch damit zu tun haben, dass nicht das passende Angebot vorhanden ist. Wenn es mehr Spiele mit weiblichen Hauptfiguren gäbe, würde das vielleicht auch dazu führen, dass sich die weiblichen Kunden zunehmend für diese Games entscheiden würden. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber recht eindeutig, dass die männlichen Spieler nicht unbedingt zu Videospielen mit weiblichen Hauptfiguren tendieren. Umgekehrt scheint es diese Hürde nicht zu geben. Auch das ist ein Grund, warum Videospiel-Hersteller im Zweifel eher eine männliche Hauptfigur wählen.

Geschlecht auch ein Thema beim Glücksspiel?

Auch in Online Casinos scheint das gesamte Angebot auf männliche Kunden ausgerichtet zu sein. Allerdings sind die Spiele vom Grundsatz her nicht ganz so geschlechtsspezifisch, wie das vielleicht bei Videospielen der Fall ist. Trotzdem gibt es auch moderne Videoslots, in denen es weiblicher Hauptfiguren gibt. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Glücksspielbranche einen deutlichen Männerüberschuss auf der Kundenseite hat. Es gibt zwar auch weibliche Glücksspiel-Fans, aber der Anteil ist deutlich niedriger als bei den Videospiel-Fans. Insofern ist das Thema vordergründig vielleicht gar nicht so wichtig für Glücksspielhersteller und Glücksspielanbieter. Aber vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh daraus: Gerade durch maßgeschneiderte Angebote für weibliche Glücksspiel-Fans wäre es vielleicht möglich, an dieser Stelle den Markt deutlich zu vergrößern. Erste zaghafte Versuche hat es mit speziellen Titeln für weiblich Kunden in den letzten Jahren schon gegeben. Aber in diesem Bereich hat die Glücksspielbranche noch deutlich mehr Nachholbedarf als die Videospiel-Branche.