125 Millionen US Dollar ist die Sportwetten Plattform Bet.Works wert. Jedenfalls zahlte diesen Betrag der US-amerikanische Glücksspielkonzern Bally’s Corporation für den nordamerikanischen Sportwettenanbieter. Wie soeben bekannt wurde, haben sich die beiden Unternehmen auf einen Kaufvertrag einigen können.  

Online Casinos und Sportwetten unter einem Dach

Sportwetten Online CasinoDurch den Erwerb von Bet.Works ist Bally’s Corporation seinem Ziel einen großen Schritt näher gerückt, einer der führenden US-amerikanischen iGaming- und Sportwetten- Konzerne werden. Bet.Works liefert hierfür allein schon durch die Präsenz in den Bundesstaaten Colorado, Iowa, Indiana und New Jersey einen elementaren Baustein. Hinzu kommt, dass Bally’s durch diesen Deal auch Zugriff auf Bet.Works vielfältiges Know-how im Bereich Kundenservice, Marketing und Risikomanagement erhält sowie auf deren hoch entwickelte Wett-Technologie. Der Vorstandschef von Bally’s, Soo Kim, äußerte sich in einer Pressemeldung zu dem Kauf: „Durch die Kombination unserer wachsenden nationalen Präsenz von Casinos, der kürzlich erworbenen Marke Bally’s und von Bet.Works haben wir uns in nur wenigen Jahren von einem regionalen Casinobetreiber zum ersten US-amerikanischen Gaming-Unternehmen entwickelt, das seinen Kunden einen Omni-Channel-Ansatz bietet, bei dem das Beste aus unseren physischen Ressourcen mit einem überlegenen Online-Erlebnis kombiniert wird.“ Bally’s Aktivitäten werden künftig in zwei getrennte Geschäftsfelder unterteilt. Unter „Bally’s Casinos“ fällt der gesamte Bereich Spielbanken sowie Online Casinos und unter „Bally’s Interactive“ der Bereich Sportwetten. Geplant ist, dass das umfangreiche Angebot von Bet.Works zeitnah in den aktuell 14 Casinos von Bally’s eingeführt wird. Im ersten Quartal 2021 soll dann die komplette Integration von Bet.Works abgeschlossen sein, teilte die Konzernleitung mit.

Technologie-Entwicklungszentrum in Rhode Island geplant

Bally’s verfolgt seine Expansionsziele sehr konsequent. Der Kauf von Bet.Works ist nur ein weiterer strategischer Schritt, das Angebot sämtlicher Bereiche des Glücksspiels, wie landbasierte Spielbanken und Spielhallen, Online Casinos und Sportwetten unter einem Dach zu vereinen. George Papanier ist Präsident und Chief Officer bei Bally’s Corporation. Auch er kommentierte den Deal: „Wir freuen uns sehr, Bet.Works in der Familie von Bally’s begrüßen zu dürfen. Durch den Besitz der überlegenen Technologie-Plattform von Bet.Works erhält Bally’s nicht nur einen langfristigen Online-Margen-Vorteil, sondern kann vor allen Dingen die interaktiven Produkte weiterentwickeln. Dadurch werden neue Kunden erreicht, die auch schnell mal zwischendurch auf Sportwetten und iGaming setzen. David Wang und sein Team bei Bet.Works haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie leistungs- und wachstumsorientiert sie arbeiten und ihre Fähigkeit in der Entwicklung einer differenzierten Plattform unter Beweis gestellt. Wir freuen uns sehr, diese Technologie nun auch unseren mehr als 14 Millionen aktiven Kunden anbieten zu können.“ David Wang, der Gründer und CEO von Bet.Works, wird nach dem Abschluss der Transaktion als Geschäftsführer der „Bally’s Interactive“ fungieren. Er sieht Bally’s als das „perfekte Zuhause“ für Bet.Works und ist sich sicher, dass die führende Position im B2B-Sektor auch in Zukunft behauptet und weiter ausgebaut werden kann. Das erfahrene Bet.Works-Team, das aus mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht und darunter allein 90 Ingenieure beschäftigt, wird ebenfalls bei Bally’s Interactive integriert. Darüber hinaus plant das Unternehmen Ende kommenden Jahres ein Technologie-Entwicklungszentrum in Rhode Island mit zunächst 25 Mitarbeitern zu eröffnen.

50 % der Kaufsumme fließt in Aktien

Bally’s Corporation hatte erst im Oktober die Namensrechte an Bally’s, die bereits seit 1932 bei Caesars Entertainment liegen, erworben. 20 Millionen US Dollar soll das Unternehmen Medienberichten zufolge dafür hingeblättert haben. Hinzu kam im März 2020 der Kauf von Bally’s Atlantic City Hotel & Casino. Im Warenkorb lagen darüber hinaus auch noch das Jumer’s Casino & Hotel in Rock Island im US-Bundesstaat Illinois sowie das Montbleu in Lake Tahoe und das Eldorado’s in Los Angeles. Bei dem 125 Millionen US Dollar schweren Deal mit Bet.Works haben sich beiden Unternehmen darauf geeinigt, dass nicht nur Bargeld fließt, sondern 50 Prozent des Kaufpreises in Aktien bezahlt werden. Die Bet.Works Aktionäre haben diesem Vorschlag bereits zugestimmt, heißt es, und sich außerdem auch noch dazu bereit erklärt „... die neu erhaltenen Anteile mindestens ein Jahr lang zu halten“. Bally’s Vorstandschef Soo Kim kommentiert abschließend: „Dies ist der nächste Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens. Durch die Kombination unserer wachsenden nationalen Präsenz von Casinos, der kürzlich erworbenen Marke Bally und dem proprietären Technologie-Stack von Bet.Works haben wir uns in nur wenigen Jahren von einem regionalen Casino Betreiber zu dem ersten US-amerikanischen Gaming-Unternehmen entwickelt, das sich der Betreuung unserer Kunden verschrieben hat – und zwar mit einem Omni-Channel-Ansatz, der das Beste aus unseren physikalischen Eigenschaften mit einem überlegenen Online Erlebnis kombiniert.“