Die Stadtcasino Baden Group hat den Kauf der Gamanza Group AG bekannt gegeben. Beim aktuellen Deal geht es um einen 50 Prozent Anteil an der Gamanza Group AG. Die andere Hälfte ist schon länger im Besitz der Stadtcasino Baden Group. Die Stadtcasino Baden Group hat den Kauf von 50 Prozent der Gamanza Group AG bekannt gegeben. Bislang gehörte die Gamanza Group AG zur Hälfte der Grand Casino Baden AG und Magnus Lindberg. Die Stadtcasino Baden Group hat den Anteil von Magnus Lindberg übernommen. Kenner wissen, dass dies gleichbedeutend damit ist, dass Stadtcasino Baden Group nun 100 Prozent der Gamanza Group AG hält. Wie kann das sein? Zur Stadtcasino Baden Group gehört unter anderem auch die Grand Casino Baden AG, sodass die Stadtcasino Baden Group nun im Besitz der gesamten Gamanza Group AG ist.

Gamanza Group AG gehört nun der Stadtcasino Baden Group

Gamanza Group | Online Casino

Der Deal wirkt im ersten Moment komplizierter, als er in der Praxis war. Für Magnus Lindberg ist der Verkauf der Anteile an der Gamanza Group AG ein großer Einschnitt, denn der Schwede war der Gründer der heutigen Aktiengesellschaft. Für die Stadtcasino Baden Group ist die Gamanza Group AG aus strategischen Gründen wichtig. Die Gamanza Group AG hat sich auf die Entwicklung von Technologien für den Casino-Bereich spezialisiert. Unter anderem gibt es ein umfangreiches System zur Kontrolle von Spielern. Dieses System wird zum Beispiel eingesetzt, um Selbstsperren konsequent umzusetzen in Spielbanken. Ein Vorteil des Systems der Gamanza Group AG ist, dass es offene Schnittstellen gibt, mit denen es möglich ist, gängige Tools der Branche zu verknüpfen. Ein anderes Top-Produkt der Gamanza Group AG ist ein CRM-Tool, mit dem die Kundenkommunikation auf einfache Weise professionalisiert werden kann. Die Gamanza Group AG ist auch aktiv im Bereich der Online Casinos. Als Spielehersteller ist Gamanza noch kein ganz großer Name, aber das könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Darüber hinaus bietet die Gamanza Group AG auch Lösungen für den Sportwetten-Bereich an.

In allen Bereichen, die Gamanza Group AG in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt hat, gibt es noch viel Wachstumspotenzial. Allerdings gibt es ein interessantes Detail im neuen Deal. Die Bereiche Spieleherstellung und Sportwetten-Tools werden in eine neue Firma von Markus Lindberg übertragen. Die Stadtcasino Baden Group wird sich hingegen darauf konzentrieren, die Customer Engagement Platform und das Player Account Management System auszubauen und zu vermarkten. Diese beiden Segmente sind in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Das Unternehmen hat im Moment 90 Angestellte, die an Standorten in Malta, Schweden, Serbien, Slowenien und Costa Rica arbeiten. In der Schweiz ist die Gamanza Group AG sogar Marktführer im Bereich der technischen Lösungen für Online Casinos. Insgesamt arbeiten mittlerweile fünf Online Casinos in der Schweiz auf der Basis der Gamanza-Technologien. Da es nur wenige Online-Glücksspielanbieter in der Schweiz gibt, ist das eine erstaunliche Leistung. Über die finanzielle Seite des Deals wurde nichts bekannt gegeben.

Kaufen und verkaufen in der Glücksspielbranche

Wie wird man erfolgreich als Unternehmer der Glücksspielbranche? Nach wie vor gibt es die Möglichkeit, ein Unternehmen aufzubauen und zu großen Erfolgen zu führen. Die zahlreichen Spielehersteller sind gute Beispiele für Unternehmen, die teilweise buchstäblich in der Garage gegründet worden sind. Gerade bei den Spieleherstellern lässt sich beobachten, dass es nach wie vor eine sehr traditionelle Unternehmenskultur gibt. Es kommt zwar vor, dass auch große Konzerne einen Spielehersteller gründen. Aber gerade in diesem Bereich sind es doch eher die typischen Gründerpersönlichkeiten, die mit innovativen Spielen versuchen, Erfolg auf dem lukrativen Glücksspielmarkt zu haben. Doch irgendwann werden erfolgreiche Spielehersteller so groß, dass sie interessant werden für noch größere Spielehersteller oder Konzerne. Viele Unternehmer haben das Ziel, eine attraktive Größe zu erreichen, um dann durch eine Übernahme viel Geld zu verdienen. Das ist ein legitimer Ansatz, der gerade in der Glücksspielbranche schon sehr oft funktioniert hat. Aber es gibt auch den Weg, selbst in Richtung Konzern zu streben. Dazu ist es dann aber ab einem gewissen Punkt erforderlich, andere Unternehmen zu übernehmen.

Es ist kein Zufall, dass immer mehr Glücksspielanbieter und Spielehersteller den Weg an die Börse suchen. Über die Börse ist es möglich, Kapital zu bekommen, um Übernahmen zu finanzieren. Auch die erfolgreichsten Unternehmen der Glücksspielbranche sind nur selten dazu in der Lage, aus eigener Kraft heraus große Übernahmen zu stemmen. Wenn kein potenter Investor verfügbar ist, der aus eigenen Mitteln eine Übernahme finanzieren kann, bietet sich der Weg an die Börse an. Ein schönes Detail am Rande: Über die Börse können auch die ganz normalen Glücksspiel-Fans am Wachstum der Glücksspielbranche partizipieren. Wer in die richtigen Aktien investiert, kann langfristig mit Glücksspielanbietern viel Geld verdienen. Aber ähnlich wie in Online Casinos gilt auch an der Börse, dass es keine sicheren Gewinne gibt. Wer an der Börse investiert, muss immer auch mit Verlusten rechnen. Eines ist sicher: Der Spaßfaktor ist bei Online-Glücksspielen in der Regel deutlich höher, auch wenn es keine Gewinngarantie gibt.