In seinem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht für das erste Quartal 2021 hat der Anbieter von Casino Software-Lösungen SoftSwiss gemeldet, dass beim Glücksspiel der Einsatz von Kryptowährungen massiv angestiegen sei. In den ersten drei Monaten des Vorjahres lag der Anteil des Kryptowährungs-Umsatzes noch bei rund sechs Prozent, gibt SoftSwiss an. Im ersten Quartal 2021 ist er auf stattliche 26 % angestiegen und macht somit ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Die restlichen 74 Prozent wurden mit sogenannten Fiat-Währungen generiert. Diese Währungen haben nichts mit der KFZ-Marke gleichen Namens zu tun. Der Ausdruck Fiat-Geld oder Fiat-Währung wird von dem lateinischen Wort für „entstehen“ abgeleitet. Dabei handelt es sich um einen Begriff aus der Finanzwelt, der ein Zahlungsmittel wie beispielsweise Schweizer Franken, US Dollar oder Euro bezeichnet, das von einer Regierung festgelegt wurde und nicht an den Preis eines Rohstoffs wie Silber oder Gold gebunden ist.

SoftSwiss meldet massiven Anstieg der Glücksspiel-Einsätze mit Kryptowährungen

Kryptowährung

Als ein Vorreiter in Sachen Einsatz von Kryptowährungen beim Glücksspiel sei derzeit Asien. Dies sagt jedenfalls Andrey Starovoitiv, der SoftSwiss COO. „Dies ist vorrangig auf das Wachstum in Japan zurückzuführen, aber auch auf positive Trends in Indien und Indonesien,“ führt er aus. Allerdings sei bei den Kunden des Unternehmens mit Sitz in Curacao auch weiterhin eine Expansion in lateinamerikanische Länder zu spüren. Derzeit sei es zwar noch zu früh, „... um von signifikanten Volumina auszugehen“, sagt Andrey Starovoitiv weiter, aber es sei zu erwarten, dass „... Brasilien künftig zu den führenden Ländern in Sachen Glücksspiel-Umsatz mit Kryptowährungen“ gehört. Kryptowährungen sind aktuell in aller Munde. Für die Wirtschaft sind sie nicht nur als Glücksspiel-Einsatz von Interesse, sondern darüber hinaus vor allen Dingen der Handel damit. Erst vor wenigen Wochen sorgte der deutsche Start Up-Unternehmer Sebastian Diemer in der BRD für Schlagzeilen, nachdem er publik gemacht hatte, in Zukunft auf der Wallfair Plattform Krypto-Wetten anzubieten. Denn laut Sebastian Diemer geht es vielen Neueinsteigern in den Trading-Bereich an der Börse überhaupt nicht um den Handel als solchen, sondern um den Spaß am Zocken. Und dafür bietet der Handel mit Kryptowährungen in seinen Augen die allerbesten Voraussetzungen.

Schließlich seien hierbei die Bewegungen am Markt nur sehr schwer einschätzbar, bzw. vorauszusehen und daher eher nicht für die eingefahrenen Handelsstrategien geeignet, sondern deutlich besser für das Wetten. Daher steckt hinter der Wallfair-Geschäftsidee nicht der Einsatz von Kryptowährungen im Glücksspiel, sondern vielmehr „... die Wette um die Währung selbst“. Bei SoftSwiss wurden die meisten Kryptowährungs-Umsätze im ersten Quartal 2021 mit Bitcoin erzielt. Hier liegt der Anteil bei 83 Prozent. Etherum belegt mit 10 Prozent Platz zwei der beliebtesten Kryptowährungen. Am häufigsten wurden Kryptowährungen bei Live Casino Spielen eingesetzt. Bei Online Casino Tischspielen wie Roulette oder Blackjack  führen Europa und Kanada die Liste an.

SoftSwiss machte auch mit Sicherheits-System für Online Glücksspiel Furore

Im vergangenen Jahr machte SoftSwiss insbesondere durch sein neues Sicherheitssystem auf sich aufmerksam, welches es seinen Kunden, die in erster Linie aus Wett-Anbietern und Online Casinos bestehen, die Einsparung von rund 10 Millionen Euro an Verlusten ermöglicht hatte. Dies hatte das Unternehmen im Dezember 2020 bekanntgegeben. Dieser Service dient den SoftSwiss-Kunden dazu, beispielsweise Spielerkonten zu sperren, die doppelt angelegt wurden, Missbrauchs-Prüfungen im Bonus-Bereich durchzuführen sowie eventuell mögliche, unrechtmäßige Absprachen zu untersuchen. Außerdem sei es mit diesem System möglich, verdächtige Spielmuster zu identifizieren. Vitali Matsukevich leitet bei SoftSwiss die Abteilung B2C. Er zeigte sich Ende letzten Jahres hocherfreut über den unternehmerischen Erfolg und sagte: „Wir sind begeistert, dass unser Team es geschafft hat, in diesem Bereich als Problemlöser zu fungieren und einen so großen Geldbetrag für unsere Kunden zu retten. Jeden Tag untersuchen wir sorgfältig alle verdächtigen Aktivitäten auf unserer Plattform und bekämpfen Betrug mit vielen verschiedenen Tools und Methoden.“ Außerdem sagte Matsukevich voraus, dass SoftSwiss die Sicherheit und Effizienz im Jahre 2021 noch weiter steigern kann, u. a. auch deshalb, weil das Unternehmen „... auch weiterhin in Kooperation mit den Teams Data Science und Plattform-Entwicklung an neuen Projekten“ arbeitet. Die Gewährleistung zur Einhaltung des Datenschutzes sowie der Einhaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kunden gehöre zu den wichtigsten Aufgaben des Systems. Das Programm sei darüber hinaus dafür entwickelt worden, um die Kunden vor „... Übertretungen der behördlichen Aufgaben und Lizenzbestimmungen“ zu schützen.

Einzelne Programm-Aufgaben konnten bei einer Präsentation durch Beispiele illustriert werden: Weil sich beispielsweise ein Spieler eines bestimmten Spielmusters bedient hatte, wurde er identifiziert. Und schon bei der ersten Überprüfung war klar, dass dieser Spieler „Missbrauch betrieben hatte“. Daraufhin überprüfte man das Konto der Person und forderte Nachweise über seine „Geldquelle“. Matsukevich erklärte: „Der Spieler hat am nächsten Tag alle Dokumente hochgeladen, was uns glauben lassen sollte, dass sie echt sind. Bei der detaillierten Dokumentenprüfung wurde jedoch festgestellt, dass die Sprache des Spielers in der eWallet und seine Muttersprache unterschiedlich waren.“ Daher manifestierte sich der Verdacht, dass es sich bei diesem Spieler um einen Betrüger handelte. Bestätigt wurde der Verdacht, nachdem man den Spieler darum gebeten hatte, „... eine Identitätsbestätigung mit Hilfe eines Skype-Anrufs durchzuführen“. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dieser Person nicht um den Inhaber des Kontos handelte. Er war stattdessen einer der vielen Betrüger, die SoftSwiss ausfindig machen konnte.