Boris Chaikin von Soft2Bet hat in einem aktuellen Interview erklärt, warum der aufstrebende Glücksspielanbieter nun auch in Schweden vertreten ist. Zuletzt hatten sich viele Glücksspielanbieter in Schweden über die Verschärfung der Regulierung beschwert. Doch für Boris Chaikin sind die Chancen auf dem schwedischen Markt höher als die Risiken. Für einen Glücksspielanbieter ist Schweden grundsätzlich eine interessante Option. Darauf weist Boris Chaikin ausdrücklich im aktuellen Interview hin. Schweden gehört zu den Ländern, die eine umfassende Regulierung für Online-Glücksspiel und Online-Sportwetten haben. Zwar gibt es diese Glücksspiel-Regulierung erst seit 2019. Aber entscheidend für Boris Chaikin ist, dass es nun möglich ist, mit modernen Online-Angeboten auf dem schwedischen Markt einzusteigen. Soft2Bet ist in Deutschland nicht besonders bekannt. Allenfalls der Sportwettenanbieter Campobet ist vielleicht dem einen oder anderen Sportwetten-Fan ein Begriff.

Soft2Bet will schwedischen Markt erobern

Soft2betAber in einigen anderen Ländern hat Soft2Bet bereits Duftmarken hinterlassen. Das Unternehmen hat zahlreiche Marken und möchte in Zukunft auch in Schweden gutes Geld verdienen. Die wichtigste Hürde hat Soft2Bet bereits genommen. Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen hat dem Unternehmen die passenden Lizenzen ausgestellt, sodass in Zukunft die schwedischen Glücksspiel-Fans Spielautomaten, Tischspiele, Sportwetten und diverse andere Angebote nutzen können. Für Boris Chaikin besteht der Schlüssel zum Erfolg auf dem schwedischen Markt darin, innerhalb der vorhandenen Regulierung möglichst innovativ und kreativ spannende Produkte anzubieten. Schweden ist eine große Herausforderung für Soft2Bet, denn der Markt ist hart umkämpft. Es gibt viele erstklassige Unternehmen wie Betsson, die bereits seit dem Start der neuen Glücksspiel-Regulierung auf dem schwedischen Markt sind. In diesem Umfeld wird es für Soft2Bet nicht ganz einfach, einen ansehnlichen Marktanteil zu erobern.

Gerade der starke Wettbewerb in Schweden ist für Boris Chaikin aber auch ein Grund, den schwedischen Markt nicht links liegen zu lassen. Der Vorstandsvorsitzende des aufstrebenden Glücksspielanbieters möchte auch in Schweden zeigen, dass das Unternehmen sich auf hohem Niveau behaupten kann. Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, ob diese Einschätzung stimmt. Fakt ist, dass Soft2Bet in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Doch Soft2Bet ist vor allem auf den Randmärkten in Europa gewachsen. Nun beginnt Soft2Bet langsam, auch die großen Märkte zu bedienen. Schweden ist zahlenmäßig zwar ein kleiner Markt, da die Anzahl der Einwohner doch überschaubar ist. Aber es gibt sehr viele schwedische Glücksspiel-Fans. Zudem ist der Wettbewerb in Schweden besonders hoch, da es viele renommierte Glücksspielanbieter gibt, die ihre Wurzeln in Schweden haben. Deswegen haben zahlreiche europäische Glücksspielanbieter einen Fuß auf dem schwedischen Markt. Es bleibt abzuwarten, wie sich Soft2Bet im großen Konkurrenzkampf behaupten wird. Aber es ist ein gutes Zeichen, dass Boris Chaikin sich nicht davor scheut, auch in Schweden mit den Produkten in den Nahkampf zu gehen. Am Ende sind es ohnehin immer die Kunden, die darüber entscheiden, ob ein Casino oder ein Spielehersteller erfolgreich ist. Auch in Schweden stehen die Chancen gut für neue Anbieter, die mit Qualität und einem hochwertigen Kundenservice punkten können. Allerdings könnte auch für Soft2Bet die aktuelle Problematik rund um die Glücksspiel-Regulierung noch schwierig werden. Es gibt viele Lizenzinhaber auf dem schwedischen Glücksspielmarkt, die unzufrieden sind mit der derzeitigen Situation.

Soft2Bet ist breit aufgestellter Glücksspielanbieter

Ein Vorteil von Soft2Bet ist, dass das Geschäftsmodell sehr breit aufgestellt ist. Soft2Bet kann zum Beispiel komplette Casino-Lösungen und komplette Sportwetten-Lösungen anbieten. Aber das Unternehmen fungiert auch als Dienstleister für Zahlungslösungen. Wenn zum Beispiel ein Online Casino in Schweden ein gutes Zahlungsmodul benötigt, kann Soft2Bet dieses Zahlungsmodul bieten. Darüber hinaus hat sich Soft2Bet einen Namen gemacht mit individuellen Lösungen für Kooperationspartner. Theoretisch ist es zum Beispiel möglich, dass sich ein Kooperationspartner von Soft2Bet ein komplett neues Online Casino erstellen lässt mit vielen individuellen Designlösungen. Bei Soft2Bet arbeiten viele erfahrene Programmierer und Designer, die sich in den letzten Jahren tief in die Eigenheiten des Glücksspielmarktes eingearbeitet haben. Das ist nun ein wichtiger Vorteil für das Unternehmen beim Einstieg in den schwedischen Markt. Bedauerlicherweise erklärt Boris Chaikin im aktuellen Interview nicht, ab wann der Einstieg auf dem schwedischen Glücksspielmarkt als Erfolg gewertet wird. Vermutlich muss aber ein gewisser Marktanteil erreicht werden, damit sich der Einstieg wirtschaftlich lohnt. Lizenzen sind teuer und auch die vielen technischen Dienstleistungen, die Boris Chaikin in Schweden zur Verfügung stellen muss, kosten Geld. Aber es ist für die schwedischen Glücksspiel-Fans mit Sicherheit kein Nachteil, dass ein weiteres ambitioniertes Unternehmen auf den Markt kommt. Konkurrenz ist im Moment allerdings nicht das größte Problem für die schwedischen Glücksspielanbieter im Internet.

Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen hat in den letzten Monaten viel Kritik auf sich gezogen, genauso wie die schwedische Regierung. Die Glücksspielanbieter mit Online-Lizenz sind zum Teil heftig empört darüber, dass die schwedische Regulierung Schritt für Schritt verstärkt wird, ohne dass auf die Interessen der Unternehmen, der Glücksspiel-Fans und des Spielerschutzes im Allgemeinen Rücksicht genommen wird. Zu diesem Thema äußert sich Boris Chaikin nicht. Aber in den letzten Monaten haben viele Marktteilnehmer in Schweden erleben müssen, dass es sehr schnell zu heftigen Geldbußen kommen kann. Aus Sicht der Glücksspielbranche ist es mitunter schwer einzuschätzen, wie die schwedische Glücksspielbehörde bestimmte Sachverhalte bewertet, sodass es nicht einfach ist, die Regeln einzuhalten. Das ist ein großes Problem und es wird spannend sein zu sehen, wie Soft2Bet sich mit dieser Thematik auseinandersetzen wird. Die positive Einschätzung, die Boris Chaikin im Moment noch hat, könnte sich sehr schnell ändern, wenn plötzlich eine hohe Geldbuße verhängt wird und unklar ist, warum es überhaupt zu dieser Geldbuße gekommen ist. Aber vielleicht läuft für Soft2Bet auch alles großartig. Fakt ist aber, dass der schwedische Glücksspielmarkt mittlerweile deutlich strenger reguliert ist als noch vor wenigen Monaten. Insofern wird es auch für Soft2Bet nicht einfach, gute Geschäfte zu machen. Ein Problem der strengen Regulierung in Schweden ist, dass es Glücksspielanbieter außerhalb der Regulierung gibt, die mit zunehmendem Erfolg um schwedische Kunden werben. Diese Thematik wird auch Soft2Bet in irgendeiner Form betreffen.

Pay’n’Play als wichtiges Qualitätsmerkmal

Die Kunden von Boris Chaikin können Pay’n’Play nutzen, eine Finanzdienstleistung von Trustly. Mit Pay’n’Play haben die Kunden die Möglichkeit, ohne aufwendige Registrierung direkt mit der ersten Einzahlung einzusteigen. Die Registrierung läuft im Hintergrund, denn Trustly funktioniert über die Bankschnittstelle des Kunden. Das ist ein interessantes System, das schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist, aber bislang noch auf den ganz großen Durchbruch wartet. Vielleicht wird Pay’n’Play in Schweden zu einer großen Nummer. Grundsätzlich sollte es eigentlich sehr viele Glücksspiel-Fans geben, die gerne die Registrierung überspringen möchten, um sofort mit der ersten Einzahlung zu starten. Zudem hat sich Trustly in den letzten Jahren als zuverlässiger und sicherer Zahlungsanbieter erwiesen. Der große Vorteil von Trustly ist generell, dass es möglich ist, sehr schnelle Einzahlungen und Auszahlungen über das ganz normale Bankkonto mit diesem Dienstleister abzuwickeln. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Bank den Zahlungsdienst Trustly unterstützt. Mittlerweile gibt es aber speziell in Deutschland nur noch wenige Ausnahmen, sodass es in der Regel möglich sein sollte, Trustly zu nutzen. Der Verbreitungsgrad von Trustly in Schweden ist auch hoch, sodass es zumindest gute Voraussetzungen gibt, dass sich viele schwedische Glücksspiel-Fans in Zukunft für Pay’n’Play entscheiden. Ein Alleinstellungsmerkmal hat Boris Chaikin mit dieser Zahlungsoption allerdings nicht, denn es gibt auch jetzt schon Anbieter, die Einzahlungen ohne Registrierung über Trustly ermöglichen. Während die Mitarbeiter des Unternehmens vor allem damit beschäftigt sind, in Schweden den gewünschten Erfolg zu realisieren, arbeitet Boris Chaikin mit seinem Team bereits daran, weitere Lizenzen in Europa zu erwerben.

Ganz oben auf der Liste von Boris Chaikin stehen die nordischen Länder. Finnland, Norwegen und Dänemark sind grundsätzlich sehr gut geeignet für Glücksspielanbieter, wobei vor allem Finnland und Dänemark sich dadurch auszeichnen, dass es bereits gute Regulierungen für Online-Glücksspiel gibt. Aber auch Norwegen könnte demnächst zu den Ländern gehören, die Online Casinos und Online-Sportwetten großen Stil zu lassen. Der skandinavische Markt hat eine große Tradition auf dem europäischen Glücksspielmarkt. Es ist kein Zufall, dass gerade aus Schweden sehr viele Glücksspielanbieter kommen. In Schweden ist der Anteil der Glücksspiel-Fans noch höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Zudem gibt es generell eine eher positive Sichtweise auf Glücksspiele. Das wird unter anderem auch daran deutlich, dass Pferdewetten in Schweden enorm beliebt sind. Es bleibt zu hoffen, dass sich die schwedische Regierung und die schwedische Glücksspielbehörde zu einer vernünftigen Regulierung bewegen lassen. Dann steht dem Erfolg des schwedischen Glücksspielmarktes nichts mehr im Weg. Aber es kann auch sein, dass Schweden die Glücksspiel-Regulierung für Online-Anbieter immer weiter verschärft. Dann könnte es sogar passieren, dass Soft2Bet sehr schnell wieder den schwedischen Markt verlässt. Am Ende sind Glücksspielanbieter vor allem Wirtschaftsunternehmen, die genau kalkulieren müssen, ob sich eine Marktteilnahme lohnt oder nicht. Sogar ein großer Anbieter wie Betsson würde wahrscheinlich irgendwann den Markt verlassen, wenn die Regulierung zu unattraktiv würde. Darauf hat der CEO von Betsson ist kürzlich in einem Interview hingewiesen. Schweden ist im Moment in einer interessanten Phase der Glücksspiel-Regulierung. Es muss sich zeigen, ob Boris Chaikin ein gutes Timing für den Einstieg auf dem schwedischen Glücksspielmarkt gefunden hat oder nicht. Aber das wird sich erst in einigen Monaten oder vielleicht auch erst in einigen Jahren bewerten lassen.