Nicht jeder spielt auf die gleiche Art und Weise. Es gibt viele Menschen, die während des Spielens in eine Art Trance fallen. Immerhin so viele, dass US-amerikanische Forscher sich nun diesem Phänomen angenommen haben und auf eine interessante Entdeckung gestoßen sind. Dem ein oder anderen wird das vielleicht bekannt vorkommen: Man spielt und blendet alles um sich herum aus, vergisst die Zeit und handelt fast schon mechanisch. Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Form des „Trance-Spiels“ insbesondere beim Spiel an Spielautomaten vorkommt. Ob das nun negativ oder positiv ist, besondere Risiken davon ausgehen oder es einfach nur bedeutet, dass der jeweilige Gamer extrem aufmerksam agiert, lesen Sie hier.

Was versteht man unter Slot-Machine-Zone?

Online Casino spielenWissenschaftler der University of Columbia haben eine Studie vorgelegt, die der Frage nachgeht, inwieweit eine Spiel- und Suchtgefahr von dem sogenannten Trance-Spiel ausgeht. Ihrer Arbeit über die „Slot Machine Zone“ liegen folgende Untersuchungen zugrunde:
Für viele Spieler, die in einem Spiel gefangen sind, verliert die Welt um sie herum jegliche Bedeutung und gerät mitunter sogar komplett in Vergessenheit. Das führt dazu, dass die „... allgemeine Aufmerksamkeit sinkt“. Dies wird anhand eines Test-Beispiels deutlich. Die Forscher gingen der Frage nach, inwieweit die Teilnehmer realisieren, wenn sich ein Symbol verändert bzw. plötzlich seine Farbe in Rot wechselt, das sich seitlich des Spielautomaten befindet, an dem sie gerade spielen. Ungeübte Zocker waren wesentlich häufiger in der Lage den Farb- oder Symbolwechsel wahrzunehmen, als die passionierten Automatenspieler.  

Risiko

Je mehr sich ein Spieler in diese Art Trance begibt, umso höher ist das Risiko, dass er alles um sich herum ignoriert und mehr Geld einsetzt, als er ursprünglich geplant hatte. Mit dem Begriff „Slot Machine Zone“ wird ausschließlich der Trancezustand bezeichnet, der bei passionierten Zockern auftreten kann, wenn sie an Automaten spielen. Sie verfallen dann in eine Art Tunnelblick. Weniger geübte Spieler sind hingegen eher unsicher. Sie schauen genauer hin, denken nach und sind dabei aktiver am Geschehen beteiligt. Je öfter sie das gleiche Spiel spielen, desto häufiger tritt allerdings auch bei ihnen eine Form von Trance auf. So ganz neu ist ein solches Ergebnis nicht, denn bei Konsolen- und Computerspielern wurden bereits ähnliche Beobachtungen gemacht und dokumentiert.  

Die Slot Machine Zone ist in gewisser Hinsicht mit annähernd sämtlichen Tätigkeiten vergleichbar, die keine große Aktivität erfordern und die man regelmäßig ausführt. Die Basis ist dabei immer wieder gleich. Es müssen Tätigkeiten sein, die mit ganz simplen Bewegungen eher einfach zu bewerkstelligen sind. In dieses Schema fallen neben Computerspielen natürlich auch andere Gewohnheiten, wie leichte Hausarbeiten - einstudierte Tätigkeiten also, die bereits seit einem langen Zeitraum bekannt sind. Sofern die Person noch aktiv darüber nachdenkt, was als nächstes zu tun ist, ist ein Trancezustand nicht möglich.

Vielfältige Problematik in unterschiedlichen Lebensbereichen 

Gerade bei Online Slots tritt diese Trance häufiger auf, da im heimischen Umfeld weniger Störfaktoren auftreten, als beispielsweise in einem landbasierten Casino. Zahlreichen seriösen Online Casinos ist dieses Problem bewusst. Es fällt in den Bereich der Spielsuchtgefährdung. Die normale Hemmschwelle eines Spielers sinkt und er setzt mitunter vollkommen unbewusst immer höhere Einsätze. In einer Spielbank oder Spielhalle gibt es geschultes Personal, das sich um auffällige Spieler kümmert. Die verantwortungsbewussten Anbieter von Online Glücksspiel müssen ganz anders vorgehen. Sie setzen beispielsweise Limits ein, die die Zocker daran hindern weiterzuspielen, wenn dieses erreicht ist. Auch Online Casinos „beobachten“ ihre Spieler. Sofern sich ein Spieler auffällig verhält, indem er z.B. stundenlang an ein und demselben Slot spielt, kann dessen Zugang limitiert oder sogar sein Account gesperrt werden.

Da in der Regel Tipps von außen nichts bringen, wenn sich ein Spieler erstmal „ausgezoomt“ hat, könnten gerade Online Casinos noch zu anderen vorbeugenden Maßnahmen greifen, wie zum Beispiel Warnhinweisen. Der Streamingdienst Netflix hat etwas Vergleichbares eingeführt: Bei Bingewatching taucht nach einigen Folgen die Frage am Bildschirm auf, ob man noch anwesend ist. Online Casinos könnten ähnlich verfahren, indem sie in regelmäßigen Abständen ähnliche Meldungen bei Slotspielen bringen, die der Spieler dann auf immer andere Art weg klicken muss. Auch die Beantwortung einer Frage könnte Zocker in ihrem Trancezustand „stören“.  

Das Bewusstsein für das Problem ist durchaus vorhanden, allerdings ist es schwer abzuwägen, wo der Spielerschutz anfängt und gleichzeitig die Verärgerung des Kunden einsetzt. Es wäre sinnvoll, wenn an diesem Punkt alle Spielehersteller Hand in gehen um zu verhindern, dass gefährdete Zocker zu unseriösen Anbietern abwandern, die keinen Wert auf Spielerschutz legen. Auf Casinobonus 360 finden Sie eine große Auswahl an seriösen Online Casinos, die Sie bereits Vorfeld einer Anmeldung näher unter die Lupe nehmen können - insbesondere hinsichtlich Spielerschutz. Mr. Green, Lapalingo, Slotty Vegas und viele andere bieten hierzu umfangreiche Informationen auf ihren Seiten. 

Worauf sollten Spieler achten?

Um sich selbst vor Trancezuständen zu schützen, sollten Spieler einige Vorkehrungen treffen und sich quasi selbst austricksen. Das A und O sind Pausen. Es ist ratsam, bereits nach 15 bis 20 Minuten kurz zu pausieren und sich hierfür ggf. sogar einen Wecker zu stellen. Da viele Spieler im Vollbildmodus zocken, bei dem die Zeitanzeige verschwindet, wäre es unklug darauf zu vertrauen, gelegentlich auf die Uhr zu schauen. Auch Limits sind hilfreich. Zahlreiche seriöse Online Casinos bieten inzwischen limitierte Tageseinsätze an. Allerdings sollte man hierbei beachten, dass Gewinne nicht in den Bereich des Tageslimits fallen dürfen. Doch bevor man diese Tipps beherzigt, sollte man zunächst einmal feststellen, ob man überhaupt selbst betroffen ist. Dafür kann man beispielsweise mit einer Playlist arbeiten, bei der man im Nachhinein die Songs einsehen kann. Der Spieler merkt sich die bereits abgespielten Lieder und bleibt somit aktiv in der Außenwelt.

Selbst Erwachsene, die noch nie in ihrem Leben an einem Spielautomaten gezockt haben, waren vermutlich schon einmal in einer Slot Machine Zone, denn das Gehirn schaltet ganz automatisch einen Gang zurück, sofern man gleichmäßige, routinierte und bekannte Tätigkeiten ausführt. Gefährlich wird es allerdings beim Spielen, da dieser Mechanismus die Suchtgefahr erhöht. Ansätze, sich vor diesen Trancezuständen zu schützen, gibt es einige. Und wenn Spieler und Glücksspielanbieter am gleichen Strang ziehen, dann steht einem sicheren Spielspaß nichts mehr im Weg.