Singapur hat neue Regeln für den Besuch in Casinos erlassen. Das sind mal wieder Nachrichten! Richtig gelesen: In Singapur ist es nach wie vor möglich, Casinos zu besuchen. Der asiatische Staat hat bislang die Krise auf einem sehr niedrigen Niveau halten können. Auch in Deutschland könnten einige der neuen Regeln für Casinos in Singapur demnächst Realität werden. Abgesehen von den Online Casinos sind in Deutschland derzeit alle Casinos geschlossen.

Anzahl der Casino-Besucher in Singapur wird begrenzt

In Singapur gelten schon seit Jahrzehnten sehr strenge Gesetze hinsichtlich des Verhaltens in der Öffentlichkeit. Durch die aktuelle Krise kommen aber noch ein paar neue Facetten hinzu. Die Regierung kann zudem darauf setzen, dass die Casino-Betreiber von sich aus bereits Maßnahmen ergreifen, um das Gesundheitsrisiko für die Gäste und die Mitarbeiter zu reduzieren. In zwei großen Casinos in Singapur, dem Resorts World Sentosa und dem Marina Bay Sands werden aktuell nur Casino-Spieler aus Singapur und Kunden, die ein Jahresticket oder eine VIP-Mitgliedschaft haben, akzeptiert. Auch in Singapur ist es derzeit nicht vorstellbar, die Casinos so zu füllen wie zu besten Zeiten. Eine wichtige Komponente beim Gesundheitsschutz besteht darin, den Abstand zwischen den einzelnen Personen nicht zu gering werden zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Casino sind. Es ist davon auszugehen, dass die Casino-Betreiber ihre Regeln an die Situation anpassen. Aktuell lässt sich auch in Singapur allerdings beobachten, dass ohnehin weniger Menschen in die Casinos strömen als üblich. Deswegen ist das Problem für die Casino-Betreiber im Moment recht überschaubar, jedenfalls bezüglich der Besucherzahlen. Erstaunlich ist in jedem Fall, dass die Casinos noch geöffnet haben.

SingapurSingapur hat eine vergleichsweise Krise, jedenfalls bislang. Sollte sich das ändern, kann es durchaus passieren, dass die Regeln für die Casinos noch einmal deutlich verstärkt werden. Auch eine Schließung der Casinos, so wie sie in Deutschland, Großbritannien, den USA und vielen anderen Ländern der Welt längst stattgefunden hat, ist durchaus vorstellbar. Singapur hat ein großes Interesse daran, die aktuelle Krise möglichst klein im eigenen Land zu halten. Ansonsten würde ein großer Teil der heimischen Wirtschaft lahmgelegt werden. Wie viele andere asiatische Länder hat Singapur sehr früh mit drastischen Maßnahmen reagiert und kann deswegen im Moment die gesamte Lage relativ gut unter Kontrolle halten. Aber es gibt täglich neuer Probleme in Singapur, sodass auch der kleine Staat in Asien längst nicht davor gefeit ist, dass ein großer Ausbruch von der Krise noch stattfindet. Gerade die Casinos sind grundsätzlich sehr gut dafür geeignet, die Krise zu verschärfen. Casino-Betreiber aus aller Welt schauen im Moment auf Länder wie Singapur, um ein besseres Gespür dafür zu bekommen, welche Maßnahmen in Zukunft nötig sein werden. Völlig klar ist, dass die Casinos, die aktuell geschlossen sind, nicht einfach irgendwann wieder öffnen können und zum Normalbetrieb zurückkehren. Vielmehr wird es überall strenge Regeln geben, damit das Gesundheitsrisiko auf ein Minimum begrenzt bleibt. Singapur hat in jedem Fall schon einige wichtige Schritte unternommen, doch die Regierung kann bei Bedarf noch nahelegen.

Regierung beschließt strengere Regeln für Casinos in Singapur

Ein wichtiger Aspekt der neuen Regeln für die Casinos in Singapur ist das Abstandsgebot. In Zukunft müssen die Casinos dafür sorgen, dass sich die Kunden nicht zu nah kommen. Auch der Abstand zu den Mitarbeitern des Casinos muss gewährleistet werden. Schon in den letzten Wochen gingen Bilder um die Welt mit Casino-Mitarbeitern aus Singapur, die Masken trugen. Daran wird sich auch aktuell nichts geändert haben. Darüber hinaus müssen die Casinos in Singapur nun dafür sorgen, dass die Spielautomaten so weit voneinander entfernt sind, dass zwischen den Spielern ein Mindestabstand von 1 Meter vorhanden ist. Das ist erstaunlich konservativ, denn die Experten in Deutschland und den meisten anderen Ländern empfehlen einen Abstand von 1,5-2 Metern. Auch bei Tischspielen müssen die Casinos dafür sorgen, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Damit das im täglichen Betrieb reibungslos funktioniert, werden an den Tischen die Sitze markiert, die von den Kunden genutzt werden dürfen. Vielleicht ist die Kombination von einem Mindestabstand von 1 Meter in Kombination mit einem Mundschutz für alle Kunden und Mitarbeiter vertretbar. Aber ganz auf der sicheren Seite ist Singapur mit dieser Regelung definitiv nicht. Es kann gut sein, dass die Regeln an dieser Stelle noch einmal verschärft werden, wenn sich zeigen sollte, dass die Anzahl der Infektionen in Singapur weiter steigt.

Die Casinos in Singapur sind dazu angehalten, Menschenansammlungen zu vermeiden. Alle Kunden müssen darauf hingewiesen werden, dass es nicht gestattet ist, sich in Gruppen zu formieren innerhalb des Casinos. Darüber hinaus müssen die Casinos auch regelmäßig desinfiziert werden. Wer schon einmal in Singapur war, weiß vermutlich aus eigener Erfahrung, dass das auch ohne Krise eine durchaus gängige Praxis ist. Aber die Casino-Betreiber in Singapur werden ihre Anstrengungen erhöhen und vermutlich auch dafür sorgen, dass zum Beispiel Spielautomaten mehrmals am Tag mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Ob das alles ausreicht, um am Ende die aktuelle Krise in Singapur auf einem niedrigen Niveau zu halten, lässt sich nicht realistisch abschätzen. Klar ist nur, dass auch in Singapur in den letzten Tagen die Fallzahlen mit einem etwas erhöhten Tempo nach oben gegangen sind. Ob das nur ein statistischer Ausreißer oder ein neuer Trend ist, muss sich noch zeigen. Klar ist aber, dass die Behörden in Singapur am Ende keinen Spielraum für Experimente haben. Sollten die Zahlen nach oben gehen, wird auch Singapur nicht umhinkommen, die Casinos für eine Weile zu schließen. Das wäre für die Casino-Betreiber fatal, aber wenn die Fallzahlen in die Höhe schießen, bleiben wahrscheinlich die meisten potenziellen Besucher ohnehin freiwillig zu Hause.

Kann Deutschland von Singapur lernen?

Singapur wird in der internationalen Presse immer wieder als leuchtendes Beispiel für die Bekämpfung der aktuellen Krise hervorgehoben. Die aktuellen Regeln für Casinos in Singapur sind jedoch nicht besonders streng, jedenfalls im internationalen Vergleich. Deutschland kann mit Sicherheit von Singapur lernen, dass es möglich ist, Casinos zu betreiben und Abstandsregeln einzuhalten. Aber dazu wäre das Beispiel Singapur nicht zwingend nötig gewesen. Der gesunde Menschenverstand genügt schon, um vernünftige Maßnahmen gegen die Ausbreitung der aktuellen Krise umzusetzen. Früher oder später wird es auch in Deutschland wieder offene Spielbanken und Spielhallen geben. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Spielautomaten in den deutschen Casinos dann einen Mindestabstand haben müssen. Ob Tischspiele gleich von Anfang an stattfinden, darf zumindest bezweifelt werden. Klar dürfte aber sein, dass Tischspiele am Anfang auch mit einem erheblichen Mindestabstand zwischen den Spielern durchgeführt werden sollten.

Für die großen Spielbanken in Deutschland dürfte es relativ leicht sein, strenge Maßnahmen zum Infektionsschutz umzusetzen. Anders dürfte die Situation in vielen kleinen Spielhallen sein. Vorstellbar ist allerdings, dass die Spielhallen-Betreiber einen Teil der verfügbaren Automaten ausschalten, um einen Mindestabstand zwischen den Kunden zu gewährleisten. Auch besondere Regeln für das Betreten und Verlassen der Spielhalle könnten hilfreich sein, um allzu nahe Kontakte zwischen den Kunden zu vermeiden. Nicht zuletzt wird es in Deutschland wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass der Besuch von Ladengeschäften und damit auch von Spielhallen und Spielbanken für eine lange Zeit nur mit einem Mundschutz möglich sein wird. Wenn irgendwann die Regeln gelockert werden und die Spielhallen und Spielbanken wieder öffnen dürfen, wird es spannend sein zu sehen, wie viele Glücksspiel-Fans sich auf die neuen Regeln einlassen. Mit Sicherheit wird es eine Weile dauern, bis die Spielbanken und Spielhallen wieder ihre alten Umsatzhöhen erreichen.