Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist die neue stellvertretende Vorsitzende der Postleitzahlen-Lotterie von Novamedia. Die ehemalige Justizministerin, die auf dem hübschen Kosenamen „Schnarri“ hört, bewegt sich im Beirat in illustrer Gesellschaft. Als Vorsitzende im Beirat der Postleitzahlen-Lotterie arbeitet die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Die Postleitzahlen-Lotterie von Novamedia ist eine spannende Sache. Das Unternehmen Novamedia hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Welt ein Stück weit besser zu machen. Ein großer Teil der Einnahmen des Unternehmens fließt deswegen in Wohltätigkeitsprojekte. Das gilt auch für die Postleitzahlen-Lotterie, die mittlerweile auch in Deutschland verfügbar ist. Etwa 30 Prozent der Einnahmen, die mit der Postleitzahlen-Lotterie generiert werden, fließen direkt in soziale Projekte. Das ist eine großartige Sache, denn dadurch ist es möglich, Lotto zu spielen und gleichzeitig auch noch vielen Menschen zu helfen. Die Kombination aus Glücksspiel und Wohltätigkeit ist nicht neu.

Postleitzahlen-Lotterie für wohltätige Zwecke

Leutheusser SchnarrenbergAuch die staatlichen Lottogesellschaften in Deutschland spenden regelmäßig einen Teil der Einnahmen für soziale Projekte. Das Prinzip ist bei der Lotterie ganz einfach: Die Teilnehmer gewinnen nicht auf der Basis des Loses, sondern auf der Basis der Postleitzahl. Im Erfolgsfall gewinnen somit fast immer mehrere Nachbarn und nicht nur einzelne Teilnehmer. Damit soll der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Die Idee ist ungewöhnlich, aber sehr erfolgreich. Typischerweise werden aktuell über 1 Million Euro einen Gewinn ausgeschüttet bei jeder Lottoziehung. Doch der eigentliche Kern dürfte für viele Spieler sein, dass ganz gezielt soziale Projekte unterstützt werden. Die Kombination aus Glücksspiel und sozialem Engagement hat eine lange Tradition in Deutschland. Novamedia nimmt diese Tradition auf und dreht das ganze Rad noch ein bisschen weiter. Das dürfte auch der Hauptgrund sein, warum Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und andere Prominente sich dazu bereit erklärt haben, sich in den Beirat berufen zu lassen.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist die stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Postleitzahlen-Lotterie. Die Vorsitzende ist Rita Süssmuth. Die ehemalige Familienministerin und Bundestagspräsidenten ist sogar noch prominenter als Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Beide Frauen sind als starke Persönlichkeiten bekannt, die im Zweifel auch Konsequenzen ziehen, wenn sie sich nicht durchsetzen können. Deswegen sind Leutheusser-Schnarrenberger und Süssmuth in der deutschen Bevölkerung enorm beliebt. Für Novamedia und die Postleitzahlen-Lotterie ist es großartig, dass gerade diese beiden ehemaligen Politikerinnen für den Beirat gewonnen werden konnten. Die Aufgabe des Beirats wird es sein, die sozialen Projekte auszuwählen, die von der Postleitzahl-Lotterie unterstützt werden. Das ist eine sehr schöne Aufgabe, denn die Politikerinnen werden viele Gelegenheiten haben, Gutes im Auftrag der zahlreichen Lottospieler zu tun. An der Berufung der beiden erfahrenen Politikerinnen wird deutlich, dass Novamedia hohe Ansprüche hat. Es wäre kaum möglich gewesen, die beiden Spitzenpositionen im Beirat noch besser zu besetzen. Ganz nebenbei ist es auch ein schönes Signal, dass gleich zwei Frauen berufen werden. Traditionell werden solche Posten doch eher mit Männern besetzt. Aber die Zeiten haben sich geändert und das ist auch gut so. Rita Süssmuth und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger haben sich große Verdienste erworben bei der Umsetzung der in der Verfassung festgeschriebenen Gleichberechtigung. Nicht zuletzt durch das persönliche Beispiel dieser beiden Politikerinnen ist es heute selbstverständlich, dass Frauen für sämtliche Spitzenpositionen infrage kommen. Das war zu den Zeiten, als Rita Süssmuth und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aktiv waren, noch nicht durchweg der Fall.

Postleitzahlen-Lotterie soll in Deutschland durchstarten

Die Postleitzahlen-Lotterie von Novamedia gibt es schon in den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien. Deutschland soll der nächste große Markt für die Postleitzahlen-Lotterie werden. Doch es muss sich erst zeigen, ob die deutschen Lottospieler gewillt sind, das Geschäftsmodell der Postleitzahlen-Lotterie von Novamedia zu unterstützen. In Deutschland gibt es eine große Lotto-Tradition, sodass grundsätzlich das passende Bedürfnis bei vielen Menschen vorhanden sein sollte. Aber es stellt sich die Frage, ob die typischen Lottospieler einfach die Lotterie wechseln, nur weil das Konzept interessant ist. Die Berufung von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Rita Süssmuth könnte dazu beitragen, dass zumindest der Bekanntheitsgrad der Postleitzahlen-Lotterie schnell steigen wird. Aber am Ende zählt dann vor allem, wie viele Menschen an der Lotterie teilnehmen. Ein wichtiger Faktor, der für viele Lottospieler relevant sein dürfte, ist die maximale Gewinnhöhe. Bei den deutschen Lotterien ist es mittlerweile möglich, gigantische Summen zu gewinnen. Das kann die Postleitzahlen-Lotterie bislang nicht bieten. Einen Gewinn in Millionenhöhe bietet theoretisch auch die Postleitzahlen-Lotterie. Aber wenn gleichzeitig viele Lottospieler in der Nachbarschaft aktiv sind, kann der Gewinn schnell zusammenschrumpfen. Das Konzept der Postleitzahlen-Lotterie ist anders und spannend. Aber ob dieses Konzept erfolgreich sein wird, entscheiden am Ende ausschließlich die Lottospieler. Es könnte durchaus sein, dass Lottospieler vielleicht doch ein bisschen egoistischer sind als erhofft. Zudem gibt es anders als in vielen Ländern in Deutschland schon lange eine Verpflichtung seitens der Lottogesellschaften, soziale Projekte zu fördern. Ganz neu ist die Idee der Postleitzahlen-Lotterie zumindest in diesem Punkt in Deutschland somit nicht.

Viele Glücksspiel-Fans spielen regelmäßig Lotto. Doch es stellt sich die Frage, ob es den Bedarf für eine zusätzliche Lotterie überhaupt gibt. Die meisten Lottospieler tendieren wahrscheinlich eher dazu, nur bei einem Lottoanbieter aktiv zu werden. Das Budget für die Teilnahme am Lotto ist meist konstant. Lottospieler sind anders als die typischen Casino-Spieler, die nach Lust und Laune gelegentlich einmal in einem Online Casino aktiv werden. Casino-Spieler nutzen auch gerne einmal eine attraktive Gelegenheit, um eine höhere Einzahlung zu machen oder um besondere Spiele auszuprobieren. Lottospieler tendieren dazu, konservativ zu agieren. Es gibt viele Lottospieler, die seit Jahrzehnten die gleichen Zahlen in jeder Woche spielen. Es dürfte nicht einfach sein, diese Lottospieler davon zu überzeugen, zusätzlich oder alternativ die Postleitzahlen-Lotterie von Novamedia auszuprobieren. Deswegen gibt es einige Glücksspiel-Experten, die durchaus skeptisch sind bei der Bewertung der Erfolgschancen der Postleitzahl-Lotterie. Aber grundsätzlich ist es lobenswert, dass eine Lotterie angeboten wird, bei welcher der soziale Zweck eindeutig im Mittelpunkt steht. Das ist am Ende der Grund gewesen, warum sich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Rita Süssmuth überhaupt dazu bereit erklärt haben, den Beirat zu leiten. Für privatwirtschaftlich ausgerichtete Glücksspielanbieter kann die Berufung kaum als Beispiel dienen. Zwar gibt es auch in der Privatwirtschaft mitunter den einen oder anderen Politiker, der an prominenter Stelle auftaucht. Aber eine große Tradition gibt es diesbezüglich in Deutschland nicht. Vielleicht wäre es aber sinnvoll, wenn die deutschen Glücksspielanbieter nicht nur regelmäßig Lobbyarbeit betreiben würden, sondern sich ganz gezielt nach prominenten Aushängeschildern umschauten.

Glücksspiel in Deutschland wird bunter

Die Postleitzahlen-Lotterie ist nur ein Beispiel dafür, dass es mittlerweile sehr viel mehr als die staatlichen Lottogesellschaften, die Spielbanken und die Spielhallen in Deutschland gibt. Mittlerweile gibt es zum Beispiel auch Online Casinos in großer Auswahl. Nächstes Jahr soll eine neue deutsche Glücksspiel-Regulierung in Kraft treten, mit der es möglich sein wird, deutsche Lizenzen für Online Casinos zu bekommen. Das ist eine spannende Entwicklung, denn in den letzten Jahren waren die meisten deutschen Politiker, die sich mit Glücksspiel beschäftigen, vor allem damit beschäftigt, gegen die Online Casinos zu wettern. Doch nun hat sich das Blatt gedreht und die Glücksspielanbieter im Internet bekommen die Anerkennung, die ihnen zusteht. Schon seit vielen Jahren gibt es zahlreiche Glücksspiel-Fans, die gelegentlich oder regelmäßig Online-Glücksspiele nutzen. Die Sportwetten sind schon seit einer Weile anerkannt. Bereits seit 2012 gibt es zum Beispiel in Deutschland eine Wettsteuer. Auch Online-Poker wird mehr oder weniger seit zwei Jahrzehnten geduldet. Nur wenn es um die Online Casinos ging, gab es in der Vergangenheit dann doch schnell Streit zwischen den politischen Entscheidern. Die deutschen Bundesländer, die das Glücksspiel in Deutschland regulieren, haben sich aber in diesem Jahr darauf geeinigt, auch die Online Casinos im deutschen Glücksspielstaatsvertrag zu berücksichtigen. Das ist eine gute Sache, denn dadurch wird ein vernünftiges rechtliches Fundament für das beliebte Online-Glücksspiel geschaffen.

In Deutschland wird es demnächst Anbieter mit deutscher Lizenz geben, die Sportwetten, Casino-Spiele und Poker anbieten. Das ist eine kleine Revolution, jedenfalls auf dem Papier. Faktisch gibt es diese Angebote schon seit vielen Jahren. Die großen Casinos, Buchmacher und Poker Anbieter im Netz arbeiten in der Regel mit EU-Lizenzen. Diese EU-Lizenzen sollen nun von deutschen Lizenzen abgelöst werden. Derzeit wird darüber diskutiert, wie eine Übergangsregelung bis Mitte 2021 für die Online Casinos aussehen könnte. Das staatliche Glücksspielmonopol ist in Deutschland schon längst Geschichte. In der Praxis hat dieses Glücksspielmonopol, das von Glücksspielgegnern immer wieder angeführt worden ist, aber schon lange nicht mehr existiert. Immerhin gibt es schon seit Jahrzehnten in Deutschland privat geführte Spielhallen. Nur die Spielbanken waren lange Zeit komplett in staatlichem Besitz. Doch das hat sich zuletzt auch geändert. NRW hat zum Beispiel beschlossen, sämtliche Spielbanken zu verkaufen. Insofern ist es nur logisch und richtig, dass auch die Online Casinos akzeptiert werden. Es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Spielhallen, Spielbanken und Online Casinos. Nur bei der Regulierung hat es bislang erhebliche Unterschiede in Deutschland gegeben. In anderen Ländern, zum Beispiel in Großbritannien und Schweden, gibt es schon seit einiger Zeit eine umfassende Regulierung des Online-Glücksspiels. Die Postleitzahlen-Lotterie ist eine spannende Sache, aber für die meisten Glücksspiel-Fans in Deutschland ist es viel wichtiger, dass es demnächst Online Casinos mit deutscher Lizenz geben wird.

Hier mehr über die Postleitzahlen-Lotterie in Deutschland lesen (auf Englisch).