Das Saarland öffnet die Spielhallen. Das ist ein echtes Highlight für die zahlreichen Glücksspiel-Fans, die seit langer Zeit auf das stationäre Angebot verzichten müssen. Im Rahmen eines Modellversuches bekommen die Betreiber der saarländischen Spielhallen eine außergewöhnliche Chance. In den letzten Monaten mussten die saarländischen Glücksspiel-Fans auf Spielhallen-Besuche verzichten. Doch während in vielen anderen Bundesländern die Spielhallen weiterhin geschlossen bleiben, öffnet das Saarland nun vorsichtig unter Berücksichtigung eines neuen Hygienekonzepts zahlreiche Geschäfte. Es ist durchaus eine Überraschung, dass auch die Spielhallen wieder öffnen dürfen. Aber zusammen mit Theatern, Kinos, Restaurants und Fitnessstudios dürfen auch die Spielhallen im Saarland wieder Kunden empfangen. Das sogenannte Saarland-Modell sieht vor, dass eine vorsichtige Öffnung stattfindet.  Der Modellversuch ist nicht unumstritten und kann je nach Lage auch schnell wieder beendet werden. Das Ziel der saarländischen Landesregierung unter Ministerpräsident Tobias Hans ist es, ein Stück weit wieder Normalität zuzulassen. Zumindest für den Moment sollte das gelingen.

Spielhallen im Saarland wieder geöffnet

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Eine wichtige Rolle werden dabei aktuelle Schnelltests spielen. Ein umfangreiches Hygienekonzept hatten die Spielhallen im Saarland ohnehin schon erarbeitet. Im Kern wird es darum gehen, die üblichen Regeln, die auch in Supermärkten und Apotheken gelten, umzusetzen. Zudem ist auch die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig in einer Spielhalle sein dürfen, begrenzt. Das ganz große Geschäft werden die Spielhallen-Betreiber somit auch nach der Öffnung nicht machen.

Ohne jeden Zweifel ist es für die Glücksspielbranche im Saarland positiv, dass es überhaupt wieder möglich ist, Einnahmen zu generieren. Viele Spielhallen werden von kleinen Unternehmern betrieben, die keine andere Einnahmequelle haben. In den letzten Monaten sind viele Spielhallen-Betreiber bereits an ein finanzielles Limit gestoßen. Auch wenn große Glücksspielanbieter wie die Gauselmann-Gruppe ihren Kooperationspartnern finanziell entgegengekommen sind, stehen doch viele Spielhallen-Betreiber vor dem wirtschaftlichen Aus. Selbst wenn der Modellversuch scheitern sollte im Saarland, könnte es deswegen für viele Spielhallen-Betreiber wichtig sein, zumindest für ein paar Wochen wieder Einnahmen zu generieren, um die letzte Phase der Gesundheitskrise auch noch zu überstehen. Nicht zuletzt dürfte es auch wichtig sein, dass die Glücksspiel-Fans wieder eine Alternative zu den Online Casinos haben. Nicht jeder Glücksspiel-Fan möchte ständig im Internet spielen. Aber trotzdem dürfte es auch im Saarland nicht zu einem großen Run auf die Spielhallen kommen. Viele Menschen sind vorsichtig und möchten im Zweifel noch warten, bis es kein nennenswertes Risiko mehr gibt. Die Spielhallen-Betreiber in anderen Bundesländern werden ganz genau auf das Saarland schauen in den nächsten Wochen. Wenn der Modellversuch erfolgreich ist, dürfte bald der Druck in anderen Bundesländern zunehmen, auch die Spielhallen wieder zu öffnen. Es kann aber auch sein, dass das Saarland als Modellregion sehr schnell scheitert. Das wäre dann auch für die Spielhallen-Betreiber ein Problem.

Stationäres Glücksspiel nicht nur im Saarland unter Druck

Für die Anbieter stationärer Glücksspiele sind die Zeiten schwierig bis fürchterlich. Durch die Gesundheitskrise ist seit über einem Jahr kein regulärer Geschäftsbetrieb möglich. Zwar gab es zeitweise geöffnete Spielhallen, nicht nur im Saarland. Aber durch die besonderen Hygienevorschriften war es nirgendwo möglich, auch nur ansatzweise gute Geschäftsergebnisse zu erzielen. Für die Spielhallen-Betreiber geht es seit über einem Jahr nur darum, irgendwie durch die Krise zu kommen. Lukrative Geschäfte machen aktuell nur die Online-Spielbanken, die ihre Angebote ohne Einschränkungen und Hygienevorschriften präsentieren können. Aber auch die größten Befürworter der Online-Spielbanken würden niemals behaupten, dass in naher Zukunft das Online-Glücksspiel das stationäre Glücksspiel komplett ersetzen kann. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich eine Balance zwischen diesen beiden Welten entwickeln wird. Die Frage ist nur, wie groß der Marktanteil des Online-Glücksspiels nach der Krise sein wird. Einige Glücksspielexperten glauben bereits, dass durch die Krise der Marktanteil des Online-Glücksspiels dauerhaft steigen wird. Es kann aber auch sein, dass es nach der Krise einen großen Boom beim stationären Glücksspiel geben wird. Seriös abschätzen lässt sich das nicht im Moment.

Sicher scheint allerdings, dass das Online-Glücksspiel auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. In Deutschland gibt es schon jetzt eine Übergangsregelung, die am 1. Juli 2021 durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag ersetzt wird. Fortan werden Glücksspielanbieter in Deutschland auch im Internet Angebote präsentieren können, ohne auf eine EU-Lizenz zurückgreifen zu müssen. Die deutsche Lizenz für Online-Spielbanken könnte den Markt komplett verändern. Für Spielhallen-Betreiber ist die aktuelle Krise dramatisch. Aber langfristig könnte von den Online-Spielbanken die größere Gefahr drohen. Im Saarland werden sich die meisten Spielhallen-Betreiber jedoch mit dieser Thematik erst wieder nach der Krise beschäftigen. Im Moment geht es vor allem darum, Glücksspiel-Fans für die Angebote zu begeistern. Die gesamte deutsche Glücksspielbranche schaut gespannt in das Saarland. Wenn die Modellregion mit den Spielhallen-Öffnungen Erfolg hat, wird es wahrscheinlich schon bald in anderen Bundesländern auch zu Spielhallen-Öffnungen kommen. Viele Glücksspiel-Fans würden das begrüßen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist angesichts der schwierigen Gesamtlage allenfalls vorsichtiger Optimismus empfehlenswert.