Grelle Schminke, Feuer, das aus Gitarren lodert und Plateaustiefel. Bühnenshows mit gigantischer Pyrotechnik, zertrümmerte Instrumente à la Pete Townsend und harte Rhythmen. Spätestens jetzt weiß jeder, wer gemeint ist: KISS. Die US-amerikanische Heavy Metal Band ist aktuell mit ihrer „End of the Road Tour“ auf weltweiter Abschiedstournee. Diese begann am 31. Januar 2019 im kanadischen Vancouver und endet am 17. Juli 2021 in ihrer Heimatstadt New York. Darunter sind auch einige Konzerte in Deutschland, zum Beispiel in der Frankfurter Festhalle, der Hanns Martin Schleyer Halle in Stuttgart und der Dortmunder Westfalenhalle. Doch von Ruhestand wollen die beiden Frontmänner Gene Simmons (69) und Paul Stanley (67) noch lange nichts wissen. Auch wenn sie sich von der Bühne verabschieden verfolgen sie noch ehrgeizige Pläne. Und die Eröffnung eines großen Casino-Komplexes in Biloxi im US Bundesstaat Mississippi steht dabei ganz oben auf ihrer Liste. 

Casino Projekt der Rockband Kiss steht kurz vor der Eröffnung

Kiss Rockband Online CasinoDer Hotel- und Glücksspielbetreiber RAM Group hatte im vergangenen Jahr ein gut 10 Hektar großes Gelände in Biloxi, Mississippi, erworben, auf dem das Margaritaville Casino steht. Schon vor 6 Jahren wurde das Margaritaville geschlossen, da sich ein Streit zwischen dem Vermieter und dem Casinobesitzer nicht schlichten ließ. Seither stand das Gebäude leer. Gemeinsam mit der Restaurantkette Rock & Brews, die in Anteilen auch Bassist Gene Simmons und Gitarrist Paul Stanley gehört, will die RAM Group das Casino nun umbauen und zu neuem Leben erwecken. Dazu gehören mehrere Dutzend Spieltische, von Blackjack bis hin zu Roulette, und weit über 1.000 Spielautomaten, aber auch ein Konzertsaal mit einer Kapazität von 3.000 Besuchern.  Außerdem wird ein Hotel mit rund 300 Zimmern erbaut, die von ihren Balkonen einen freien Blick auf die Biloxi Bay gewähren. Die Finanzierung steht, die Standortgenehmigung von der Mississippi Gaming Commission liegt bereits vor und das entsprechende Genehmigungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Zu der geplanten Kooperation mit den beiden Rockgiganten sagt Tom Moore, einer der CEOs der RAM Group: „KISS mag die Gastfreundschaft, die wir pflegen. Sie nennen es den südländischen Charme. Wenn die Leute hierher kommen, werden sie eine ganz andere Erfahrung fühlen und sich an Spieltischen und Automaten wiederfinden, die in Rocklegenden Hallen stehen.“ Er fügt noch hinzu: „Es gibt ein hohes Potenzial, diesen Teil von Biloxi wieder zum Leben zu erwecken. Der Bürgermeister plant gerade eine Reihe von Promenaden zu bauen, und wir hoffen, dass eine dieser Promenaden bis zu unserem Grundstück führen wird.“ 

Klar ist auf jeden Fall, dass Paul Stanley und Gene Simmons noch vor ihrem Konzert in Biloxi, das am 15. März 2020 stattfindet, das offizielle Band auf dem Casino-Grundstück durchschneiden werden.

Alle Ex-Bandmitglieder bei finaler Show?

Parallel zu dem Casino Projekt arbeitet die Band an einer Dokumentation über sich selbst, die bereits zur Hälfte abgeschlossen ist. Als Regisseur haben sie den erfahrenen John Dorsey gewinnen können. „Wir haben Interviews vor der Kamera gemacht. John stellt viele historische Aufnahmen zusammen und spricht mit verschiedenen Quellen, einschließlich uns und bezieht unsere Archive mit ein. Ich habe schon ein bisschen gesehen, und ich denke, das wird wirklich aufregend,“ sagt Gitarrist Tommy Thayer (59). Darüber hinaus ist ein filmisches Kiss Biopic in Planung. Details werden zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nichts Preis gegeben. Wer weiß, vielleicht kommt ebenfalls auch ein eigenes neues Online Casino auf uns zu.

Ein weiteres Projekt liegt Gene Simmons und Paul Stanley sehr am Herzen. Bei ihrer letzten Show am 17. Juli 2021 in New York wollen sie noch einmal mit allen ehemaligen Bandmitgliedern gemeinsam auf der Bühne stehen. Manager Doc McGhee sagt dazu: „Es wird großartig werden. Es wird ein würdiges Ende des Weges werden. Und es wird 45 Jahren von Kiss würdig sein. Wir wollen jeden feiern und werden vielleicht alle ehemaligen Mitglieder hervorholen. Zumindest würden wir das gerne. Niemand sagt ‚Wir hassen diesen Typen; wir hassen diesen Kerl.‘ Wir wollen jeden, der sich zeigen will.“ Die Gespräche laufen bereits. Auch Gitarrist Vinnie Vincent, Ace Frehley und Peter Criss sind angesprochen worden, doch so einfach, wie es im ersten Moment aussieht, ist es leider nicht. Doc McGhee erklärt das folgendermaßen: „Es ist ziemlich schwierig. Wenn die Leute sagen: ‚Oh, ihr solltet Ace und Peter hervorholen.‘ Wie stellst du das an, wenn du zwei Catmen und zwei Spacemen hast? Also sagst du: ‚Okay, ihr tragt keine Schminke, und ihr tragt Schminke.‘- Und die anderen sagen: ‚Naja, aber das war doch mein Make-up.‘ Ich weiß nicht. Es ist also richtig schwer umzusetzen, aber wir werden es schon rauskriegen, weil sie ein großer Teil des Erbes von Kiss sind. Und sie werden von Gene Simmons und Paul Stanley und jedem in diesem Raum als Gründungsmitglieder gewürdigt. Es ist euch wichtig, es ist uns wichtig. Es ist nur eine Frage des Gleichgewichts, und ob wir es dahin bringen, wo es für jeden funktioniert und jeder eine tolle Zeit hat.“

KISS - Bühnenoutfits verhindern das Weitermachen 

Kiss zählt wie Black Sabbath mit Ozzy Osbourne oder Guns N' Roses mit weltweit mehr als 100 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Heavy Metal Bands überhaupt. 1973 gegründet zeigten sich die Bandmitglieder über zehn Jahre hinweg in der Öffentlichkeit niemals ungeschminkt. Jeder hat seine eigene festgelegte Schminkmaske. Auf einer weißen Grundierung werden in schwarz oder silbern The Demon, The Catman, The Spaceman und The Starchild dargestellt. Warum Kiss bis heute stark maskiert auftritt erklärt Paul Stanley so: „Eigentlich nur, weil wir das spaßig finden. Natürlich schockierten wir früher die Leute mit diesen wilden Farben im Gesicht. Aber wir lachten nur darüber und bekamen genau die Aufmerksamkeit, die wir wollten.“ Im Laufe der Jahre veränderte sich das Design, aber die schweren Bühnenkostüme und die hohen Plateaustiefel blieben. Einer der Gründe für ihren Abschied liegt tatsächlich in diesen Bühnenoutfits. „Wir können das nicht ewig so weitermachen. Das ist körperlich unmöglich,“ sagt Paul Stanley. „Wenn wir in Turnschuhen und Jeans auf der Bühne stehen würden, dann könnten wir auch noch mit 90 Rock spielen. Aber versuch mal, ein 50 Pfund schweres Kostüm anzulegen, damit rumzurennen und es einfach aussehen zu lassen.“

Letztes Update am 29.10.2020
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