Isai Scheinberg, einer der Gründer von Pokerstars, hat sich den US-Behörden gestellt. Nachdem Scheinberg jahrelang in der Schweiz Zuflucht gesucht hatte, um sich vor den amerikanischen Behörden zu schützen, gibt es jetzt eine interessante Wende. Nach Medienberichten hat Steinberg vor seiner Reise in die USA ausgehandelt, dass es nicht zu einer Gefängnisstrafe kommen wird.

Immer noch Nachwirkungen von Black Friday

Poker & Baccarat Casino PokerAls Black Friday wird einer der unangenehmsten Tage für Pokerspieler in der Geschichte des Glücksspiels bezeichnet. Im Jahr 2011 schloss die US-Staatsanwaltschaft innerhalb kürzester Zeit mehrere große Poker-Webseiten, unter anderem auch Pokerstars. Für Isai Scheinberg, einen der Gründer von Pokerstars, war das ein heftiger Schlag. Doch nicht nur die fehlenden Einnahmen wurden zum Problem. Viel schlimmer war, dass die US-Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren einleitete und am Ende zu einer Anklage wegen Geldwäsche und Bankenbetrug gelangte. Steinberg entzog sich dem Verfahren durch den Aufenthalt in der Schweiz. Der 73-jährige Unternehmer hat aber offensichtlich die Nase voll davon, in dem hübschen Alpenland Asyl zu suchen. Die US-Behörden haben wohl signalisiert, dass das Verfahren abgeschlossen werden kann gegen eine hohe Geldstrafe und eventuell auch gegen eine Haftstrafe auf Bewährung. Für Scheinberg ist wohl am wichtigsten, dass kein Gefängnisaufenthalt droht. Nach seiner Einreise in den USA wurde der israelische Unternehmer sofort festgenommen. Allerdings kam es unmittelbar nach der Festnahme zu einer Freilassung auf Kaution. Dafür musste Scheinberg einen Betrag in Höhe von 1 Million Dollar hinterlegen. An der Höhe der Kaution wird deutlich, dass der Unternehmer mit einer hohen Strafe rechnen muss. Doch alles deutet darauf hin, dass die Rahmenbedingungen längst ausgehandelt sind zwischen der Verteidigung des Angeklagten und der US-Staatsanwaltschaft.

Pokerstars war bis zur Schließung im Jahr 2011 auf dem US-Markt enorm erfolgreich. Allerdings hatten die Firmenbesitzer ganz offensichtlich die Bereitschaft der US-Behörden unterschätzt, massiv gegen Gesetzesverstöße im Glücksspiel-Bereich vorzugehen. Seit 2006 galt in den USA ein Verbot von Online-Poker. Jedoch hielt sich bis zum Black Friday keiner der großen Anbieter an dieses Verbot. Deswegen ging vermutlich auch Scheinberg davon aus, dass die Behörden das illegale Geschäft dulden würden. Doch durch verschiedene Umstände stellte sich das als Irrtum heraus. Ohne Vorwarnung schlugen die US-Behörden schließlich im April 2011 zu und legten alle großen Pokerseiten in den USA auf Eis. Die Folge war ein riesiger Schock in der Pokerwelt. Viele Pokerspieler mussten lange warten, bis ihre Guthaben ausgezahlt wurde. Bei Pokerstars wurden später alle Kunden-Guthaben ausgezahlt. Aber bei der Konkurrenz war das nicht durchweg der Fall. Vielleicht ist das ein Grund, warum Pokerstars nach wie vor eine populäre Marke ist. In den USA ist Pokerstars zwar seit 2011 nicht mehr aktiv, aber in Europa gibt es nach wie vor viele Pokerspieler, die online bei Pokerstars spielen. Für den Firmengründer Isai Scheinberg ist die Sache jedoch nach wie vor nicht abgeschlossen. Erst wenn ein rechtskräftiges Urteil gesprochen ist im aktuellen Verfahren, kann Scheinberg die Sache hinter sich lassen.

Gute Entwicklung für Scheinberg und US-Behörden

Die Bereitschaft von Isai Scheinberg, mit den US-Behörden zu kooperieren, ist nicht ganz neu. Seit dem Black Friday gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen der US-Staatsanwaltschaft und der Verteidigung des israelischen Unternehmers. Unter anderem war es durch diesen Austausch möglich, relativ schnell die Guthaben der betroffenen Spieler auszuzahlen. Aber ganz offensichtlich waren die US-Behörden in den letzten Jahren nicht dazu bereit, eine mögliche Haftstrafe vom Tisch zu nehmen. Personelle Wechsel, die in den letzten Jahren in der US-Staatsanwaltschaft vollzogen worden sind, mögen eine Rolle dabei gespielt haben, dass sich die Strategie dieser wichtigen Behörde geändert hat. Vermutlich möchte die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun möglichst schnell vom Tisch haben. Zudem wäre die Alternative, dass Scheinberg weiter in der Schweiz bleibt und nach wie vor kein Zugriff möglich wäre. Deswegen ist es eine pragmatische Lösung, auf eine Haftstrafe zu verzichten und stattdessen eine hohe Geldstrafe zu beantragen. Letztlich ist das für die amerikanischen Steuerzahler die beste Lösung. Zudem gibt es wohl kaum eine Staatsanwaltschaft, die Freude daran hat, Verfahren über viele Jahre lang im Schwebezustand zu halten.

Für Isai Scheinberg ist der aktuelle Deal, der im Hintergrund wohl verhandelt worden ist, die optimale Lösung. Zwar wird der Israeli eine hohe Geldstrafe bezahlen müssen. Aber dem Vernehmen nach ist das wohl kein größeres Problem. Viel wichtiger ist, dass Scheinberg in Zukunft wieder reisen kann. Die Schweiz ist ein schönes Land, aber auf Dauer für einen polyglotten Menschen wie Scheinberg dann vielleicht doch ein bisschen zu klein. Zudem hat Scheinberg mittlerweile ein Alter erreicht, in dem es immer schwieriger wird, auf Zeit zu spielen. Die moderne Medizin macht zwar vieles möglich, aber wenn Scheinberg bei voller Gesundheit Reisen unternehmen möchte, wird es Zeit, das Pokerstars-Verfahren abzuschließen. Es wird spannend sein zu sehen, wie hoch die Geldstrafe am Ende sein wird, die der israelische Unternehmer bezahlen muss. Es ist davon auszugehen, dass es sich um einen beträchtlichen Betrag handelt. Aber genauere Details über den vermuteten Deal gibt es bislang jenseits des Verzichts auf eine Haftstrafe nicht. Wahrscheinlich wird es aber nicht lange dauern, bis über den Abschluss des Verfahrens berichtet wird. Ob es zu einem Urteil oder zu einer außergerichtlichen Einigung kommt, ist derzeit nicht bekannt. Beides scheint möglich, wobei auch die Eigenheiten des amerikanischen Rechtssystems berücksichtigt werden müssen.

Online-Poker hat nachhaltigen Schaden erlitten

Die große Zeit des Online-Pokers scheint vorbei zu sein. Durch den Black Friday hat es einen nachhaltigen Vertrauensverlust gegeben, von dem sich die Branche nie richtig erholt hat. Zwar werden nach wie vor stattliche Umsätze mit Online-Poker weltweit gemacht. Aber der ganz große Boom ist vorbei. Darüber hinaus gibt es das Problem, dass es mittlerweile möglich ist, mit neuronalen Netzen Pokerbots zu erstellen, die selbst die besten Pokerprofis in Schwierigkeiten bringen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Online-Poker wahrscheinlich überhaupt nicht mehr möglich sein wird, weil jeder kleine Pokerspieler die passende Software haben auf dem Computer wird, um jeden menschlichen Gegner auf der Welt regelmäßig zu schlagen. In den letzten Jahren waren die Online-Buchmacher und die Online Casinos wesentlich erfolgreicher. Es spricht einiges dafür, dass sich das nicht allzu bald ändern wird. Die Umsätze mit Sportwetten und Casino-Spielen im Internet steigen, während beim Poker die Umsätze schon seit einer ganzen Weile stagnieren oder zurückgehen.

Letztes Update am 10.09.2020
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