Eins steht für Hossein Ensan fest: „Pokern wird größer als Fußball!“ Nach dem Ausfall der diesjährigen Poker WM aufgrund der weltweiten Gesundheitskrise gilt der deutsch-iranische Poker-Weltmeister vom letzten Jahr, Hossein Ensan, auch aktuell noch als amtierender Titelträger. Ursprünglich war die 51. Austragung der Poker-Weltmeisterschaft für den Zeitraum 25. Mai bis 15. Juli 2020 im Rio All Suite Hotel and Casino in Las Vegas geplant, doch nun findet die World Series of Poker (WSOP) seit dem 1. Juli dieses Jahres online statt.  Glaubt man Poker-Weltmeister Hossein Ensan, dann befindet sich die weltweite Poker-Szene im Aufschwung: „Pokern ist eine Wachstumsbranche und wird noch viel größer als heute der Fußball.“ Die Fans des „Karten-Sports“ wird es freuen, die Millionen an Fußballbegeisterten auf der ganzen Welt haben für derartige Aussagen vermutlich nur ein Kopfschütteln übrig

Zweiter Poker-Weltmeister aus Deutschland

Hossein Ensan PokerEin gutes Jahr ist es mittlerweile her, dass der 56-Jährige die Sensation perfekt machte und Poker-Deutschland endlich wieder einen Weltmeister hatte. 10 Millionen US Dollar an Siegprämie und das goldene Bracelet kassierte Hossein Ensan damals. Das war der zweithöchste Gewinn in der Geschichte der World Series of Poker. Der frisch gebackene Main-Event-Sieger jubelte damals: „Es ist unglaublich. Ich kann diesen Moment noch nicht begreifen. Ich muss erstmal schlafen gehen, wieder aufwachen, und vielleicht weiß ich dann, dass ich das Armband besitze,“ und fügte noch etwas verunsichert hinzu: „Vielleicht ist es ja auch nur ein Traum. Ich weiß es gerade wirklich nicht.“ Doch eins ist sicher: es war kein Traum, sondern Wirklichkeit. Davon kann er sich nun tagtäglich überzeugen, wenn er den Haustürschlüssel im Schloss umdreht. Von der Siegprämie kaufte Ensan für seine Familie und sich eine 500 qm große Villa in Greven, in der Nähe von Münster, mit Marmorfußboden und einem 2.000 qm großen Garten. Geblieben war ihm von der hohen Siegprämie knapp Dreiviertel der Summe, die er dann in Deutschland versteuern musste. Der Rest ging für Bürokratie drauf und an Leute, die „mitverdient“ haben. Es ist nicht unüblich, dass Pokerspieler andere an ihren Gewinnen beteiligen, sofern sie in die Startgebühr anteilig Geld investieren. Hossein Ensan ist der zweite Deutsche, der den Titel Poker-Weltmeister tragen darf. Vor ihm gelang es erstmalig Pius Heinz im Jahre 2011. Sein Preisgeld lag damals bei rund 8,7 Millionen US Dollar.

Bei der WSOP 2019 hatte Hossein Ensan sich schließlich mit insgesamt 8.569 Entries gegen seine beiden Kontrahenten, die beiden Mitfavoriten Dario Sammartino aus Italien und Alex Livingston aus Kanada, als Bester durchgesetzt. Die vielen Entries der insgesamt 2.486 Spieler sorgten bei dem Mega-Event World Series of Poker 2019 für einen Gesamt-Preispool von mehr als 80 Millionen US Dollar.

„Ich bin wie Ronaldo oder Messi“

Auch vor der WSOP im vergangenen Jahr war Hossein Ensan kein Unbekannter mehr in der weltweiten Poker-Szene. Seit 2001 spielt er Poker und nimmt seit 2013 an großen internationalen Turnieren teil. In Barcelona schaffte er es auf Platz 3 beim Main Event der European Poker Tour (EPT) und beim Prager EPT Main Event gelang ihm sogar der Sieg. Durch Live Turniere hat Ensan sich mittlerweile mehr als 13 Millionen US Dollar erspielt und zählt damit zu den erfolgreichsten Pokerspielern Deutschlands.  Geboren wurde Hossein Ensan 1964 im Iran. Erst 1990 kam er in die BRD. Vor seiner Poker-Karriere verdingte er sich einige Jahre als Taxifahrer. Seit seinem sensationellen Poker-WM-Sieg wird es für Hossein Ensan nun immer schwieriger, noch Gegner zu finden. Es gibt nicht mehr viele Spieler, die noch gegen ihn antreten wollen. „Es gibt Leute, die nicht mehr gerne gegen mich spielen wollen. Ich bin gnadenlos, ein wirklich unangenehmer Mitspieler. Jeden Fehler des Gegners bestrafe ich sofort,“ kommentiert Ensan diese Situation. „Ich freue mich einfach, dass ich alle meine Ziele erreicht habe. Ich habe immer an mich geglaubt. Sonst darf man mit Pokern nicht anfangen. Ich bin wie Ronaldo oder Messi. Die Leute haben keine Chance, wenn ich am Tisch sitze.“ So erging es auch seinen Gegnern vor einem Jahr. Nachdem er es bis an den Finaltisch geschafft hatte, wollte er Fünfter werden. Das war sein Minimalziel. Als er das erreicht hatte, war sein nächstes Ziel, unter die letzten Drei zu kommen. „Dann dachte ich: Vizeweltmeister wäre doch schön,“ erklärt Hossein Ensan. Für ihn sei es wichtig, „... einen Schritt nach dem anderen zu denken - und nicht an den Sieg.“

Immerhin war es nicht leicht Alex Livingston und Dario Sammartino zu schlagen. Als es nur noch um diese Drei ging, verlor Ensan zwischenzeitlich die Führung und seine beiden Gegner wechselten sich an der Spitze ab. Eine ganze Zeit lang ging das so, bis es dem Deutsch-Iraner gelang, zurückzuschlagen. Als Erstes flog Livingston aus dem Turnier. Einige Zeit später gelang es Ensan mit einem Paar Könige nach 301 gespielten Händen Dario Sammartino zu schlagen und sich dadurch den Titel zu sichern. „Es ging auf und ab,“ sagte Hossein Ensan unmittelbar nach dem Turniergewinn zu einem Reporter. „Man braucht Glück, man braucht Können und einen guten Lauf. Alles hat funktioniert.“

Letztes Update am 29.10.2020
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