Pferdewetten sind in vielen Ländern nach wie vor sehr populär. Vor allem in Großbritannien, den USA, Australien, Südafrika und einigen asiatischen Ländern werden große Umsätze mit Pferdewetten gemacht. Doch durch die aktuelle Krise war es lange Zeit nicht möglich, Pferderennen im gewohnten Umfang zu veranstalten. Nun hofft die Branche auf eine schnelle Erholung, um einen nachhaltigen Schaden zu vermeiden. Auf dem Höhepunkt der aktuellen Gesundheitskrise zwischen März und April sind nicht nur in Großbritannien viele Pferderennen ausgefallen. Auch in Hongkong, Südafrika, Australien und den USA mussten viele kleine und große Pferderennen abgesagt werden. Mittlerweile finden nahezu überall wieder Pferderennen wie geplant statt. Aber die Verluste aus den Krisenmonaten haben die Veranstalter hart getroffen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Grand National, das größte und wichtigste Pferderennen in Großbritannien. Dieses Pferderennen musste komplett abgesagt werden. Normalerweise machen die Buchmacher mit diesem Rennen die größten Pferdewetten-Umsätze des Jahres. Doch in diesem Jahr war alles anders.

Ausfall vieler Pferderennen in der Krise

Horserace Betting Immerhin gab es noch einige Pferderennen, die sich für Wetten angeboten. Aber letztlich sind es vor allem die großen Events, die nicht nur die typischen Pferdewetten-Fans, sondern auch die ganz normalen Sportwetten-Fans anziehen. Fakt ist, dass viele Rennbahnen in diesem Jahr deutlich geringere Einnahmen haben werden als sonst. Für den Pferdesport ist das ein Problem, da ein großer Teil der Einnahmen über Pferdewetten generiert wird. Doch auch für die vielen Buchmacher, die auf die populären Pferdewetten verzichten mussten, ist die Situation nicht einfach. Besonders unschön ist die Situation für die Wettanbieter in Großbritannien. Zwar ist Fußball auch in Großbritannien die wichtigste Sportart für Buchmacher. Aber Pferdewetten sind in England wesentlich beliebter als beispielsweise in Deutschland. Deswegen haben die ausgefallenen Pferderennen tiefe Löcher in der Umsatzplanung der Buchmacher hinterlassen.

Für den Pferdesport ist es problematisch, dass viele Rennen ausgefallen sind. Der Pferdesport ist ein sehr kostenintensiver Sport, der letztlich davon lebt, dass sich einige reiche Menschen den Luxus leisten, Pferde zu halten und zu züchten. Doch angesichts der unsicheren Gesamtsituation befürchten einige Experten, dass sich potenzielle Investoren in naher Zukunft zurückhalten werden, bis sich der Markt wieder normalisiert hat. Vielleicht gibt es aber auch den einen oder anderen Investor, der die Chance nutzt und zu einem günstigeren Preis Pferde kauft. Abschließend lässt sich das erst mit einigem zeitlichem Abstand beurteilen. Klar ist aber, dass der Pferdesport darauf angewiesen ist, dass das kommende Jahr wieder im normalen Turnus abläuft. Ein weiteres Krisenjahr kann sich der Pferdesport kaum leisten. Pferdebahnen sind sehr teuer und wären ohne des Pferdewetten-Geschäft nicht finanzierbar. Das ist ein Grund, warum in Deutschland kaum noch Rennbahnen betrieben werden. Da die deutschen Sportwetten-Fans sich nur mäßig für Pferdewetten interessieren, werden keine hohen Umsätze erzielt. Deswegen ist es für die Rennsport-Vereine enorm schwierig, die Pferdebahnen in Schuss zu halten. Aber in Großbritannien ist die Situation grundsätzlich anders, denn Pferderennen sind nach wie vor in allen Gesellschaftsschichten beliebt. Aber in der aktuellen Krise wird auch deutlich, dass andere Sportarten doch deutlich besser organisiert sind bei der Rückkehr in die Normalität. Im Fußball hat zum Beispiel die Premier League den Vorteil gehabt in den letzten Monaten, dass es möglich war, die Saison in komprimierter Form doch noch komplett zu spielen. Dahingegen was schon aus organisatorischen Gründen nicht möglich, die großen Pferderennen, die im Frühjahr ausgefallen sind, später nachzuholen.

Buchmacher können Verluste nicht aufholen

Bei den britischen Buchmachern ist mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Eine Weile lang hatten die Buchmacher noch gehofft, dass es möglich sei, einen großen Teil der verlorenen Einnahmen im Laufe des Jahres zu kompensieren. Doch dazu wird es im Jahr 2020 nicht kommen, denn einige große Sportveranstaltungen sind bereits abgesagt. Die Europameisterschaft der Fußballer findet nicht statt. Auch Olympia kann erst im nächsten Jahr ausgerichtet werden. Die Pferdewetten, die im Frühjahr ausgefallen sind, werden ebenfalls nicht nachgeholt. Die verlorenen Einnahmen können somit an keiner Stelle nachgeholt werden. Zudem werden auch die britischen Sportwetten-Fans nicht plötzlich die Wetteinsätze, die sie im Frühjahr nicht platziert haben, plötzlich im Herbst oder im Winter platzieren. Darüber hinaus müssen nicht nur in Großbritannien die Sportwettenanbieter damit leben, dass viele Sportwetten-Fans in ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind. Die aktuelle Krise hat große Verwerfungen in der Gesellschaft hinterlassen. Viele Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz oder sind bereits arbeitslos. Das ist eine Gemengelage, in der sich viele Sportwetten-Fans auf die wesentlichen Dinge des Lebens beschränken werden. Dazu gehören Sportwetten eher nicht. Nicht nur in Großbritannien hoffen die Sportwettenanbieter, dass das Jahr 2020 keine negativen Überraschungen mehr bietet. Der aktuelle Stand ist, dass es wieder Pferdewetten und Fußballwetten gibt. In Großbritannien sind das die beiden beliebtesten Sportarten für Sportwetten-Fans. Somit besteht die berechtigte Hoffnung, dass zumindest die Einnahmen in den nächsten Monaten auf einem soliden Niveau etabliert werden können.

Die große Erholung kommt für die Buchmacher-Branche aber voraussichtlich erst im Jahr 2020. Die aktuellen Prognosen der Gesundheitsexperten sind gut, sodass die Chance besteht, dass sich im Jahr 2020 eine Normalisierung einstellt. Angesichts der Erfahrungen der letzten Monate sollte es möglich sein, auch im Jahr 2020 zumindest einen großen Teil der geplanten Sportveranstaltungen durchzuführen. Wenn die Gesundheitskrise komplett gelöst wird, werden alle Veranstaltungen stattfinden. Das lässt sich im Moment aber noch nicht mit Sicherheit prognostizieren. Aber selbst, wenn die Situation so bleiben sollte, wie sie aktuell ist, werden die meisten Sportveranstaltungen, insbesondere Fußballspiele und Pferderennen, wie geplant stattfinden können. Das wäre eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Sportwettenanbieter im nächsten Jahr wieder bessere Ergebnisse präsentieren können. Doch die vielen Unwägbarkeiten machen es den Anbietern nicht leicht. Es kann zum Beispiel auch in Großbritannien wieder zu einer Schließung der Wettbüros kommen, wenn sich die Situation dramatisch verschärfen sollte. Solange keine Sportveranstaltungen abgesagt werden müssen, können immerhin noch die Online-Wettanbieter profitieren. Aber generell lässt sich feststellen, dass die Sportwetten-Branche eine dramatische Phase durchlebt. Am Ende dieser Phase wird es wahrscheinlich deutlich weniger Buchmacher geben, nicht nur in Großbritannien. Der Ausfall zahlreicher Pferderennen war gerade für die kleinen Wettbüros ein riesiges Problem. Viele Experten prognostizieren, dass die Online-Sportwetten durch die Krise eine deutlich größere Bedeutung bekommen werden.

Pferdesport nicht das größte Problem in Großbritannien

Auch wenn der Pferdesport in Großbritannien sehr populär ist, muss doch festgestellt werden, dass es sich um einen Sport handelt, der vor allem von Menschen ausgeübt wird, die über überdurchschnittlich gute finanzielle Möglichkeiten verfügen. Das gilt insbesondere für die Besitzer der Rennställe und Pferde. Es mag einige Ausnahmen geben, insbesondere bei den Jockeys, aber generell gilt, dass Fußball doch der deutlich breitenwirksamere Sport ist. Dass die Pferdewetten in Großbritannien trotzdem eine große Beliebtheit haben, liegt vor allem an der großen Tradition. Aber wenn der Pferdesport in diesem Jahr deutlich weniger Einnahmen bringt, wird das am Ende doch vor allem die Menschen treffen, die genügend Geld haben, um sich diese Verluste leisten zu können. Bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten der Branche, sollte nicht vergessen werden, dass es in der aktuellen Krise viele Menschen gibt, die deutlich stärker leiden. Ohnehin gilt für den gesamten Profisport der Spitzenklasse, also zum Beispiel auch für die Fußballer, dass das Leiden nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau stattfindet. Fast überall haben Fußballer in den Top-Ligen auf Teile ihres Gehaltes verzichtet. Allerdings könnte ein durchschnittlicher Sportwetten-Fan von dem Gehaltsverzicht eines Top-Fußballers fürstlich leben. Es ist wichtig, die Relationen im Auge zu behalten und nicht jede Krisenmeldung aus der Sportwelt als Weltuntergang zu bezeichnen. Der Pferdesport wird in Großbritannien aufgrund der zahlreichen finanzstarken Förderer und Enthusiasten auch in Zukunft prosperieren. Viel problematischer ist, dass es viele kleine Buchmacher geben wird, die durch die ausgefallenen Pferdewetten gerade um ihre Existenz bangen.

Wenn in den nächsten Jahren ein bisschen weniger Geld im Pferdesport und beim Fußball vorhanden ist, sollte das niemanden beunruhigen. Ohnehin sind diese beiden Sportarten bekannt dafür, unglaubliche Summen zu bewegen. Die Sportwetten-Branche profitiert von der Popularität der Sportarten, aber nicht davon, dass die Sportler enorm viel Geld verdienen. Letztlich wäre es auch möglich, Sportwetten anzubieten für Amateurspiele, bei denen Geld überhaupt keine Rolle spielt. Allerdings haben die Profisportarten, bei denen gigantische Gelder gezahlt werden, einen sehr schönen Vorteil für Sportwettenanbieter: Die Anfälligkeit für Manipulationen ist überschaubar. Warum sollte ein schwerreicher Rennstall-Besitzer ein Rennen manipulieren? Warum sollte ein Fußball-Millionär sich darauf einlassen, ein Spiel in eine bestimmte Richtung zu lenken? Das sind alles Fragen, mit denen sich die ganz normalen Sportwetten-Fans nicht auseinandersetzen müssen. Für die meisten Sportwetten-Fans ist wichtig, dass es wieder attraktive Wetten bei den Buchmachern gibt. Aktuell ist der Liga-Fußball zwar in der Pause, aber dafür stehen Länderspiele auf dem Plan. Auch Pferdewetten sind wieder bei den Buchmachern zu finden, sodass es ein breites Betätigungsfeld gibt. Trotz dieser beiden populären Sportarten sollte zudem niemand übersehen, dass es noch viele andere Sportarten gibt, die auch wieder stattfinden und deswegen auch für attraktive Wetten geeignet sind.