Derzeit ist Online Glücksspiel in aller Munde. Bereits 15 Anbieter von Sportwetten haben inzwischen vom Darmstädter Regierungspräsidium eine Art vorläufige Lizenz erhalten. Möglich wurde dies durch einen Umlaufbeschluss, der am 15. Oktober dieses Jahres in Kraft trat. Und sofern sich diese ausgewählten Anbieter nun an die entsprechenden Regeln halten, dürfen sie sich berechtigte Hoffnung darauf machen, eine „Konzession gemäß des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrags“ zu erhalten, der ab Sommer kommenden Jahres greift. Sollten einzelne Anbieter die Vorgaben jedoch ignorieren, bzw. nur mangelhaft erfüllen, dann ist ihre künftige Lizenz ernsthaft in Frage gestellt. Das heißt: Wer in der BRD langfristig seinen Geschäften nachgehen will, der sollte sich beim Betrieb seines Online Casinos an das geltende Regelwerk halten. Soviel zur aktuellen Situation. Allerdings gibt es noch einige zusätzliche Wermutstropfen, die im Moment auch viele passionierte Zocker hart treffen. Eine ganze Reihe liebgewonnener Spiele, wie beispielsweise die Tischspiele Black Jack, Roulette und Co, stehen plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Auch auf Live Casinos und die sogenannten Jackpot Games muss aktuell verzichtet werden. Was noch existiert, sind die vielen Slots, denn an Online Automaten darf nach wie vor gezockt werden. Und von denen findet man eine riesige Auswahl bei Karamba, Lapalingo, 888 Slots und vielen anderen seriösen Online Casinos.

Prophylaxe für künftige Legalität

Online SlotAuf den Internetseiten des Darmstädter Regierungspräsidiums findet man die FAQs zu Sportwetten, in denen auch auf Online Casinos Bezug genommen wird: „Wie soll man sich entscheiden, wenn die Firma wegen der geforderten Einstellung von Online Casinos neu strukturiert werden muss und Umsatzeinbußen hinzunehmen sind, obwohl Online-Casinos 2021 vielleicht zulässig sein werden?“ Die entsprechende Antwort zu dieser Frage lautet: „Die Erklärung bezüglich der Einstellung von unerlaubtem Glücksspiel ab Erlaubniserteilung muss abgegeben werden. Prognosen für Voraussetzung in der Zukunft können nicht abgegeben werden.“ Das bedeutet im Klartext, dass illegales Glücksspiel einzustellen ist, und dazu gehören derzeit noch Live Casinos, Tischspiele und Jackpot Games. Offensichtlich liegt für Automaten eine Erlaubnis vor. Hier haben wir es mit der sprichwörtlichen Hintertür zu tun, die sich der Gesetzgeber augenscheinlich offen hält. Andererseits spekulieren die Online Betreiber darauf, dass der Glücksspielmarkt in Zukunft immer weiter geöffnet wird und möglichst bald ein großes Spektrum an zugelassenen Spielen angeboten werden kann. Aus diesem Grund geben sie sich auch allergrößte Mühe, sämtliche Auflagen zu erfüllen, damit das ganze „Grauzonen-Thema“ endlich mal ein Ende hat.

Live Angebote und Tischspiele sind aus dem Netz verschwunden

Auch wenn es bereits seit einigen Monaten nach einer finalen Einigung aussieht, so ist der neue Glücksspielstaatsvertrag doch noch immer nicht endgültig unter Dach und Fach. Darüber hinaus ist offen, ob ab Juli 2021 Tischspiele online gestattet werden. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich das ein oder andere Bundesland letzten Endes noch abkapselt und deutliche Verbote erlässt, während andere einen eher liberalen Weg wählen. Glücksspiel ist und bleibt Ländersache, auch wenn es Bestrebungen für eine bundesweite Lösung gibt. Fernsehzuschauer werden in den letzten Jahren häufig über Online Casino Werbung gestolpert sein – ein Indiz dafür, dass der deutsche Markt für Anbieter sehr interessant und erfolgversprechend ist. Dass die Betreiber einzelne Bereiche ihres Angebots derzeit aufgeben, ist eine Art Prophylaxe um in Zukunft besser und vollkommen legal agieren zu können. Damit entscheiden sie sich natürlich vorübergehend auch gegen das Geld verdienen, denn auf ihren Websites finden sich fast nur noch Slots. Die zahlreichen Live Angebote und Tischspiele sind von den Seiten verschwunden. Auch wenn der Verzicht auf das sogenannte Klassische Spiel ist ein herber Verlust für die Online Casino Anbieter darstellt, so brauchen sie sich doch keine Sorgen um mögliche Versäumnisse oder Verfehlungen aus der Vergangenheit machen. Die aktuellen Regeln werden durch den soeben eingetretenen Umlaufbeschluss festgesetzt.

Auch für Slots gelten Regeln

Die alten Gesetze und auch die neuen Vorschriften stellen keinen Maßstab für die Konzessionierung dar. Immerhin sind die früheren Statuten der EU Kommission bereits mehrfach negativ aufgefallen. Aus diesem Grund war es dem deutschen Gesetzgeber wichtig gemeinsam mit den Betreibern eine Lösung des Problems zu finden und sich somit auf einen sicheren Weg zu begeben. Jeder Anbieter kann seit dem 15. Oktober 2020 nun sein Image aufpolieren. Das gilt auch für diejenigen, die sich früher eher unzuverlässig zeigten. Das Geschäftsgebaren, das der Lizenzierung zugrunde liegt, zählt erst ab diesem Stichtag.

Regeln gibt es allerdings auch für Slots, wie beispielsweise ein Einsatz-, bzw. Verlustlimit von 1.000,- Euro. Eine weitere Neuerung ist der sogenannte Panikknopf. Wenn man ihn betätigt, sperrt man sich selbst eigenständig für insgesamt 24 Stunden. Es ist auch nicht gestattet, an unterschiedlichen Slots parallel zu zocken. Jedoch gilt es als ziemlich unwahrscheinlich, dass ein solches Szenario staatlich überprüft werden kann. Auf jeden Fall dann, wenn sich diese Spiele auf verschiedenen Websites befinden. Erlaubt scheint nach wie vor Online Poker zu sein. Man kann zumindest davon ausgehen, da viele seriöse Online Casinos Poker noch immer in ihrem Portfolio anbieten. Von den genannten Vorschriften ausgeschlossen ist Poker allerdings nicht. Jeder Betreiber sollte sich aktuell darauf einstellen, dass er stichprobenartig von den zuständigen Behörden überprüft wird.

Anbieter, die Lizenzen aus Gibraltar oder aus Malta besitzen können sich auf die Europäische Dienstleistungsfreiheit berufen. Ob diese mit dem neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrag tatsächlich konform ist, muss noch abgewartet werden.