Die Freude war natürlich groß und lässt positiv in das neue Jahr blicken, nachdem man in 2020 doch einige Rückschläge zu verkraften hatte. NetXBetting Ltd, eine Tochtergesellschaft der pferdewetten.de AG, hat nun eine Konzession für den deutschen Markt erhalten und darf somit Veranstaltungen von Sportwetten im Internet durchführen. Die Beantragung einer Konzession ist Bestandteil des neuen Glücksspielstaatsvertrags, der im nächsten Jahr durch die Länderparlamente ratifiziert werden soll.

Große Freude über Konzession

Virtual Horse RaceDies ist ein wichtiger Schritt und somit war natürlich die Freude beim Vorstand des  börsennotierten Unternehmens aus Düsseldorf sehr groß. Wie Pierre Hofer, Vorstand bei pferdewetten.de AG, ausführte: „Wir freuen uns sehr, nun die Sportwettlizenz erhalten zu haben. Die generelle Regulierung des Sportwetten-Angebots in Deutschland und die Erteilung der Konzessionen an Unternehmen, die sich an die Auflagen des Gesetzgebers halten, begrüßen wir ausdrücklich nicht nur im Sinne eines fairen Wettbewerbs, sondern auch in Sachen Spielerschutz.". Viele der neuen Auflagen, die den Spielerschutz stärken sollen, begrüßt man ausdrücklich und setzt sie im Sinne des Gesetzgebers konform um. Zu den wichtigsten Kriterien zählen ein Limit des Spieleinsatzes von 1.000,- Euro pro Spielerin oder Spieler im Monat, die Erhöhung auf 10.000,- Euro bzw. bei einer begrenzten Kundenanzahl auf 30.000,- EUR ist ebenfalls möglich, allerdings nur unter Einhaltung konkreter Kriterien und Verlustgrenzen. Darüber hinaus kommt ein Wett-Programmangebot nach Abstimmung mit Behörden dazu, ebenso wie vor dem Abschluss der Kundenverifizierungsprozesse nur vorläufige Einzahlungslimits und der Anschluss an eine zentrale Spieler-Sperrdatenbank. Pierre Hofer sieht sich vollständig in seiner Geschäftspolitik bestätigt: „In der Pferdewette sind wir seit Jahren im Besitz einer bundesdeutschen Lizenz und folgen selbstverständlich deren Auflagen, die im Detail den Auflagen der Sportwettenlizenz durchaus ähnlich sind. Unser Geschäft entwickelt sich hier bekanntermaßen trotzdem kontinuierlich erfolgreich. Auch in unserem noch relativ jungen Segment Sportwetten erwarten wir nach der Erteilung der deutschen Konzession eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Gleiches erwarten wir auch für das künftige Casino-Spielangebot, das wir bislang noch überhaupt nicht im Angebot und somit in unseren Planzahlen haben."

Seit 23 Jahren aktiv

Gegründet wurde das Unternehmen 1997 als e.multi Digitale Dienste AG und später in Sportwetten.de AG umbenannt. Seit dem Jahr 2000 firmiert man als pferdewetten.de AG an der Deutschen Börse in Frankfurt am Main. Das hauptsächliche Geschäft des Unternehmens liegt in der Durchführung von Online Wetten für den Pferdesport, aber auch in der Beratung von Firmen und Rennvereinen. Neben der Möglichkeit im Internet via Livestream in 34 Ländern Wett-Gebote abzugeben, führte man stationäre Pferdewett-Center ein, um die Gebotsabgabe vor Ort zu ermöglichen. Der Firmensitz befindet sich in Düsseldorf und beziffert 30.000 angemeldete Nutzer. Im Dezember des Jahres 2017 folgte ein Joint Venture zwischen pferdewetten.de AG und CASHPOINT Malta Ltd, einer Tochter der deutschen Gauselmann-Gruppe mit Sitz in Espelkamp, welche besonders durch ihre MERKUR-Spielstätten und neuerdings auch durch sein Merkur Online Casino bekannt ist. . Gemeinsam gründeten sie das Start Up-Unternehmen sportwetten.de, bei dem Sportwetten auf die gängigen Sportarten, u. a. Fußball (Bundesliga, Champions League, Europa League), Eishockey, Boxen, Basketball, Tennis, Darts, Ski und Formel 1 mit bis zu 50.000 unterschiedlichen Wettmöglichkeiten angeboten werden.

Ein steiniger Weg liegt hinter pferdewetten.de AG

Wie viele andere Unternehmen war auch die pferdewetten.de AG von der jetzigen Krise stark betroffen. Besonders die ersten beiden Quartale dieses Jahres wirkten sich negativ auf die Gesamtbilanz aus, wenn auch im dritten Quartal eine Erholung sichtbar wurde. Im Bereich der Sportwetten agiert man aber laut dem Unternehmen im Plansoll und sieht auch dort eine positive Entwicklung. So konnte der Brutto-Gaming-Ertrag (Gross Gaming Revenue: "GGR"), also die Wetteinsätze abzüglich der Wettgewinne plus die Provisionserlöse, um 3 % von T€ 26.864,- in den ersten drei Quartalen 2019 auf T€ 27.613,- in 2020 gesteigert werden. Im Bereich der Pferdewetten brachte das dritte Quartal eine Konsolidierung mit sich, aber die Stützungsmaßnahmen durch Teilverzicht auf Provisionen, vor allem für die deutschen Pferderennbahnen, führten zu einer deutlichen Belastung des Ergebnisses in der Pferdewette. „Die Entwicklung der Sportwette liegt auch in 2020 weiterhin im Plan. Obwohl für gut zwei Monate mangels Sportveranstaltungen praktisch keine Wetten angeboten werden konnten, haben wir unsere Ziele im Segment Sportwette für 2020 nicht korrigiert und planen weiterhin mit der kommunizierten Ergebnisverbesserung von 1 Million Euro auf Jahressicht. Die aus unserer Sicht final positive regulatorische Entwicklung im Bereich des Casino- und Gaming-Angebotes sollte uns mit Start dieses Segmentes zusätzlichen Rückenwind verleihen und das Wachstum beschleunigen können. Die Gesellschaft setzt aktuell mit dem Plattform-Dienstleister die neuen behördlichen Vorgaben zum Anbieten von solchen Spielprodukten um.

Darüber hinaus haben wir uns im dritten Quartal für eine bundesweite Sportwetten-Lizenz in Deutschland beworben und gehen aktuell davon aus, in naher Zukunft den entsprechend positiven Bescheid zu erhalten", erläuterte Pierre Hofer. Dies ist nun geschehen.