Die Malta Gaming Authority hat die Mindest-Auszahlungsquote für Online-Slots auf 85 Prozent gesenkt. Das ist auf den ersten Blick eine erstaunliche Entscheidung, aber die Hintergründe sind letztlich nicht besonders aufregend. Mit der Auszahlungsquote wird bei einem Glücksspiel angegeben, wie hoch der Anteil des Einsatzes ist, der an den Spieler im statistischen Durchschnitt ausgeschüttet wird. Wenn die Auszahlungsquote bei einem Slot bei 85 Prozent liegt, bekommt der Spieler von 100 Euro Einsatz im Durchschnitt 85 Euro als Gewinn ausgezahlt. Den Rest kassiert der Glücksspielanbieter. Ist das nicht ziemlich viel? Früher lagen die Auszahlungsquoten der Slots in Spielhallen und Gaststätten bei 60 bis 70 Prozent. Insofern ist ein Wert von 85 Prozent gar nicht so schlecht.

MGA senkt Mindest-Auszahlungsquote auf 85 Prozent

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Aber erfahrene Glücksspiel-Fans wissen, dass Online-Slots in der Regel Auszahlungsquoten deutlich über 90 Prozent haben. Die Malta Gaming Authority hatte bislang eine Mindest-Auszahlungsquote von 92 Prozent im Regelwerk. Allerdings gab es auch unter der aktuellen Regelung schon Ausnahmen. Einige Jackpot-Slots haben beispielsweise Auszahlungsquoten von knapp unter 90 Prozent, da ein Teil des Einsatzes in den Jackpot fließt. Warum senkt die Malta Gaming Authority nun die Mindest-Auszahlungsquote auf 85 Prozent? Die Regeländerung hat nach einer längeren Konsultation stattgefunden, an der auch Vertreter der Glücksspielindustrie teilgenommen haben. Dabei hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, diese Regeländerung vorzunehmen. Welche Slots werden in Zukunft eine Auszahlungsquote von 85 Prozent haben? Diese Frage dürfte sich der eine oder andere Leser sicherstellen. Die Antwort ist ganz einfach: Durch etwas mehr Flexibilität bei der Auszahlungsquote ist es möglich, insbesondere im Jackpot-Bereich noch einmal ganz andere Spiele zu schaffen. Es ist bemerkenswert, dass eine Auszahlungsquote von 85 Prozent heutzutage schon als niedrig angesehen wird.

Aber es besteht kein Grund zur Sorge, dass plötzlich die gesamte Glücksspielindustrie nur noch Spiele mit einer Auszahlungsquote von 85 Prozent produziert. Das wird nicht passieren, denn die Glücksspielbranche funktioniert nach den Regeln der Marktwirtschaft. Die attraktiven Angebote sorgen für eine starke Nachfrage. Slots mit einer Auszahlungsquote von 95, 96 oder gar 97 Prozent werden auch in Zukunft einen klaren Vorteil haben gegenüber vergleichbaren Slots mit einer deutlich niedrigeren Auszahlungsquoten. Die Glücksspielhersteller können nicht einfach die Auszahlungsquote reduzieren, um dann zu hoffen, dass den Glücksspiel-Fans schon nichts auffällt. Neben den Glücksspiel-Fans gibt es auch noch die vielen Experten. In unseren Slots-Reviews geben wir beispielsweise detailliert an, wie hoch die Auszahlungsquote ist. Ein Slot mit einer Auszahlungsquote von 85 Prozent ohne gigantischen Jackpot würde bei uns definitiv schlecht bewertet.

Warum gibt Malta Gaming Authority RTP-Wert vor?

Die Malta Gaming Authority gibt für den RTP-Wert (Return to Player) eine untere Grenze vor, damit kein Spielehersteller auf die Idee kommt, Slots zu produzieren, die niedrigere Auszahlungsquoten haben. Letztlich ist die Reputation der Malta Gaming Authority auch davon abhängig, dass attraktive Spiele in einer seriösen Spielumgebung angeboten werden. Wenn plötzlich Spielehersteller mit niedrigen Ansprüchen anfangen würden, Spiele mit sehr niedrigen Auszahlungsquoten anzubieten, eventuell auch noch ohne transparente Kommunikation, wäre das für die Malta Gaming Authority schlecht. Glücklicherweise hat es sich als Standard etabliert, dass die Spielehersteller die Auszahlungsquoten der Slots angeben müssen. In der Regel haben auch die Spielehersteller selbst ein Interesse daran, den RTP-Wert anzugeben. In vielen Fällen ist die Auszahlungsquote sogar ein starkes Argument für ein Spiel. Wenn eine Auszahlungsquote niedrig ist, kann das für einen Spieler ein Grund sein, ein anderes Game zu wählen. Beispielsweise gibt es viele Glücksspiel-Fans, die lieber Book of Ra Deluxe als Book of Ra spielen, denn die Deluxe-Version hat eine deutlich höhere Auszahlungsquote. Der Spielspaß ist auch noch ein bisschen höher, da die Grafiken moderner und ein paar Details attraktiver gestaltet sind. Glücksspiel-Fans sind gut beraten, bei allen Spielen auf die Auszahlungsquote zu schauen, um keine unangenehme Überraschung zu erleben.

Gewinne bei Glücksspielen sind nicht planbar. Deswegen spielt es am Ende vielleicht keine entscheidende Rolle, ob ein Slot eine Auszahlungsquote von 95,5 oder 95,8 Prozent hat. Aber etwas anders kann die Situation sein bei Slots mit Auszahlungsquoten von 92 Prozent und 97 Prozent. Bei einem Einsatz von insgesamt 100 Euro, zum Beispiel 100 Spielrunden mit 1 Euro Einsatz, gewinnt der Spieler am Slot mit einer Auszahlungsquote von 92 Prozent im Durchschnitt 92 Euro. Bei dem Slot mit einer Auszahlungsquote von 97 Prozent liegt der durchschnittliche Gewinn in dieser Konstellation hingegen bei 97 Euro. Wer auf fünf Euro verzichten kann, muss auch nicht näher auf die Auszahlungsquote schauen. Aber es ist wichtig, dieses Thema zumindest im Hinterkopf zu behalten. Es ist nicht möglich, das Glück zur Mitarbeit zu nötigen. Aber es ist durchaus machbar, dem Glück ein bisschen auf die Sprünge zu helfen mit einer attraktiven Auszahlungsquote. Im Mittelpunkt sollte aber immer der Spielspaß stehen. Daran ändert auch die kleine Regeländerung der Malta Gaming Authority nichts.