Auch das noch! Während durch die Senkung der Mehrwertsteuer allerorts die Preise sinken und damit die Wirtschaft wieder angekurbelt werden soll, müssen Lottospieler ab dem 23. September tiefer in die Tasche greifen. Sie können dafür aber auch höhere Gewinne einstreichen. Statt 1,- Euro kostet dann ein Spielfeld 1,20 Euro, zusätzlich der Bearbeitungsgebühren der Lottogesellschaften, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können. Im Gegenzug dazu erhöhen sich aber in einzelnen Gewinnklasse die Gewinne. Besonders betroffen davon sind die hohen Gewinnklassen, wie zum Beispiel Gewinne aus Sechs Richtige ohne Zusatzzahl. Bei den unteren Gewinnklassen, wie z.B. Drei Richtige, sind es eher sehr geringe Steigerungen, die zum Tragen kommen.

Preiserhöhungen und Gewinnsteigerung

Lotto spielenBegründet wird die Preiserhöhung bei Lotto von einer Sprecherin der Lotto-Toto Baden-Württemberg GmbH: „... einmal nach vielen Jahren angesichts der allgemein gestiegenen Lohn- und Verwaltungskosten“. Zudem komme man hiermit den Verbraucherwünschen nach höheren Gewinnen nach. Eine letzte Preiserhöhung hatte im Jahr 2013 stattgefunden. Damals erhöhte sich der Preis eines Feldes von 0,75 Cent auf 1,- Euro. „Die Lottospieler wünschen sich höhere Gewinne in allen Rängen. Mit einem neuen Gewinnplan wollen wir dies umsetzen“, so Georg Wacker, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg. Da 50 Prozent der Gewinne an die Spielerinnen und Spieler ausgeschüttet werden, erhöhen sich bei einer Preiserhöhung von 20 Prozent natürlich auch die Gewinnchancen. Dabei werden sich allerdings im September auch die prozentualen Ausschüttungsanteile der Einnahmen an die einzelnen Gewinnklassen verändern, die im Gewinnplan festgeschrieben sind. Dies geschieht nicht gleichmäßig in allen Gewinnklassen, sondern gestaffelt. Besonders erhöht wird die Ausschüttung bei Gewinnen aus der Klasse 2, also Sechs Richtige ohne Zusatzzahl, bei der zukünftig schneller und höhere Millionengewinne möglich sind. Denn der Ausschüttungsanteil beläuft sich ab dem 23. September statt der bisherigen 10 Prozent, dann auf 15 Prozent, was die theoretische Gewinnquote von 574.596,50 Euro auf 1.003.509,30 Euro steigen lässt. Dies bedeutet nun aber nicht, dass man automatische eher gewinnen kann, da die Gewinnquote nicht mit der Gewinnwahrscheinlichkeit zu verwechseln ist. Diese beläuft sich immer noch beim Jackpot auf 0,000000072 Prozent. Also äußerst gering. Nur wer ihn gewinnt, profitiert ab September auch von einer höheren theoretischen Gewinnquote. Diese erhöht sich nämlich von 9 Millionen Euro auf 12,5 Millionen Euro.

Da bekanntlich Kleinvieh auch Mist macht, werden sich die Gewinner der untersten Gewinnklasse – Zwei Richtige mit richtiger Superzahl – auch freuen, denn sie erhalten in Zukunft garantiert sechs anstatt fünf Euro. Zwar betonte Georg Wacker, dass es in allen Gewinnklassen zu Steigerungen kommen würde, aber diese Steigerungen sind nicht in allen Gewinnklassen konform. Besonders drei Richtige, ob mit oder ohne Superzahl, werden mit Blick auf die theoretische Gewinnquote nicht lukrativer. Für drei Richtige mit Superzahl gibt es ab Ende September theoretisch gerade einmal 30 Cent mehr, für drei Richtige ohne Superzahl 70 Cent und das bei 20 Prozent höherem Einsatz. Bei vier Richtigen plus Superzahl sind es theoretisch auch nur 1,10 Euro mehr, was auch mehr oder weniger überschaubar ist.

Der den Jackpot knackt

„Klar ist: Wenn Ausschüttungsanteile in einzelnen Gewinnklassen erhöht werden, müssen Ausschüttungsanteile in anderen Gewinnklassen zwangsläufig verringert werden“ so die Presseabteilung von Lotto-Toto Baden-Württemberg. Man folge damit den Wünschen der Lottospieler, die sich insbesondere in den oberen Gewinnklassen höhere Gewinne gewünscht hätten. Und dazu hat man sich noch etwas Zusätzliches einfallen lassen. Der Lotto-Jackpot wird in der Zukunft nicht mehr zwangsausgeschüttet. Ab September gewinnt dann bei einer Grenze von 45 Millionen Euro derjenige die Millionen, der die meisten richtigen Zahlen hat. Dies können Sechs Richtige sein oder auch Fünf Richtige mit Zusatzzahl oder Superzahl. Natürlich wird der Gewinn bei mehreren Gewinnern aufgeteilt. Die Lottogesellschaften rechnen damit, dass der Jackpot relativ schnell in zweistellige Beträge hochgeschraubt wird.

Alles für den „Guten Zweck“

Über höhere Einnahmen werden sich sicherlich nicht nur die Lottogesellschaften und damit letztendlich auch der Finanzminister freuen, sondern auch all die Organisationen, Verbände und Institutionen, die mit den Geldern aus der Lotterie unterstützt werden. Dabei haben sie in diesem Jahr bisher noch kein Grund zur Klage, vermelden die Lottogesellschaften doch Rekordgewinne.

4,2 Prozent mehr Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2020 erzielt werden. Und dies trotz oder wegen der momentanen Krise. 3,75 Milliarden Euro wurden bis dato in den verschiedenen Lotterieformen umgesetzt, wobei das Lotto „6 aus 49“ mit 1,78 Milliarden Euro bisher den Löwenanteil davon trägt. Dabei wichen wohl aber viele Nutzer auf Online Angebote aus, da zahlreiche Lotto-Toto Annahmestellen ja geschlossen waren. Es wird zudem vermutet, dass vor dem Lockdown noch viele Scheine mit einer sehr langen oder unbegrenzten Laufzeit abgegeben wurden, die sich natürlich jetzt in der Bilanz widerspiegeln. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit versuchen viele sich Möglichkeiten zu schaffen, das Glück und die Existenz durch einen Millionengewinn zu sichern. Man wird sehen, ob sich die kommende Preiserhöhung positiv oder negativ auf die Bilanz auswirkt. Wenn es schnell Millionengewinne zu vermelden gibt, werden sicherlich viele ihrem Glück mit einem Tippschein auf die Sprünge helfen wollen und nicht nur vom Millionengewinn träumen. Wir drücken allen Spielern ganz fest die Daumen. Und wem Lotto nicht ausreicht, dem empfehlen wir das Zocken in einem seriösen Online Casino. Anbieter wie Karamba, Lapalingo und Co halten zahlreiche Spiele bereit, bei denen man bereits mit einem kleinen Einsatz hohe Gewinne einfahren kann.