Die Sorge im beschaulichen Fürstentum Liechtenstein ist groß. Gleich bei vier Casinos sind zur Jahreswende Bombendrohungen eingegangen. Aktuell ermittelt die Polizei noch gegen unbekannt – und das auf Hochtouren. Ob es sich bei dem Täter, beziehungsweise den Tätern um einen oder mehrere Gegner der Casinos handelt, oder ob das Motiv andere Ursachen hat, ist derzeit noch vollkommen unklar. Allerdings vermutet die Polizei bei allen Fällen dieselbe Täterschaft. 

Online Gamer können hingegen ganz unbesorgt weiterzocken, da sie selbst bei potenziellen Bombendrohungen gegen Online Casinos vollkommen unbeschadet bleiben.   

Evakuierung nach Bombendrohung in Liechtenstein

LiechtensteinDas zuletzt betroffene Casino war das Casino in Schaanwald, das nur gut 200 Meter entfernt von der österreichischen Grenze liegt. Zum wiederholten Mal musste es in der zweiten Januarwoche aufgrund einer Bombendrohung evakuiert werden. Kriminal-Experten der Kantone Thurgau und St. Gallen waren mit Spürhunden der Grenzwacht, die auf den Fund von Sprengstoff abgerichtet sind, im Einsatz. Sie unterstützen die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein tatkräftig. Die intensive Suche blieb allerdings ohne Ergebnis, denn die angekündigte Bombe konnte nicht gefunden werden. Bereits vier Tage zuvor waren drei Bombendrohungen gegen andere Glücksspieltempel des Fürstentums eingegangen. Auch dort wurden keine Bomben oder auch nur ansatzweise Spuren von Sprengstoff gefunden. Die Verunsicherung in der Bevölkerung Liechtensteins wächst dennoch zunehmend. Robert Mastrogiuseppe, ein Einwohner Schaans, sagt dazu: „Es macht einen schon nachdenklich, dass man in so einem kleinen Land Bombendrohungen erhält. Gut, dass die Polizei das so ernst nimmt und dem nachgeht“. 

Derzeit existieren vier florierende Casinos in dem nur 160 Quadratkilometer großen Land, ein fünftes befindet sich gerade im Bau und die Pläne für ein sechstes sind schon beinahe fertiggestellt. Viele Anwohner haben das Gefühl, dass die neuen Glücksspieltempel wie Pilze aus dem Boden schießen. 170 Jahre lang gab es keine einzige Spielbank im Fürstentum. Vor annähernd vier Jahren wurde der Glücksspielmarkt geöffnet, und in Ruggell konnte mit dem Casino Admiral nach endlos langer Abstinenz wieder ein Glücksspielhaus in Liechtensteins in Betrieb genommen werden. Kurz darauf folgte dann das Casino Schaanwald. 

Wird Liechtenstein zu Europas „Spielhölle Nr. 1“?

Dass der anhaltende Casino Boom einigen Bürgerinnen und Bürgern des alpenländischen Zwergstaates ein Dorn im Auge ist, ist kein Geheimnis. Auch in den politischen Reihen gibt es nicht nur Befürworter, und das, obwohl durch die Casinos allein im Jahre 2018 mehr als 20 Millionen Franken in die Staatskasse gespült wurden. (Casinobonus360.de berichtete)

Die Fortschrittliche Bürgerpartei Liechtensteins (FBP), allen voran ihr Landtagspräsident Albert Frick, macht sich schon seit langem für den Widerstand gegen die sogenannte „Glücksspiel-Schwemme“ stark. Er will partout vermeiden, dass seine Heimat mit weiteren Casinos „überzogen“ wird, denn er macht sich große Sorgen, dass das Fürstentum einen Image-Schaden erleiden könnte. Er verweist immer wieder auf die ganze „Knochenarbeit“, die man nach dem Finanzdesaster leisten musste, um Liechtensteins Finanzplatz von seinem unseriösen Ruf zu befreien. Seine Befürchtungen gehen sogar soweit, dass er glaubt, Liechtenstein könne sich von einem Paradies für Steuerbetrüger zu Europas Spielhölle Nr. 1 entwickeln. Dass mit dem von ihm so verteufelten Casino Boom aber auch deutliche Vorteile für den Staatshaushalt einhergehen, scheint er nicht gelten lassen zu wollen. „Man kann nicht alles schlecht reden, es ist natürlich auch ein gesellschaftliches Bedürfnis da, aber man sollte es nicht übertreiben,“ war bisher sein positivster Kommentar in dieser Causa.

Die FBP ist die zweitgrößte Partei des Fürstentums. Vor einigen Monaten lud sie zu einer großen Diskussionsrunde nach Vaduz ein. Das Ziel war es, hinsichtlich des Casino Booms ein repräsentatives Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu erlangen. Obgleich die Partei einen enormen Werbeaufwand betrieben hatte, war die Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern eher bescheiden. Gerade mal 15 Personen folgten dieser Einladung. 

Doppelt so hohe Casinodichte wie in Las Vegas

Auch die Casino Austria (Liechtenstein) AG, die ihren Hauptsitz in Wien hat, stieß bei ihrem Bauvorhaben für ein Casino in Balzers auf Widerstand. Zunächst gab es schriftliche Einwände aus den Reihen der 4.500 Einwohner, und dann stufte auch noch die Gemeindebauverwaltung den geplanten Spielbank-Betrieb als nicht zonenkonform ein. Daraufhin war die CASAG gezwungen, den Verfahrensweg zu nutzen. Zwar muss eine Gemeinde darüber entscheiden, ob ein geplantes Umnutzungsgesuch in ihrem Verwaltungsgebiet zonenkonform ist oder nicht, aber das Amt für Bau- und Infrastruktur (ABI) kann durchaus Einspruch gegen eine solche Entscheidung einlegen. Das bedeutet im Klartext, dass das Amt die oberste Instanz darstellt. Danach folgt nur noch das Gericht. 

De facto ging es darum, ob die geplante Spielbank nun als Gewerbe- oder Dienstleistungsunternehmen angesehen werden sollte. „Diese Ansicht erstaunt insofern, weil ein Casino-Betrieb – wie auch andere Unterhaltungsbetriebe – weltweit als Gewerbeunternehmen definiert werden,“ wird ein Casino Austria (Liechtenstein) AG-Sprecher zitiert. Das Unternehmen ließ nicht locker und brachte seine juristischen Argumente beim Amt für Bau- und Infrastruktur über den Verfahrensweg ein, um „seine Interessen sowie getätigten Investitionen zu schützen“.

In Ruggell und Schaanwald sind die Spielbanken inzwischen fest etabliert. In Triesen und Bendern wurden erst kürzlich die Tore geöffnet. Das nächste Casino wird – laut derzeitigen Plänen – in Balzers entstehen. Darüber hinaus existieren Pläne für ein Glücksspielhaus in Schaan. Damit wäre dann die Casinodichte von ungefähr 7.600 Einwohner pro Spielbank beinah doppelt so groß wie in Las Vegas, Monaco oder Macau. 

Letztes Update am 25.03.2020
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