Las Vegas ist hart getroffen worden durch die aktuelle Gesundheitskrise. Die Casinos sind zum größten Teil zwar wieder geöffnet. Aber die wirtschaftliche Situation der Stadt ist insgesamt schwierig. Der renommierte Analyst Chad Beyon von der Macquarie Group geht davon aus, dass sich Las Vegas erst im Jahr 2023 vollständig erholen wird. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht ein bisschen übertrieben, aber Chad Beyon hat gute Argumente. Ein Blick nach Las Vegas zeigt, dass die Situation nach wie vor kritisch ist für die Casinos und alle damit verbundenen Geschäfte. Die Gesundheitskrise ist in den USA nach wie vor nicht einmal im Ansatz gelöst und deswegen kommen nicht viele Menschen überhaupt auf die Idee, nach Las Vegas zu reisen. Zeitweise waren die Casinos komplett geschlossen, doch die meisten Casino-Hotels haben wieder geöffnet. Aber die Umsätze sind niedrig, denn in erster Linie kommen aus der näheren Umgebung Glücksspiel-Fans in die Casinos.

Nur mäßige Erholung im Jahr 2020 möglich

Las Vegas HotelDie Auslastung der Restaurants ist mäßig und Unterhaltungsangebote wie Konzerte und Comedy-Veranstaltungen finden nicht statt. Deswegen ist der Umsatz insgesamt trotz der Wiedereröffnung im Keller. Für viele Casinos, Hotels und Restaurants ist es im Moment nur wichtig, die Umsätze auf einem Niveau zu stabilisieren, mit dem das Überleben möglich ist. Selbst einige große Glücksspielkonzerne mussten bereits große Kredite aufnehmen, um sich für die unvorhergesehene Krise zu wappnen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich die Situation grundsätzlich in diesem Jahr verändern wird. Die Casino-Betreiber gehen davon aus, dass sich die Besucherzahlen auf einem niedrigen Niveau einpendeln werden. Besonders dramatisch könnte die Situation werden, wenn noch einmal alle Casinos geschlossen werden müssten. Auszuschließen ist selbst das nicht, da das Management der Krise nicht in den USA insgesamt schlecht ist. Das wirkt sich gerade auf Standorte wie Las Vegas, die auf Besucher aus dem ganzen Land angewiesen sind, erheblich aus. Für Las Vegas wird sich die Situation erst dann entspannen, wenn die Gesundheitskrise vollständig gelöst worden ist. Das ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass Reisen und Casino-Besuche wieder im gewohnten Umfang stattfinden können.

Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass selbst bei einer Komplettlösung der Gesundheitskrise plötzlich wieder alle Glücksspiel-Fans nach Las Vegas strömen. In den USA sind die Arbeitslosenzahlen in die Höhe geschossen in den letzten Monaten. Viele kleine Unternehmen mussten schon schließen oder stehen kurz vor der Pleite. Die wirtschaftliche Situation ist insgesamt sehr angespannt für viele Menschen. Eine Reise nach Las Vegas ist für viele Glücksspiel-Fans ein Highlight, aber ein solches Highlight müssen sich die Menschen auch leisten können. Deswegen ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Besucher auch im Jahr 2021 nicht das alte Niveau erreichen wird. Erst wenn die wirtschaftliche Entwicklung wieder solide ist, werden auch die alten Besucherzahlen in Las Vegas wieder möglich sein. Laut Chad Beyon spricht einiges dafür, dass es bis 2023 dauern wird, bevor sich die Glücksspiel-Fans wieder in alter Stärke in Las Vegas vorstellen werden. Theoretisch ist auch eine schnellere Entwicklung möglich, aber dafür müsste die wirtschaftliche Gesamtentwicklung in den USA besser sein als aktuell angenommen wird. Zudem ist es auch denkbar, dass es noch länger als bis 2023 dauert, bevor sich Las Vegas geholt. Nicht nur für Las Vegas wäre es eine wirtschaftliche Katastrophe, wenn sich die Gesundheitskrise nicht vollständig lösen ließe. Derzeit spricht alles dafür, dass es eine Lösung geben wird. Aber diese Lösung wird auch im günstigsten Verlauf nicht vor 2021 verfügbar sein. Bis dahin müssen die Casino-Betreiber und all die anderen Unternehmen, die von den Glücksspiel-Fans in Las Vegas leben, irgendwie durchhalten. Nicht zuletzt ist die Situation für die vielen Menschen, die in Las Vegas in Casinos, Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen arbeiten, derzeit schwierig. Viele haben ihren Job schon verloren und mittlerweile kürzen viele Unternehmen die Gehälter, da die Einnahmen nach unten gegangen sind.

Umsatz mit Glücksspiel sinkt seit Jahren in Las Vegas

In Las Vegas hat es im letzten Jahrzehnt eine interessante Transformation gegeben. Der Umsatz mit Glücksspiel ist insgesamt um 30 Prozent nach unten gegangen. Dafür ist der Umsatz mit anderen Freizeitangeboten deutlich nach oben gegangen. Diese Transformation lässt sich leicht erklären: Früher war Las Vegas das Traumziel aller Glücksspiel-Fans. Doch mittlerweile gibt es in Las Vegas vielfältige Unterhaltungsangebote für die ganze Familie. Viele Menschen kommen gar nicht mehr für die Casinos nach Las Vegas, sondern um Konzerte zu besuchen und Top-Stars der Comedy-Szene zu erleben. Es gibt viele Top-Veranstaltungen in Las Vegas, die für sich genommen schon spannend wären. Dazu kommen dann noch die Casino-Hotels, die mit hochwertigen Glücksspielen und erstklassigen Unterkünften überzeugen können. Es gibt viele gute Gründe nach Las Vegas zu reisen, jedenfalls unter normalen Bedingungen. Die Casinos sind nur noch einer von vielen Gründen und das zeigt sich auch am Umsatz. Spannenderweise ist gerade diese Transformation hin zu einem vielfältigeren Unterhaltungsangebot im Moment für Las Vegas schwierig. Während die Casinos immerhin wieder Einnahmen generieren können, müssen viele andere Anbieter nach wie vor komplett auf Einnahmen verzichten oder aber mit einem sehr geringen Umsatz zurechtkommen. Es lässt sich schwer abschätzen, wie sich die Situation in den nächsten Monaten im Detail entwickeln wird. Klar scheint aber, dass viele kleine und mittlere Unternehmen in Las Vegas in den nächsten Monaten an ihre Grenzen kommen werden.

Laut Chad Beyon wird Las Vegas im Jahr 2023 wieder 41 Millionen Besucher haben. Die Prognosen für die folgenden Jahre sind sehr positiv, da in Las Vegas neue Attraktionen entstehen, die noch mehr Menschen in die Wüstenstadt bringen sollen. Besonders interessant dürfte in dieser Hinsicht sein, dass die Kapazität für große Veranstaltungen insgesamt um 25 Prozent erweitert wird. Allerdings könnte sich diese Erweiterung auch zum Bumerang entwickeln, wenn sich die Situation nicht in naher Zukunft normalisieren sollte. Daran denkt im Moment aber kaum jemand, da auch aus der Wissenschaft positive Signale kommen. Die Lösung der Gesundheitskrise ist die entscheidende Voraussetzung, dass Las Vegas sich wiederholt. Je länger es dauert, bis die Krise gelöst wird, desto schlechter sind die Prognosen für die wirtschaftliche Erholung. Der Report von Chad Beyon basiert auf einer durchaus optimistischen Einschätzung hinsichtlich der Gesundheitskrise. Das sollte jeden Casino-Betreiber hellhörig machen, denn im schlimmsten Fall kann es sogar dazu kommen, dass die Krise über Jahre dafür sorgen wird, dass Las Vegas nicht wieder auf die Beine kommt. Irgendwann werden dann auch die großen Konzerne in finanzielle Probleme geraten, die sich nicht einfach mehr mit der nächsten Bank lösen lassen. Auch die wirtschaftliche Situation vieler Amerikaner könnte sich dramatisch verschärfen, sodass weniger Menschen überhaupt noch Geld haben würden, um Las Vegas zu besuchen. Aber in Amerika ist man generell ein bisschen optimistischer als in Europa. Allerdings muss angemerkt werden, dass einige Analysten zu Beginn des Jahres noch davon überzeugt waren, dass die Krise Las Vegas kaum treffen würde.

Casinos auf der ganzen Welt betroffen

Werden sich die Casinos in aller Welt erst im Jahr 2023 komplett erholen? An großen Standorten wie Macau und Monte Carlo lässt sich schon jetzt beobachten, dass die Rückkehr zur Normalität noch lange dauern wird. Gerade die großen Casino-Standorte sind auf Menschen angewiesen, die eine längere Reise auf sich nehmen und dann auch in Hotels übernachten. Das Gesamtgeschäft in Casino-Zentren ist ganz wesentlich davon abhängig, dass sich die Besucher nicht nur am Roulette-Tisch und mit Spielautomaten vergnügen. Vielmehr ist es wichtig, dass unterschiedliche Attraktionen genutzt werden, damit der Gesamtumsatz stimmt. Etwas anders ist die Situation bei einzelnen Spielbanken und Spielhallen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Gesundheitskrise in jedem Land etwas anders gehandhabt wird. Es gibt Länder, in denen das Problem mittlerweile minimal ist. In anderen Ländern steht wahrscheinlich die große Krise erst noch bevor. Deswegen ist es wichtig ganz genau hinzugucken bei einer Analyse. In Deutschland ist es zum Beispiel wahrscheinlich, dass sich schon im Laufe des Jahres 2021 die Spielbanken und Spielhallen wieder auf das alte Niveau zu bewegen werden. Spätestens 2022 sollten aber die alten Zahlen wieder bei den meisten Glücksspielanbietern stimmen.

Letztes Update am 01.10.2020
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Online Casinos sind die große Ausnahme

Während in Las Vegas, Macau, Monte Carlo und an vielen anderen Casino-Standorten die Situation schwierig ist und bleibt, profitieren die Online Casinos davon, dass viele Menschen nicht in die Beton-Casinos gehen können oder wollen. Die Online Casinos haben den großen Vorteil, dass es völlig ohne zusätzliche Vorschriften möglich ist, Spaß mit Glücksspielen zu haben. Dieser Vorteil galt auch schon vorher, aber es gibt viele Menschen, die grundsätzlich lieber in einer echten Spielbank unterwegs sind als in einem Online Casino. Das ist nachvollziehbar, denn eine Spielbank bietet dann doch noch einmal eine ganz andere Atmosphäre. Aber durch die aktuelle Situation haben sich dann doch viele Glücksspiel-Fans in den letzten Monaten zum ersten Mal dazu entschieden, die Casinos im Internet unter die Lupe zu nehmen. Vermutlich wird der eine oder andere Spielbanken-Fan bemerkt haben, dass die Online Casinos gar nicht so uninteressant sind. Ob sich eine grundsätzliche Verschiebung von den Beton-Casinos zu den Internet-Casinos ergeben wird durch die aktuellen Geschehnisse, lässt sich schwer abschätzen. Allerdings gibt es mindestens einen temporären Effekt, der sich unter anderem auch darin zeigt, dass zahlreiche Glücksspielbehörden in Europa die Regeln verschärft haben, um die vielen neuen Kunden in Online Casinos besser zu schützen.