Das Leben ist voller Gefahren, insbesondere das Gaming Leben. Nein, wir sprechen nicht von Gefahren für Körper und Seele, sondern von den Gefahren für Geldbeutel und persönliche Daten. Auf die haben es häufig Hacker und andere kriminelle Personen abgesehen - Daten wie Name, Adresse etc. und natürlich auf Konto- und Bankverbindungen. Auch virtuelle Gegenstände, die beim Spielen erworben werden können und quasi echtes Geld darstellen, stehen hoch im Kurs. Warum ist das für Kriminelle so interessant? Natürlich, um damit Geld zu verdienen.

Wie Sie sich am besten beim Gaming schützen können, wollen wir Ihnen hier kurz erläutern. Was sind sinnvolle Maßnahmen? Welcher Schutz ist der Beste? Woran kann man Betrugsversuche erkennen?

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Internet SecurityZunächst einmal sollte man vor jeder Aktion, die im Internet getätigt wird, für einen aktuellen Virenschutz sorgen. Ohne diesen bitte niemals einen Browser öffnen und eine Website aufrufen. Es ist ein ewiger Wettkampf zwischen Betrügern und Anbietern von Virenschutzprogrammen. Wer reagiert am schnellsten auf eine vermeintliche Bedrohung, oder wer entwickelt am schnellsten ein Tool, um den Virenschutz zu umgehen. Deswegen werden jeden Tag Aktualisierungen eingespielt und der Virenschutz permanent mit einem Update versehen. Nur muss der User dazu erstmal einen Schutz installiert haben und diesen auch updaten. Bei manchen Betriebssystemen ist der Virenschutz inklusive, wie z.B. Windows. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Angeboten wie z.B. Antivista und natürlich auch jede Menge kostenpflichtiger Angebote. Wem man letztendlich vertraut, ist Geschmackssache. Ansonsten kann man sich gut auf verschiedenen Test- und Vergleichsportalen über den jeweils besten Anbieter informieren. Die kostenpflichtigen Angebote beinhalten zumeist viele zusätzliche Features zum Virenschutz und reagieren etwas schneller in ihren täglichen Updates. Aber auch freie Virenschutz-Programme erzielen gute Testergebnisse. Bei allen Programmen sollte man auf alle Fälle eine automatische Aktualisierung einstellen.

Worauf zielen Kriminelle am häufigsten ab? Natürlich auf die Kontoinformationen von Spielerinnen und Spielern. Betreiber von Handy- und Onlinespielen sammeln eine ungeheuerliche Menge an Daten von ihren Nutzern, manchmal offensichtlich und nachvollziehbar, manchmal weniger durchsichtig. Je persönlicher die Daten sind, desto wertvoller sind sie für kriminelle Betrüger. Das kann bei Handyspielen auch besonders vertrauliche Informationen wie Standort, Rufnummernlisten, Kontaktlisten und andere Informationen betreffen.

Dabei sind finanzielle Transaktionen, wie die Einzahlung auf ein Spielerkonto oder monatliche kostenpflichtige Abonnements direkt mit den Spielerkonten verbunden und können damit auch unter gewissen Umständen gestohlen werden. Viele haben es auf dem ersten Blick gar nicht so im Visiere, es sei denn, es ist ihnen schon einmal selbst passiert. Aber auch virtuelle Gegenstände, die für echtes Geld legal oder illegal im Netz erworben werden können, stehen im Visier der Betrüger. Obwohl man mit dem virtuellen Geld oder den entsprechenden Wertgegenständen im realen Leben nichts anfangen kann, ist es für Spieler immer noch eine Ware mit echtem Wert. So werden Spielezahlungsmittel wie z.B. Gold im Internet gegen harte Euros verkauft. Oftmals stammen diese virtuellen Zahlungsmittel aus gehackten Spieler-Accounts.

Passwörter, Pishing und Co.

Nein, 12345 oder Passwort, ist kein sicheres Passwort. Aber wer kann sich schon Dutzende von verschiedenen Passwörtern merken? Vor dieser Aufgabe steht man immer, wenn man sich im Internet bewegt. Besonders Gamer benutzen häufig sehr viele Benutzerkonten, um entweder in verschiedenen Online Casinos zu zocken oder an unterschiedlichen Spielen teilzunehmen. Zudem praktizieren viele Spielerinnen und Spieler auch den Tausch von Accounts. Dabei geben sie ihre Login-Informationen an Freunde und Verwandte weiter, damit diese über das gleiche Konto spielen können, so dass die Gefahr, dass Passwörter in die falschen Hände gelangen, nur noch verstärkt wird.

Abhilfe kann ein Passwort-Manager bieten. Diese Programme verwalten quasi die ganzen verschiedenen Passwörter und generieren automatisch das passende Passwort zu dem dazugehörigen Konto. Einmal festgelegt und eingegeben, braucht man quasi nur noch ein Master-Passwort und alles andere wird durch das Programm erledigt. Wer darauf nicht vertraut und lieber selbst Passwörter anlegt, dessen Passwörter sollten mindestens zwölf bis dreizehn Zeichen lang sein, so die Empfehlung der Experten. Um sich diese merken zu können, gibt es verschiedenen Methoden. Man kann sich z.B. Merksätze kreieren wie „Ich bin am 15. September in Köln am Rhein geboren.”. Von diesem Satz nimmt man die ersten Buchstaben der Wörter und lässt die Satzzeichen wie sie sind. Zusätzlich kann man noch Sonderzeichen einbauen, wie z.B. #Iba15.SiKaRg.? Man kann auch aus vier zufälligen Wörtern und Sonderzeichen ein fast sicheres Passwort generieren wie z.B. Pferdezucht&Babyspeck#Donnerkeil+Fussball. Leicht zu merken, aber schwer zu knacken.

Klicken Sie niemals, aber wirklich niemals auf einen Link oder Anhänge, die Sie nicht kennen. Auch wenn das Angebot noch so verlockend ist und seriös aussieht. Ihre Bank fordert Sie nie auf, Ihre Daten zu überprüfen. Nein, niemals per E-Mail. Paypal berichtet beispielsweise von falschen Buchungen und Sie sollen sich auf Ihrem Konto einloggen? Niemals per E-Mail. Oder Sie haben mal schnell eine Datenschutzerklärung angeklickt. Nein, bitte erst in Ruhe anschauen, um kein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Es erfordert ein wenig Disziplin aber es lohnt sich, um sich gegen Malware zu schützen. Hinter jedem Link kann ein Schädling lauern, der den Rechner infiziert und Daten ausspioniert. Also Vorsicht!

Der beste Schutz

Kontrolle, aktuellste Software und Vorsicht sind immer noch die besten Voraussetzungen für einen guten Schutz beim Gaming. Aber auch die Anbieter sorgen für zusätzlichen Schutz, wie z.B. mit der Multi-Faktor Authentisierung. Dabei wird sich nicht nur beim eigenen Konto eingeloggt, sondern es erfolgt z.B. in Form einer E-Mail mit einem zugesandten Code, ein weiterer Schritt zur Verifizierung. Eine 100 prozentige Sicherheit wird es vermutlich nie geben, aber es existieren schon sehr gute Möglichkeiten sich beim Gaming zu schützen.