Es wird wohl eine etwas andere Handball Weltmeisterschaft werden, die vom 13. bis zum 31. Januar 2021 in Ägypten stattfindet. Anders, weil sie erstens ohne Zuschauer in den Stadien auskommen muss und zweitens, weil zum ersten Mal in der Geschichte der WM 32 Mannschaften daran teilnehmen werden. Weltmeisterschaften sind für Liebhaber der Sportwetten immer ganz besondere Veranstaltungen und so schauen wir uns unter diesem Fokus die WM 2021 einmal etwas genauer an. Schon seit Ende 2015 stand Ägypten mit vier Spielorten als Gastgeber der 27. Handball Weltmeisterschaft fest. Im Jahr 2019 wurde sie noch in Dänemark und Deutschland ausgetragen, und damals sicherte sich der Gastgeber Dänemark mit einem Finalsieg gegen Norwegen die Krone des Handballs. Seitdem ist nicht nur in der Welt des Handballs viel passiert, sondern in allen Bereichen des Lebens, was letztlich auch Auswirkungen auf die kommende WM hat. Die aktuelle weltweite Situation verbietet es, Zuschauer zu den Spielen zuzulassen, oder wenn, dann nur in sehr begrenzter Anzahl. Das heißt: es bleibt bei den uns hinreichend bekannten Geisterspielen.

Handball WM: Alles neu und doch nicht alles

HandballDamit geht natürlich nicht nur die Atmosphäre in den Hallen flöten, sondern auch für viele Mannschaften so etwas wie ein zusätzlicher Spieler. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Wettquoten, da es zu anderen Ergebnissen kommen kann, wenn Mannschaften nicht lautstark vom Publikum angetrieben werden. Man kennt diesen Effekt ja auch vom Fußball, wo beispielsweise der Heimfaktor in den Wettquoten nicht mehr den Niederschlag findet, wie vor der Gesundheitskrise. Aber damit haben nun alle Mannschaften zu kämpfen, und bei dieser WM sind mit allen Mannschaften erstmals 32 gemeint. Eine WM wurde bisher von 26 Länder-Teams ausgetragen, doch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen aufgestockt. Die Vorrundenspiele werden in acht Gruppen á vier Mannschaften ausgetragen. In der deutschen Gruppe A spielen neben Deutschland die Kapverdischen Inseln, Ungarn und Uruguay. Das dürfte eine machbare Aufgabe sein. Abgesehen davon kommen sowieso die ersten drei Mannschaften einer Gruppe in die Hauptrunde.
Abhängig vom Tabellenplatz in der Gruppe wird dann der jeweilige Gegner ermittelt. Die Gruppenspiele werden als Punktspiele gespielt, d.h. der Sieger eines Spieles erhält zwei Punkte, bei einem Unentschieden gibt es einen Punkt und bei einer Niederlage keinen Punkt. Dies gilt auch für die Spiele der Hauptrunde, die in vier Gruppen á sechs Mannschaften ausgetragen wird. Die ersten Zwei einer Gruppe spielen dann in der Finalrunde, die als KO Runde gespielt wird. Das heißt: Es gibt bei einem Unentschieden zweimal eine Verlängerung und anschließend ein Sieben-Meter-Schießen. Der neue Weltmeister wird dann am 31. Januar 2021 ermittelt.

Deutschland Handball: And the winner is…..

Nun, das steht natürlich noch nicht fest, aber es gibt laut den Buchmachern einige Favoriten und Deutschland zählt nicht dazu. Unter den 32 Teilnehmern - Deutschland, Kapverdische Inseln, Ungarn, Uruguay, Brasilien, Polen, Spanien, Tunesien, Angola, Japan, Katar, Kroatien, Argentinien, Bahrain, Dänemark, DR Kongo, Frankreich, Norwegen, Österreich, USA, Algerien, Island, Marokko, Portugal, Ägypten, Schweden, Tschechien, Chile, Belarus, Russland, Slowenien und Südkorea – sehen viele Sportwetten-Anbieter wie Mr. Green, 888, bwin, bet365 oder Interwetten unseren nördlichsten Nachbarn Dänemark als einen der ganz großen Favoriten an. Zwar hat das Team seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft nicht mehr allzu groß auftrumpfen können und musste sich sogar in der Vorrunde zur Europameisterschaft verabschieden, aber dennoch traut man den dänischen Hünen einiges zu. Der amtierende Europameister Spanien zählt ebenfalls zu den großen Favoriten bei den Buchmachern, auch wenn er mit Polen einen schweren Gruppengegner in der Vorrunde erwischt hat. Zu den Standard-Tipps gehören selbstverständlich die Mannschaften Frankreichs und Kroatiens. Die Franzosen waren 2015 und 2017 Weltmeister, ehe es 2019 nur noch für Platz 3 gegen Deutschland reichte. Dennoch gibt es einen leichten Abwärtstrend zu beobachten, der sich bei der EM 2020 fortsetzte. Hier schied Frankreich, wie schon Dänemark, in der Vorrunde aus. Interessant wird es auf alle Fälle, da Frankreich bereits in der Vorrunde auf die Mannschaft aus Norwegen trifft. Die Kroaten wurden zwar erst einmal Weltmeister, nämlich 2003, spielten aber immer sehr starke Turniere und waren stets im oberen Drittel zu finden.

Und die deutsche Mannschaft? Bei den Buchmachern zählt sie nicht zum engen Favoritenkreis, was zu einem sicherlich an ihrem, sagen wir mal, mäßigen Abschneiden bei den letzten großen Wettbewerben liegt, andererseits ist die Mannschaft auch stark geschwächt durch eine Menge Absagen aufgrund der anhaltenden weltweiten Gesundheitskrise. Fast die gesamte Innenverteidigung wird nicht an dem Turnier teilnehmen. Dennoch ist Coach Gislason zuversichtlich: „Ich hätte mir das sicherlich alles anders gewünscht, aber ich bin sehr neugierig. Ich liebe diesen kreativen Beruf seit jeher, und ich bin sehr gespannt, was mit dieser Mannschaft möglich ist." Wir sind das auf alle Fälle auch und drücken schon einmal fest die Daumen für ein weiteres Handball-Märchen.