Was ist denn da los? GVC Holdings zieht die Buchmacher Coral, Ladbrokes und Betdaq von Oddschecker ab! Nach Auskunft von GVC Holdings ist eine Verlängerung des Vertrags an den finanziellen Vorstellungen von Oddschecker gescheitert. Die drei populären Buchmacher-Marken werden deswegen in Zukunft bei einem der wichtigsten Quotenvergleiche nicht mehr verfügbar sein. Für die Sportwetten-Fans ist das keine gute Nachricht. Oddschecker ist eine beliebte Plattform für Sportwetten-Fans im englischsprachigen Raum. Aber auch viele deutsche Sportwetten-Fans nutzen diese Plattform, um Quoten zu vergleichen und die besten Wetten auf dem Markt zu finden. Der Rückzug von GVC Holdings vom Quotenrechner Oddschecker ist ein harter Schlag, weil in Zukunft drei populäre Wettanbieter in Großbritannien nicht mehr zur Verfügung stehen werden.

Rückzug von GVC Holdings harter Schlag für Oddschecker

OddscheckerFür die deutschen Sportwetten-Fans ist der Schaden etwas geringer, da nur Ladbrokes eine gewisse Relevanz auf dem deutschsprachigen Markt hat. Die anderen beiden Buchmacher von GVC Holdings werden hingegen kaum von deutschen Sportwetten-Fans genutzt. Was ist der Vorteil von Oddschecker? Die Nutzer haben die Möglichkeit, bei einem vorgegebenen Event zu schauen, welcher Buchmacher aktuell die beste Quote hat. Bei Sportwetten ist es enorm wichtig, starke Quoten zu nutzen und deswegen bringt Oddschecker den Nutzern einen echten Vorteil. Zwar ist es nicht möglich, auf Oddschecker herauszufinden, welche Wette erfolgreich sein wird. Aber darauf kommt aber gar nicht an. Sportwetten-Fans sollten immer bestrebt sein Wetten abzuschließen, die im Erfolgsfall einen maximalen Gewinn bringen. Das funktioniert in der Praxis nur mit einem leistungsstarken Quotenvergleich. Wenn der Quotenvergleich aber drei wichtige Buchmacher nicht berücksichtigen kann, bedeutet das auch, dass die Leistungsstärke des Quotenvergleichs nicht mehr optimal ist. Eine wichtige Anmerkung: Der Buchmacher Sportingbet, der auch zu GVC Holdings gehört, ist nach wie vor auf Oddschecker vertreten. Der Grund ist einfach: Für Sportingbet gibt es einen individuellen Vertrag, der noch nicht ausgelaufen ist. Für deutsche Sportwetten-Fans ist das eine gute Nachricht, denn Sportingbet ist in Deutschland populär.

Das Geschäftsmodell von Oddschecker ist recht einfach zu beschreiben. Vor dem Rückzug von GVC Holdings war es möglich, die Wettquoten bei 23 verschiedenen Buchmachern zu vergleichen. Wenn sich dann ein Kunde von Oddschecker dazu entschied, eine Wette abzuschließen und über einen Link von Oddschecker zu dem jeweiligen Buchmacher gelangte, bezahlte der Buchmacher, zum Beispiel Ladbrokes, eine Prämie. Die aktuellen Statements deuten darauf hin, dass der Knackpunkt bei der Zusammenarbeit genau die Höhe dieser Prämie ist. Auf der einen Seite möchte Oddschecker möglichst viel Geld verdienen. Auf der anderen Seite muss GVC Holdings aber auch darauf achten, dass für den Buchmacher genug übrigbleibt. Der Interessenausgleich funktioniert normalerweise bei dieser Art von Marketing recht gut auf der Basis der verfügbaren Statistiken. Aber GVC Holdings und Oddschecker haben es bei den letzten Verhandlungen nicht geschafft, einen Konsens herzustellen. Das bedeutet aber keineswegs, dass GVC Holdings und Oddschecker für alle Zeiten getrennte Wege gehen werden. Schon bei den Verhandlungen zur Vertragsverlängerung von Sportingbet wird sich zeigen, ob die beiden Vertragspartner aus den gescheiterten Verhandlungen gelernt haben. Am Ende ist es nicht nur für Oddschecker wichtig, dass die Buchmacher von GVC Holdings verfügbar sind. Auch GVC Holdings hat ein genuines Interesse daran, im populärsten Quotenvergleich in Großbritannien berücksichtigt zu werden. Vielleicht wollte GVC Holdings auch nur ein Zeichen setzen, um bei den nächsten Verhandlungen aus einer günstigeren Position herausagieren zu können. Vielleicht hat man bei Oddschecker geglaubt, dass GVC Holdings am Ende auf jeden Fall zustimmen wird. Das war aber in jedem Fall ein Irrtum.

Quotenvergleich nicht lukrativ genug für GVC Holdings?

Die offizielle Begründung für die ausgebliebene Vertragsverlängerung zwischen GVC Holdings und Oddschecker ist recht dünn. Klar ist nur, dass es um Geld geht. Aber was genau der Knackpunkt war, kann nur gemutmaßt werden. Es ist zum Beispiel auch möglich, dass GVC Holdings bei den internen Analysen zur Auffassung gekommen ist, dass nicht genügend neue Kunden über Oddschecker geworben wurden. Allerdings zeigen die letzten Zahlen von Oddschecker, dass zumindest Ladbrokes sehr erfolgreich war. Immerhin war dieser Buchmacher von GVC Holdings in den letzten Monaten auf dem dritten Platz der angeklickten Buchmacher auf Oddschecker. Am Ende wird es eine Kosten-Nutzen-Rechnung gewesen sein, die GVC Holdings dazu bewogen hat, Oddschecker zu verlassen. Für Oddschecker ist die Situation schwierig, denn am Ende kann ein Quotenvergleich immer nur dann attraktiv sein, wenn möglichst alle relevanten Buchmacher berücksichtigt werden. Speziell für Großbritannien bedeutet das, dass zumindest Ladbrokes und Coral im Quotenvergleich ausgewertet werden müssen. Betdaq ist der Buchmacher, dessen Fehlen wahrscheinlich am wenigsten auffallen wird. Schon in der Vergangenheit hat es immer wieder einmal Auseinandersetzungen zwischen Oddschecker und Buchmachern gegeben. Auch GVC Holdings hat schon einmal die Buchmacher-Marken von Oddschecker abgezogen. Das war allerdings im Jahr 2011 und es hat nur ein Jahr gedauert, bis GVC Holdings wieder mit der vollen Kapelle auf Oddschecker verfügbar war. Es ist durchaus vorstellbar, dass in absehbarer Zeit GVC Holdings wieder mit allen Buchmachern bei Oddschecker vertreten sein wird. Letztlich wird das vor allem davon abhängig, ob Oddschecker ein gutes Angebot gemacht.

Für Oddschecker ist es ein großes Problem, dass GVC Holdings die Zusammenarbeit aufgekündigt hat. Auch wenn Sportingbet nach wie vor verfügbar ist, droht doch schon der Abgang des nächsten Buchmachers, wenn der aktuelle Vertrag ausläuft. Am Ende kann ein Quotenvergleich nicht funktionieren, wenn die Buchmacher nicht mitspielen. Auf der anderen Seite sollten natürlich auch die Buchmacher davon profitieren, dass sie im Quotenvergleich vorkommen. Für viele Sportwetten-Fans ist es mittlerweile wichtig, bei jeder Wette die Top-Quote zu bekommen. Deswegen ist es Standard, dass ein Sportwetten-Fan nicht nur bei einem Buchmacher ein Konto hat, sondern gleich bei mehreren Anbietern. Das ist die Voraussetzung, um vom Quotenvergleich regelmäßig profitieren zu können. Aber niemand sollte übersehen, dass die meisten Buchmacher-Kunden überhaupt kein Interesse daran haben, viel Zeit dafür aufzuwenden, Quoten zu vergleichen und Wettstrategien ausgetüftelt. Sportwetten sind für viele Menschen ein schönes Hobby, bei dem es nur darum geht, den richtigen Tipp abzugeben. Die meisten Buchmacher-Kunden erwarten keine regelmäßigen Gewinne. Sportwetten haben immer einen Glücksfaktor und die Quoten sind bei den Buchmachern so bemessen, dass der Buchmacher nicht gleich in die Pleite gestürzt wird, wenn viele Kunden richtig liegen. Genauso wie Online-Glücksspiele sollten Sportwetten immer in erster Linie als Unterhaltungsprogramm gesehen werden. Mit dieser Einstellung ist es möglich, viel Spaß zu haben und den Ärger zu minimieren, wenn einmal ein Verlust entsteht.

Auch viele deutsche Sportwetten-Fans nutzen Quotenvergleich

Die deutsche Bundesliga ist in diesem Jahr besonders gefragt bei Sportwetten-Fans in aller Welt. Der Grund ist ganz einfach: Beim Neustart des Profisports war die Bundesliga ganz vorne. Deswegen haben vor allem an den ersten Spieltagen Menschen in aller Welt auf die Bundesliga getippt. Mittlerweile hat sich die Situation normalisiert, zumal die Bundesliga vorbei ist und die anderen großen Profiligen in Europa wieder im Spielbetrieb sind. Auch andere Sportarten sind bereits wieder im Geschäft bzw. kurz vor dem Neustart. Es ist sehr leicht, einen Quotenvergleich für die Bundesliga und den Spitzenfußball insgesamt zu finden. Aber auch viele andere Sportarten werden mittlerweile von den großen Anbietern der Quotenrechner berücksichtigt. Viele deutsche Sportwetten-Fans nutzen den Quotenvergleich vor allem für die Bundesliga, aber auch beim US-Sport und beim internationalen Fußball lohnt sich ein Quotenvergleich in vielen Fällen. Es gibt grundsätzlich zwei Strategien, einen Quotenvergleich sinnvoll zu nutzen: Entweder geht es beim Quotenvergleich darum, Wetten zu finden, die beim eigenen Buchmacher besonders lukrativ sind. Oder aber es geht darum, grundsätzlich die beste Wette für ein bestimmtes Event zu finden und dann die Wette beim jeweiligen Buchmacher zu platzieren. Beide Strategien sind empfehlenswert, wobei im zweiten Fall zu berücksichtigen ist, dass es nötig ist, mehrere Buchmacher-Konten zu betreiben. Einige Sportwetten-Profis gehen sogar so weit, bei allen relevanten Buchmachern ein Konto zu eröffnen. Für einen ganz normalen Sportwetten-Fan wäre das vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber wahr ist: Durch Anbieter wie Oddschecker ist es auch für ganz normale Sportwetten-Fans einfacher denn je, Quoten zu vergleichen und überdurchschnittlich zu profitieren von gewonnenen Wetten.