Was sind die aktuellen Trends bei stationären Glücksspielanbietern? Die Glücksspielindustrie wird im Jahr 2021 vor allem damit beschäftigt sein, die Folgen der Gesundheitskrise zu bewältigen. Das klassische Glücksspielgeschäft in Spielbanken und Spielhallen ist mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Gesundheitskrise beschäftigt seit März 2020 die Glücksspielindustrie weltweit. Viele Spielhallen und Spielbanken mussten erhebliche Verluste hinnehmen. Von den Betreibern der stationären Glücksspielangebote wurde und wird einiges abverlangt. Die Umsetzung neuer Hygienevorschriften war dabei in vielen Ländern das Hauptaugenmerk.

Stationäres Glücksspiel verändert sich

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Es wird noch eine Weile dauern, bis die stationären Glücksspielangebote wieder im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen. Aber schon jetzt lässt sich abschätzen, dass es einige Veränderungen geben wird, die durch die Gesundheitskrise verursacht worden sind. Die Planung von Spielhallen und Spielhallen wird sich insofern verändern, dass die räumliche Anordnung der Spiele und die Flexibilität des gesamten Erscheinungsbildes auf optimale Hygienevorschriften hin überprüft werden. Was bedeutet das? Clevere Spielhallen-Betreiber und Spielbanken-Betreiber werden darauf achten, dass es im Zweifel jederzeit möglich ist, den Hygieneschutz mit einfachen Maßnahmen erheblich zu verbessern. Es kann durchaus sein, dass demnächst wieder eine Gesundheitskrise kommt. Dann sollte die Glücksspielindustrie besser vorbereitet sein. Viele kleine und große Maßnahmen könnten in Zukunft dazu beitragen, dass bei einer ähnlichen Gesundheitskrise der Umsatzeinbruch nicht ganz so dramatisch ausfällt. Vor allem muss sich die Glücksspielbranche aber darauf einstellen, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis die aktuellen Hygienevorschriften komplett abgeschafft werden. Es kann durchaus passieren, dass die Vorschriften schrittweise reduziert werden. Darauf muss sich jeder Glücksspielanbieter einstellen. Generell wird das Thema Hygiene bei stationären Glücksspielanbietern eine größere Rolle spielen als bisher. Vor allem die großen Glücksspielkonzerne arbeiten bereits seit Monaten an komplexen Konzepten, um in Zukunft bei jeder Art von Gesundheitskrise gut vorbereitet zu sein. Angefangen vom Buffet bis hin zum Abstand zwischen den Spielgeräten soll alles so angepasst werden können, dass jede Gesundheitskrise abgefedert werden kann.

Ob das im Detail gelingt, bleibt abzuwarten. Aber zumindest ist ein anderes Bewusstsein für mögliche Krisen entstanden. Letztlich kann das nur gut sein für die Glücksspielindustrie, denn vor 2020 hat man sich zu sehr darauf verlassen, dass das Glücksspiel schon immer irgendwie funktionieren würde. Irgendwie stimmt das auch, aber die stationären Glücksspielanbieter haben mit Entsetzen feststellen müssen, dass diese Aussage zumindest in der aktuellen Krise nur für die Online-Glücksspielanbieter gilt. Die Betreiber der Online Casinos mussten sich nicht mit irgendwelchen Hygienevorschriften auseinandersetzen. Die größte Umstellung bei den Online-Glücksspielen war, dass noch mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten mussten als ohnehin schon üblich. Ein weiterer Faktor dürfte sein, dass die Glücksspielanbieter, die auf das stationäre Geschäft angewiesen sind, in den nächsten Jahren versuchen werden, deutlich größere Rücklagen zu bilden als bisher. Auch einige große Glücksspielanbieter mussten im letzten Jahr bereits Kredite aufnehmen, um die finanziellen Folgen der Krise bewältigen zu können. Viele kleine Glücksspielanbieter mussten bereits aufgeben, da keine Rücklagen vorhanden waren.

Zusätzliches Standbein im Online-Glücksspiel

Bei den großen Glücksspielkonzernen in den USA lässt sich im Moment gut beobachten, dass eine der Folgen der Krise ist, dass das Online-Glücksspiel als zusätzliches Standbein aufgebaut wird. Ohnehin hätten die großen Konzerne wohl die neuen Chancen auf dem amerikanischen Online-Glücksspielmarkt genutzt. Aber durch die Krise hat sich diese Entwicklung erheblich beschleunigt. Zudem ist die Risikobereitschaft bei Glücksspielkonzernen wie Caesars Entertainment und MGM Resorts noch einmal deutlich nach oben gegangen. Die einfache Erkenntnis: Die großen Glücksspielkonzerne möchten nicht noch einmal kalt erwischt werden von einer Gesundheitskrise, die das stationäre Geschäft weitgehend lahmlegt. Doch können auch die vielen kleinen Glücksspielanbieter vom Online-Glücksspiel profitieren? In Deutschland bietet sich in Zukunft die Möglichkeit, neben dem stationären Glücksspiel auch eine Lizenz für Online-Glücksspiele zu bekommen. Die neue Glücksspielregulierung macht das möglich. Zumindest die mittelgroßen Glücksspielanbieter in Deutschland werden vermehrt die Chance nutzen, auch ein Angebot im Bereich des Online-Glücksspiels zu schaffen.

Es kann durchaus sein, dass diverse Betreiber von Spielbanken in Deutschland versuchen werden, das Online-Glücksspiel als zusätzliches Standbein aufzubauen. Auch Besitzer von Spielhallen-Ketten könnten das nötige Kapital haben, um in Zukunft Online-Spielbanken zu betreiben. Mit ein bisschen Kreativität ist vieles möglich. Eines ist sicher: Wer bei der nächsten Gesundheitskrise davon überrascht wird, dass Spielhallen und Spielbanken wieder schließen müssen, hat nicht richtig aufgepasst. Das Online-Glücksspiel wächst seit vielen Jahren und wäre auch ohne Gesundheitskrise in exzellenter Verfassung. Aber durch die aktuelle Krise haben viele Glücksspiel-Fans das Online-Glücksspiel zum ersten Mal überhaupt ausprobiert. Es ist äußerst fraglich, ob alle Glücksspiel-Fans, die im Jahr 2020 zum ersten Mal online gespielt haben, noch einmal in Spielhallen und Spielbanken zurückkehren werden. Die Unternehmen und Konzerne, die im stationären Glücksspiel unterwegs sind, wären gut beraten, das Geschäft auf eine breitere Basis zu stellen. Ansonsten könnte die nächste Krise die letzte sein für viele Glücksspielanbieter.