Die Gaming Innovation Group hat im zweiten Quartal 2020 hervorragende Zahlen produziert. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 49 Prozent gestiegen. Der Gewinn konnte sogar um 93 Prozent erhöht werden. Trotz der problematischen Rahmenbedingungen konnte die Gaming Innovation Group auch im zweiten Quartal den positiven Trend bestätigen. Für die Casino-Branche war das Jahr 2020 bislang nicht ganz unproblematisch. Besonders schwer von der Krise getroffen sind bislang die landbasierten Casinos. Dahingegen können die Online Casinos überwiegend gute Zahlen vorlegen. Auch die Gaming Innovation Group zeigt, dass die Casino-Branche zumindest beim Online-Geschäft unter den schwierigen Rahmenbedingungen der letzten Monate sehr stark aufgestellt ist. Gaming Innovation Group konnte im zweiten Quartal 2020 einen Umsatz von 16,7 Millionen Euro erzielen.

Gaming Innovation Group wächst in hohem Tempo

Gaming Innovation Group Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 47 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ist der Umsatz um 49 Prozent gestiegen. Der Gewinn (EBITDA) ist im zweiten Quartal um 93 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der absolute Betrag liegt bei 2,8 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung im Vergleich zum vorherigen Quartal um 382 Prozent. Die Gewinnmarge liegt bei 17 Prozent. Auch das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, und zwar um vier Prozentpunkte. Die Gaming Innovation Group hat sich mittlerweile auf B2B-Angebote spezialisiert. Das war offenbar eine gute Idee, denn die aktuellen Ergebnisse sind exzellent. Wenn die Gaming Innovation Group in diesem Stil weiter macht, wird das Unternehmen bis zum Ende des Jahres noch deutlich weiter wachsen. Besonders interessant bei den aktuellen Zahlen ist, dass sich die Einnahmen relativ gleichmäßig auf die Plattform-Dienste und den Content verteilen. Das ist ein klares Indiz dafür, dass das Unternehmen insgesamt gut bei den Geschäftspartnern ankommt, denn die ganze Bandbreite des Portfolios wird genutzt. Vor allem im Casino-Bereich hat die Gaming Innovation Group sehr gute Leistungen vorzuweisen. In diesem Bereich könnte die Gaming Innovation Group in den nächsten Jahren erheblich wachsen, zumal der Bedarf insgesamt weiter wächst. Es gibt immer mehr Online Casinos, die darauf angewiesen sind, hochwertige Inhalte zu präsentieren.

Ganz ungetrübt bleibt die Bilanz im zweiten Quartal für GiG aber nicht. Der Gewinn mit dem Sportwetten-Segment ist im zweiten Quartal ist im zweiten Quartal um 0,9 Millionen Euro gesunken. Immerhin ist es aber gelungen, den Verlust im Vergleich zum vorherigen Quartal zu reduzieren. Durch Kostensenkungen im Sportwetten-Segment erhofft sich die Gaming Innovation Group, in den nächsten Jahren auch in diesem Bereich deutlich bessere Zahlen vorlegen zu können. Aktuell verdient die Gaming Innovation Group mit den Sportwetten aber noch kein Geld. Ein Grund dafür dürfte aktuell aber auch sein, dass die Situation für Sportwettenanbieter im zweiten Quartal sehr schlecht war. Trotzdem könnte die Gaming Innovation Group gerade bei den Sportwetten noch deutlich zulegen, um auch beim Gesamtergebnis dann noch bessere Zahlen vorlegen zu können. Aber das ist Kritik auf einem recht hohen Niveau. Gaming Innovation Group hat in den letzten Monaten einige sinnvolle Investitionen gemacht und das Geschäft neu strukturiert. Das schlägt sich bereits in den Zahlen für das zweite Quartal 2020 nieder. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Umstrukturierungen dazu führen werden, dass das Gesamtgeschäft in den nächsten Quartalen noch deutlich stärker florieren wird. Auf der Basis der aktuellen Ergebnisse dürfte es zudem leichter sein als in der Vergangenheit, neue Geschäftspartner zu gewinnen. Für ein Unternehmen wie die Gaming Innovation Group ist es enorm wichtig, dass möglichst starke Geschäftspartner für langfristige Verträge gewonnen werden. Der wichtigste Partner ist aktuell Betsson. Aber es spricht einiges dafür, dass die Liste der Unternehmen, mit denen die Gaming Innovation Group kooperiert, schon in diesem Jahr deutlich länger werden wird. Letztlich ist das die Basis für langfristiges Wachstum. Der Deal mit Betsson ist allerdings aktuell unverzichtbar, nicht nur mit Blick auf die starken Zahlen im zweiten Quartal 2020. Auch langfristig dürfte die Kooperation mit Betsson eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg der GiG spielen.

Neue Kooperation und ambitionierte Ziele

Der Deal mit Betsson ist wichtig, aber die Gaming Innovation Group wäre schlecht beraten, nur auf einen Casino- und Sportwetten-Partner zu setzen. Vielmehr ist die Gaming Innovation Group damit beschäftigt, neue Kooperationen einzugehen. In diesem Jahr ist es zum Beispiel gelungen, mit SkyCity einen Partner zu finden, mit dem der Übergang von einem landbasierten Casino zu einem Online Casino bewerkstelligt werden muss. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die in Zukunft vielleicht noch von vielen weiteren landbasierten Casinos in Auftrag gegeben wird. Warum? Es gibt viele Jurisdiktionen, die es mittlerweile geeigneten Unternehmen erlauben, Online Casinos zu betreiben. Diese Online Casinos können somit dann auch von Unternehmen betrieben werden, die landbasierte Casinos betreiben. Auch in Deutschland wäre es theoretisch demnächst möglich, als Spielbank-Betreiber zusätzlich noch ein Online Casino zu unterhalten. Ob das in der Praxis wirklich stattfinden wird, bleibt abzuwarten. Aber ein Unternehmen wie die Gaming Innovation Group kann in Zukunft vielleicht dem einen oder anderen Casino-Betreiber aus der Offline-Branche dabei helfen, ein modernes Online Casino zu kreieren. Die passenden Plattformen und Inhalte hat die Gaming Innovation Group. Gerade für die Betreiber der landbasierten Casinos ist es enorm wichtig, das Know-how der Online-Spezialisten zu nutzen beim Übergang ins Internet. In der Schweiz hat sich beispielsweise gezeigt, dass es enorm schwierig ist für die klassischen Spielbanken-Betreiber, ohne erfahrene Partner aus der Online-Branche hochwertige Online Casinos auf die Beine zu stellen. Zum Hintergrund: In der Schweiz dürfen ausschließlich die Spielbanken-Betreiber Online Casinos ins Netz stellen. Allerdings hat sich beim Übergang zur neuen Glücksspiel-Regulierung in der Schweiz gezeigt, dass die Betreiber der landbasierten Casinos große Schwierigkeiten hatten, attraktive Online Casinos zu kreieren.

Der Gaming Innovation Group ist es im zweiten Quartal gelungen, eine Anleihe in Höhe von 300 Millionen SEK zurückzuzahlen. Das ist hinsichtlich der zukünftigen Pläne wichtig, denn jede finanzielle Belastung behindert letztlich die neuen Investitionen. Spannend ist, dass die Gaming Innovation Group die Anzahl der Angestellten auf 487 reduziert hat. Im letzten Jahr waren in der Spitze noch 709 Menschen bei Gaming Innovation Group beschäftigt. Die Reduzierung des Personals hat vor allem damit zu tun, dass Gaming Innovation Group sich neu aufgestellt hat und B2B in den Vordergrund gerückt ist. Ein Grund dafür, diese unternehmerische Entscheidung zu treffen, war die Möglichkeit, mit weniger Personal effizienter arbeiten zu können. Zudem ist die Konkurrenz beim B2C enorm stark, während es im B2B-Geschäft in der Glücksspielbranche durchaus die Möglichkeit gibt, noch die eine oder andere Lücke zu finden. Der Gaming Innovation Group ist es ganz offensichtlich sehr gut gelungen, den Übergang zu gestalten. Langfristig muss sich zeigen, ob die Gaming Innovation Group sich gegen deutlich größere Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen durchsetzen kann. Es ist auch denkbar, dass GiG irgendwann von einem größeren Konkurrenten aufgekauft wird. In den letzten Monaten hat es diverse Fusionen und Unternehmenskäufe gegeben. Die Glücksspielbranche in Europa erlebt gerade eine große Konsolidierungswelle, an deren Ende wahrscheinlich deutlich mehr große Unternehmen und Konzerne als bisher stehen werden. Die Gaming Innovation Group hat sich gut aufgestellt und dafür gesorgt, dass auch die Ausgabenseite optimiert worden ist. Die Kostenstruktur ist bei der GiG mittlerweile deutlich besser als noch im Vorjahr. Auch das ist ein Grund, warum die Bilanz für das zweite Quartal 2020 so positiv ausgefallen ist.

Gaming Innovation Group kommt hervorragend durch die Krise

In der aktuellen Bilanz weist Gaming Innovation Group darauf hin, dass einige geplante Vertragsunterzeichnungen für neue Kooperationen verschoben werden mussten aufgrund der aktuellen Gesundheitskrise. Das ist bedauerlich, aber auch kein Beinbruch. Es spricht einiges dafür, dass die Gaming Innovation Group schon in naher Zukunft weitere Kooperationen vermelden kann, denn die Situation hat sich in vielen Ländern entspannt. Generell lässt sich feststellen, dass die Gaming Innovation Group nicht nur aufgrund der eigenen starken Leistungen sehr gut durch die Krise gekommen ist. Auch die Gesamtsituation trägt viel dazu bei, dass die Gaming Innovation Group hervorragende Zahlen für das zweite Quartal 2020 berichten kann. Der entscheidende Faktor für die Gaming Innovation Group ist, dass die Online Casinos im zweiten Quartal die einzige Alternative für Glücksspiel-Fans waren, da die Spielbanken und Spielhallen fast überall auf der Welt geschlossen hatten. Es gab zudem kaum Sportwetten. Online-Bingo und Online-Poker waren zwar auch noch verfügbar, aber für einen typischen Spielautomaten-Fan ist es zum Beispiel keine echte Alternative, Bingo zu spielen. Die Online Casinos konnten zum größten Teil sehr gute Zahlen im zweiten Quartal 2020 vorlegen. Davon profitiert dann natürlich auch ein Casino-Dienstleister wie die Gaming Innovation Group, der diverse erstklassige Online Casinos beliefert. Allerdings hätte das Ergebnis auch deutlich schlechter ausfallen können, wenn der Sportwetten-Anteil der Gaming Innovation Group wesentlich größer wäre, als er aktuell ist.

Die aktuelle Krise könnte auch bei der Gaming Innovation Group dazu führen, dass der Anteil des Online-Glücksspiel dauerhaft hoch gehalten wird. Sportwetten sind, das ist eine wichtige Erkenntnis der letzten Monate, nicht so krisenfest wie Online-Glücksspiele. Allerdings muss auch die Unternehmensführung der Gaming Innovation Group analysieren, wie sinnvoll es ist, eine Ausnahmesituation, die vielleicht für Jahrzehnte einmalig bleiben wird, als Basis für strategische Entscheidungen zu nutzen. Fakt ist aber auch, dass viele Glücksspielanbieter in den letzten Monaten erheblich Federn lassen mussten, weil sie entweder nur einen geringen Casino-Anteil oder gar keinen Casino-Anteil im Portfolio hatten. Besonders hart getroffen worden sind die Unternehmen, die ausschließlich landbasierte Angebote im Programm haben. Es gibt viele Spielhallen-Betreiber in Deutschland, die derzeit um ihre Existenz kämpfen. Dahingegen können Unternehmen wie die Gaming Innovation Group, die komplett auf Online-Glücksspiel setzen, aufgrund der guten finanziellen Gesamtsituation bereits Pläne für die nächsten Investitionen machen. Die Gaming Innovation Group hat auf unerwartete Weise auch durch die Gesundheitskrise einen Sprung nach vorne gemacht im wirtschaftlichen Ergebnis. Nun gilt es, in den nächsten Quartalen die starken Zahlen zu bestätigen.