Zusammen mit der Deutschen Kreditbank AG(DKB) vergab die eSports Player Foundation (EPF) am 20. Juli 2020 ein Stipendium für ausgewählte Talente. Auserkoren wurden vier Spieler der League of Legends, denen damit der Weg in eine Karriere als eSportler geebnet werden soll. In Zukunft sollen darüber hinaus noch viele weitere Talente aus Deutschland u.a. durch ein Profi-Coaching umfassend unterstützt werden. Die Förderung von jungen Talenten aus dem Bereich des deutschen eSports zählt mit zu den erklärten Zielen der eSport Player Foundation. Ein zukunftsorientierter Ansatz, der im eSport noch recht neu ist. Mit der DKB konnte hierfür ein kompetenter Sponsoring Partner gewonnen werden. 

Förderung des eSports als großes Ziel

ESports Player FoundationDie EPF wurde erst Anfang dieses Jahres gegründet und ist eine sogenannte Non-Profit-Organisation, die sich auf die Fahne geschrieben hat, all das abzudecken, was in diesem Bereich bisher noch nicht existierte. Mit Jörg Adami wurde ein sehr erfahrener Geschäftsführer gefunden, der künftig in den eSport seine langjährigen Erfahrungen aus dem traditionellen Sport einbringen wird. Mehr als 10 Jahre war er zuvor bei der privaten Sport Förderinitiative „Deutsche Sporthilfe“ beschäftigt. Insgesamt wurden nun erstmals 15 Spielerinnen und Spieler der League of Legends (LoL) begünstigt. Unter ihnen befinden sich auch Akteure der Teams der mYinsanty und OP Innogy eSport, die in der Premier League spielen. Die Förderung soll nicht nur dabei helfen, den Traum eines jeden Einzelnen zu ermöglichen, sie soll auch dazu dienen, diese Spieler zu Vorbildern für andere angehende eSportler werden zu lassen. „Unser Ziel ist es, mittelfristig eine dreistellige Anzahl zu fördern, und wir bauen gerade noch eFootball auf,“ kündigt der EPF Co-Founder Evangelos Papathanassiou an. Als langfristiges Ziel hat sich die Organisation vorgenommen, Spieler aus allen großen Bereichen des eSports zu fördern. Das geht nicht ohne finanzkräftige Partner. Mit der DKB-Kooperation wurde demnach der erste Schritt in die richtige Richtung unternommen.Ohne die Unterstützung der Deutschen Kreditbank AG wäre es nicht möglich gewesen, die vier League of Legens Talente, die durch ein Scouting ausgewählt wurden, zu fördern. Durch ein professionelles Coaching und das eSport Stipendium soll diesen vier Stipendiaten nun der Weg in eine große eSport-Karriere geebnet werden. Evangelos Papathanassiou erklärt dazu: „Im Idealfall hilft das Stipendium, das Maximum aus dem eigenen sportlichen Potenzial zu machen, dies aber ohne Nachteile im sozialen, schulischen und beruflichen Leben.“ Betreut werden die Stipendiaten u.a. vom deutschen Meister Coach Christoph „MoSiTing“ Würger, der im Prime League Pro Division Spring Split mit dem FC Schalke 04 Evolution den Meistertitel holte

Überzeugendes Projekt

„Durch das Stipendium der DKB und des EBF erhalten die Spieler eine Förderung, die gleichgestellt ist mit der eines olympischen Athleten. Das heißt korrekt, ein auf den Athleten individuell abgestimmtes Paket von Förderungen, welches zum Beispiel Steuerberatung, Altersvorsorge, Versicherungsberatung, Personal Training, finanzielle Förderung und Hardware Support, medizinische sowie Ernährungsberatung sowie vieles mehr beinhaltet,“ sagt MoSiTing, der von dem Projekt komplett überzeugt ist. Für ihn ist es eine große Ehre, an der Gestaltung und Ausführung dieses Stipendiums mitarbeiten zu dürfen. „So eine Förderung hätte ich mir vor fünf Jahren gewünscht. So was anzubieten, plus immer noch als Coach aktiv zu sein, ist genial,“ sagt er weiter und erklärt die Kooperation: „Wir halten nun seit ein paar Wochen über Discord, E-Mail und telefonisch Kontakt zu ihnen.“ Die EPF ist durch die Hilfe der Partner in der Lage, allen Stipendiaten eine individuelle Förderung zu ermöglichen. „Als konkretes Beispiel helfen wir auch, wenn für die Stipendiaten aufgrund ihres Studiums und gerade während der Prüfungsphasen durch überschneidende Turniertermine eine Menge Stress entsteht. Wir stellen dann einen Kontakt zum Dekan der Universität her und informieren ihn über die Situation der Athletin oder des Athleten.“ Darüber hinaus erläutert der Ex-S04 Coach, dass es nicht allein darum geht, dass die Spieler besser in der League of Legends werden. „Das Thema, welches mir persönlich am wichtigsten ist, ist die medizinische Betreuung, welche unsere Stipendiaten und alle anderen geförderten Spieler beziehen können, wenn sie gesundheitliche Probleme haben oder einfach präventiv dagegen vorgehen wollen.“ Außerdem betont er: „Diese wichtige Fördermaßnahme darf keinem Spieler vorenthalten werden.“ Auch von der jeweiligen Kompetenz der einzelnen Mitglieder der eSport Player Foundation ist MoSiTing fest überzeugt: „Dank Jörg Adami, der für über zehn Jahre im Vorstand der Deutschen Sporthilfe tätig war und Evangelos Papathanassiou, der als Consultant für die FIGA, UEFA, den FC Bayern München und viele mehr tätig war, verbinden wir Erfahrung aus dem professionellen Leistungssport, der Wirtschaft und dem eSport.“ MoSiTing selbst hilft seine Erfahrung als Coach der Teams Misfits Gaming und S04 Evolution, die es ihm ermöglicht „... den Stipendiaten Konzepte auf LEC- und Academy-Level beizubringen.“

Große Pläne für die Zukunft

Ein schnelles Wachstum strebt die eSport Player Foundation auch in anderen Bereichen an. Laut Evangelos Papathanassiou sieht die aktuelle Planung eine gleichzeitige Förderung von 100 Spielerinnen und Spielern vor, die ab Anfang des kommenden Jahres greifen soll. An diesem Punkt hebt er nochmal hervor, wie wichtig es ist, „... dass die Spieler wie Vorbilder auftreten - respektvoll, fair und leistungsorientiert.“ Weitere Fortschritte erhofft sich auch MoSiTing für die EPF: „Ich glaube absolut daran, dass wir es schaffen werden, alle, die den eSport lieben, hinter die Idee zu bekommen, die Spielerinnen und Spieler zu supporten. Dann wird es richtig groß und kann den ganzen Sport verändern. Und natürlich brauchen wir auch die EPF in vielen anderen Ländern.“

Die Förderung durch die EPF und die DKB sollte nur ein Anfang sein, der die Weichen für eine Zukunft im Bereich eSport-Talentförderung stellt. Eine derartige Entwicklung stellt den zunehmenden Stellenwert dieser noch jungen Sportart in den Vordergrund - und dies nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.