Es gibt einen neuen Weltmeister im Poker! Der Argentinier Damian Salas schlug im Main Event der World Series of Poker (WSOP) den US-Amerikaner Joseph Herbert im letzten Heads Up Duell und holte sich nicht nur das begehrte Bracelet, sondern auch ein Preisgeld in Millionenhöhe. „Ich spiele nicht um Geld, ich spiele wegen der Herausforderung, wegen meiner Liebe zum Poker. Ich spiele, um jedes Mal besser zu werden und um mich mit anderen zu messen. Ich bin sehr stolz darauf, dies geschafft zu haben", sagte Damian Salas nach seinem triumphalen Sieg in Las Vegas. Mit diesem spektakulären Erfolg krönte der 46-jährige Mann aus Chascomús in Argentinien soeben seine bisherige Karriere im Pokerspiel und konnte neben dem Bracelet auch noch eine Million US-Dollar mit nach Hause nehmen. Damit löst er den Deutschen Hossein Ensan ab, der sich 2019 den Titel des Weltmeisters gesichert hatte und damals ein stolzes Preisgeld von rund zehn Millionen US-Dollar kassierte.

Offizieller Nachfolger von Hossein Ensan steht fest

Poker Spielbank OnlineUrsprünglich war das finale Heads Up im Wettbewerb des Jahres 2020 schon für den 30. Dezember geplant, musste jedoch auf Anfang Januar 2021 verschoben werden. Aufgrund der anhaltenden weltweiten Gesundheitskrise und den entsprechenden Begleitumständen, zu denen eben auch Reisebeschränkungen gehören, hatte sich die Einreise von Damian Salas in die Vereinigten Staaten von Amerika etwas verzögert. Joseph Herbert hatte einen wesentlich besseren Start in das Duell um den größten Titel, den es aktuell im Poker gibt. Er hatte sich sehr schnell eine deutliche Führung bei den Chips erspielt, doch Damian Salas holte bald zum Gegenschlag aus. Dem Argentinier gelang es, das Spiel komplett zu drehen. Nach der 131. Hand war es dann endlich soweit: Damian Salas stand als Sieger des Jahres 2020 fest. Die zahlreichen gesetzlichen Restriktionen, die mit der internationalen Gesundheitskrise einhergehen, machten auch an der WSOP nicht Halt, daher musste das Main Event 2020 in einer stark veränderten Form stattfinden.
Es begann damit, dass sich zunächst neun Spieler für die Final Tables beim International Main Event, oder auch Domestic Main Events genannt, qualifizieren mussten. Als Sieger gingen daraus der US-Amerikaner Joseph Herbert und der Argentinier Damian Salas hervor. Dies berechtigte die beiden Kontrahenten um den Titel in einem finalen Heads Up-Duell zu zocken. Wie es mit der World Series of Poker in diesem Jahr aussieht, ist aktuell noch völlig ungewiss. Klar ist: Die WSOP soll stattfinden. Ob als Online Event oder in Präsenz, bestenfalls auch wieder mit Zuschauern, ist aktuell noch offen. Das hängt im Wesentlichen von der weltweiten Entwicklung der noch immer anhaltenden Gesundheitskrise ab.

Platz 3 der erfolgreichsten Spieler Argentiniens

Durch den Sieg im internationalen Main Event im tschechischen Rozvadov hatte sich Damian Salas Mitte Dezember 2020 als erster Spieler die Teilnahme am finalen Heads Up in Las Vegas gesichert. Eigentlich sollten neun Teilnehmer am Final Table im King’s Resort sitzen, doch der Chinese Peiyun Sun hatte bereits im Vorfeld abgesagt. Daher spielten nur noch acht Spieler im Finale, die sich online qualifiziert hatten. Der Gesamtpool der Preisgelder betrug 6.740.400,- US Dollar, da der Buy In von 10.000,- US Dollar insgesamt 674 Mal eingezahlt wurde. Die Pokerwelt ging davon aus, dass der brasilianische Spieler Bruno Botteon auch das Heads Up schafft, da er als Chipleader ins Rennen ging. Argentinien gegen Brasilien hieß der Kampf um den Sieg, der ganz fest in südamerikanischen Händen lag. Nur etwas mehr als eine Stunde benötigte Damian Salas um Botteon zu schlagen und somit als Sieger des WSOP International Main Event festzustehen. Mit knapp 1.551.000,- US Dollar erzielte der Argentinier das höchste Preisgeld seiner bisherigen Karriere. Damit wuchsen seine Einnahmen durch Poker-Turniere auf gut 4,2 Millionen US Dollar an, wodurch er sich auf Rang drei der erfolgreichsten Pokerspieler Argentiniens katapultierte. Schon 2017 gelang es ihm, sich beim WSOP Main Event ein sehr hohes Preisgeld zu erspielen. Damals ging er als Siebter aus dem Rennen und hatte sich in dem Wettbewerb bereits 1.425.000,- US Dollar erspielt. Kein einziger deutscher Spieler konnte sich im vergangenen Jahr für den Final Table in Rozvadov qualifizieren. Christopher Pütz gelang in der Gesamtbewertung nur Platz 13, der ihm einen Gewinn von knapp 45.000,- US Dollar sicherte. Beim WSOP International Main Event in Tschechien sah die Rangliste folgendermaßen aus: Platz 1 für Damian Salas aus Argentinien mit einem Gewinn von exakt 1.550.969,- US Dollar. Auf Platz 2 folgte ihm der Brasilianer Bruno Botteon mit 1.062.723,- US Dollar Preisgeld. Manuel Ruivo aus Portugal erzielte immerhin noch 728.177,- US Dollar auf dem dritten Platz und der Spanier Ramon Miguel Munoz auf Platz vier 498.947,- US Dollar. Auf Platz fünf stand Marco Streder aus der Schweiz. Er gewann 341.879,- US Dollar und Dominykas Mikolaitis aus Litauen erspielte sich auf Rang sechs immerhin noch 234.255,- US Dollar.