DraftKings hat einen neuen Vizepräsidenten. Roy Pollitt ist auch durch seine frühere Tätigkeit als Special Agent beim FBI eine interessante Persönlichkeit. Ob diese besondere Qualifikation eine Rolle bei der Auswahl des neuen Top-Managers eine Rolle gespielt hat, darf bezweifelt werden. Pollitt soll sich um Regulierungsfragen kümmern. Warum braucht ein Spezialist für Fantasy Sports und Sportwetten in den USA einen ehemaligen FBI-Agenten als Vizepräsidenten? Das ist eine Frage, die im Moment in der US-Glücksspielbranche mit einigem Vergnügen recht lebhaft diskutiert wird. Fakt ist allerdings, dass Roy Pollitt schon lange nicht mehr beim FBI tätig ist. Für die Verpflichtung von Roy Pollitt dürfte es einige wichtige Rolle gespielt haben, dass der Manager bei seinem letzten Arbeitgeber Exiger intensiv mit Compliance-Fragen beschäftigt war. Aber es kann sicher auch nicht schaden, dass Pollitt 17 Jahre lang als Special Agent dem FBI gedient hat.

Ehemalige FBI-Agent wird Vizepräsident bei DraftKings

Draft Kings Online Gaming

Beim FBI war Roy Pollitt vor allem mit dem Thema Geldwäsche beim Online-Glücksspiel beschäftigt. Sieben Jahre lang hat Pollitt ein Team geleitet, das sich mit den Geldströmen in der Glücksspielbranche auf internationaler Ebene beschäftigt hat. Das ist eine gute Basis, um in Zukunft dafür zu sorgen, dass DraftKings alles richtig macht. DraftKings und Exiger kooperieren schon seit einigen Jahren bei Compliance-Themen, sodass die Verpflichtung von Roy Pollitt keine völlige Überraschung ist. Zeitweise war Pollitt als Berater von Exiger für Projekte von DraftKings abgestellt. In Zukunft wird sich Roy Pollitt in erster Linie darum kümmern, dass sämtliche Regulierungsfragen möglichst reibungslos abgewickelt werden. Es gibt einiges zu tun in diesem Bereich, denn DraftKings ist auf Wachstumskurs, nicht nur den USA. Warum ist das Regulierungsthema für DraftKings so wichtig, dass ein neuer Vizepräsident berufen wird, der sich vor allem mit dieser Thematik beschäftigt? In den USA läuft die gesamte Glücksspielregulierung über die einzelnen Bundesstaaten. Was in New Jersey gilt, zählt in Nevada oder auch Colorado nichts. Deswegen müssen die Glücksspielanbieter und auch die Sportwettenanbieter in jedem Bundesstaat Lizenzen beantragen.

Für einen Sportwettenanbieter wie DraftKings ist es dabei von großer Bedeutung, dass sämtliche Fragen rund um die Regulierung optimal bearbeitet werden. Verstöße gegen eine geltende Glücksspielregulierung können gerade in den USA enorm teuer werden. Darüber hinaus können auch wirtschaftliche Nachteile entstehen, wenn zum Beispiel ein Lizenzantrag nicht im ersten Anlauf zu einer Lizenzierung führt. Es gibt viele kleine und große Themen rund um das Thema Glücksspielregulierung bei großen Glücksspielanbietern wie DraftKings. Für Roy Pollitt gibt es einiges zu tun, denn DraftKings soll einer der größten Online-Buchmacher in den USA werden. Roy Pollitt wird sich in Zukunft damit beschäftigen, die bereits existierenden Lizenzen optimal zu verwalten. Aber Roy Pollitt wird auch die Aufgabe haben, demnächst weitere Lizenzen zu beantragen, denn schon bald werden weitere US-Bundesstaaten Sportwetten und Glücksspiele im Internet zulassen.

DraftKings soll Milliarden-Konzern werden

Das Sportwetten-Geschäft in den USA könnte eine gigantische Größe erreichen. Im Moment deutet vieles darauf hin, dass in einigen Jahren nicht mehr viele Bundesstaaten Sportwetten im Internet verbieten. Auch die Online-Glücksspiele sind auf dem Vormarsch. DraftKings gehört zu den Unternehmen, die bereits exzellent aufgestellt sind im Sportwetten-Geschäft. Im Moment geht es bei den großen Buchmachern in den USA darum, möglichst schnell zu wachsen. Das große Problem dabei ist, dass die Märkte noch schneller wachsen als die Unternehmen. Gerade beim Thema Glücksspielregulierung gibt es Optimierungsmöglichkeiten, die sich am Ende durch eine Beschleunigung des Wachstums auszahlen können. Roy Pollitt soll sich aber in Zukunft auch um das internationale Wachstum von DraftKings kümmern. Der US-Glücksspielanbieter wird in Zukunft auch in anderen Ländern aktiv werden. Angedacht sind beispielsweise Investitionen in Kanada, Mittelamerika und Südamerika. Europa ist wahrscheinlich auf absehbare Zeit kein wichtiger Markt für DraftKings, zumal der Sportwetten-Markt in Europa bereits sehr gut entwickelt ist. Die ganz großen Wachstumschancen gibt es für Einsteiger in Europa eher nicht.

Viele Sportwetten-Fans in den USA sind bereits jetzt dazu in der Lage, deutlich mehr Sportwetten zu nutzen als noch vor ein paar Jahren. Aber es gibt nach wie vor viele Bundesstaaten, in denen Online-Sportwetten nicht zugelassen sind. Schaut man sich eine der Apps der großen Sportwettenanbieter in den USA an, wird sehr schnell deutlich, dass bislang nur einige Bundesstaaten den neuen Markt optimal nutzen. Im Bereich der Online Casinos ist die Situation noch ein bisschen schwieriger, da einige Bundesstaaten zwar Sportwetten zulassen, aber Online-Glücksspiele verbieten. In den nächsten Jahren wird sich in jedem Fall ein großer Glücksspiel- und Sportwettenmarkt in den USA entwickeln. Wie hoch der Marktanteil von DraftKings am Ende sein wird, dürfte auch ein Stück weit von der Arbeit von Roy Pollitt in Zukunft abhängen. Es gibt allerdings noch andere Faktoren, die mindestens genauso wichtig sind. Am europäischen Sportwetten- und Glücksspielmarkt lässt sich gut erkennen, dass am Ende vor allem die Qualität der Angebote darüber entscheidet, welche Unternehmen und Konzerne die größten Umsätze machen.