eSport war 2020 in aller Munde. Die Entwicklung war rasant, nicht nur was die Preisgelder und Zuschauerzahlen betraf, sondern auch die allgemeine mediale Aufmerksamkeit. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr junge Menschen für den eSport interessieren und dort eine Chance für ihre professionelle Zukunft sehen. Dies bedeutet auch, dass es immer mehr Talente gibt, die auf den Markt drängen. Wer es in 2020 wirklich ins Rampenlicht geschafft hat und als verheißungsvoller Newcomer in der Szene gilt, wollen wir Ihnen hier vorstellen. Dabei geht es nicht nur um Personen, sondern auch um Games, die die Szene beeindruckt haben. Im Profi Fußball ist eine solche Entwicklung schon länger zu verfolgen. Die Scouts der Mannschaften schielen immer häufiger auf sehr junge Talente und bieten Summen an, bei denen einem ganz schwindelig wird. Böse Zungen sprechen sogar von Babys, die unter Vertrag genommen werden. Aber nein, ganz so weit ist es noch nicht; oder es ist zumindest noch nicht bekannt.

Man ist nie zu alt für eSport!

esport Sportwetten Fussball Online Casino Aber schaut man sich beispielsweise einmal Borussia Dortmund an, mit dem erst 16-jährigen Sturmtalent Youssoufa Moukoko, der bereits jetzt schon in der ersten Mannschaft spielt, dann weiß man, wohin die Reise ungefähr geht. Und auch im eSport gab es im letzten Jahr so etwas wie eine Sensation hinsichtlich des Alters eines Spielers. Wobei, und nun muss man schon heftig schlucken, er mit acht Jahren doppelt so jung ist, wie das Dortmunder Talent. Joseph Deen ist mit acht Jahren der jüngste eSport Profi aller Zeiten. Unter Vertrag genommen wurde er vom Team 33 aus Los Angeles und verstärkt dieses bei Fortnite. „Wir haben viele Profi-Spieler in unserem Fortnite-Team, die zahlreiche Turniere gewonnen haben“, erklärt Amine Rahal, Sprecherin von Team 33. „33 Gosu, so sein Gamer-Name, hat sie alle geschlagen und verlor dieses Jahr nicht ein einziges Trainingsmatch gegen sie. Das war der Moment, als wir entschieden haben, ihn unter Vertrag zu nehmen, bevor es jemand anderes tut.“ Zwar dürfte es noch einige Jahre dauern, bis er an richtigen Turnieren teilnehmen darf – die Altersuntergrenze liegt zumeist bei 14 Jahren – aber bis dahin trainiert er weiter an seinen Fähigkeiten. Natürlich kam bei dieser Verpflichtung auch Kritik auf, aber seine Mutter versicherte, dass die Schule absoluten Vorrang hat. Wer schon Turniere spielen darf und dies auch sehr erfolgreich macht, ist ein weiteres Wunderkind der Szene: der 14-jährige Andreas Vejrgang aus Dänemark. Er steht bei RB Leipzigs FIFA-Team RBLZ Gaming unter Vertrag und hat keines seiner 300 Spiele in der Weekend League von FIFA 21 verloren. Im Gegensatz zu anderen Ligen im eSport darf er bei FIFA 21 zwar erst ab 16 Jahren als Profi auf Turnieren tätig sein, aber seinem Ruf tut dies erstmal keinen Abbruch.

Noch mehr Erstaunliches

Aber nicht nur Einzelpersonen haben sich im letzten Jahr in den Vordergrund gespielt, auch bei den Teams gab es positive Überraschungen. Insbesondere das chinesische LoL Top-Team Suning hat sich in die Herzen der Zuschauer gespielt. Dafür sorgte auch bei den Worlds 2020 in Shanghai der Rauswurf des Favoriten Top Esports im Halbfinale. Ein besonderes Merkmal des Teams ist sicherlich das Durchschnittsalter von 22 Jahren. Es qualifizierte sich mit Mid-Laner Xiang „Angel“ Tao als Dritter der chinesischen LPL für die Worlds und setzte mit dem ersten Platz in der Gruppe A vor G2 Esports ein erstes Ausrufezeichen. Dieses wurde fortgeführt durch Siege in den Playoffs über JD Gaming und Esports. Zwar verlor man dann im Finale, aber es überhaupt als Nobody dorthin geschafft zu haben, zollte bei den Zuschauern enormen Respekt und katapultierte das junge Team direkt in deren Herzen. Besonders Momente wie der Penta-Kill im Finale vom erst 18-jährigen Top-Laner Chen “Bin” Ze-Bin bleibt den Fans lange in Erinnerung.

Aber wie schon beschrieben, es waren nicht nur Menschen, die überraschten, sondern auch Games. So gelang dem Spieleentwickler Riot Games mit VALORANT ein echtes Highlight. Schon 2019 sorgten sie für eine Überraschung, als zum zehnten Geburtstag von League of Legends brandneue Spiele Projekte vorgestellt wurden. Eines dieser Projekte mit Namen „Project A“, ein Taktik-Shooter, erblickte als VALORANT ein Jahr später das Licht der Welt und löste einen kleinen Hype aus. Es erinnerte vom Spielprinzip her an Counter-Strike: Global Offensive und dass es aufgrund der Fähigkeits-Elemente auch einen Hauch von Blizzard-Shooter Overwatch verliehen bekam, war es die Sensation. Zahlreiche Gamer stiegen sofort auf das neue Spiel ein und rasend schnell entwickelte sich eine eigene Struktur für das Game mit Turnieren und Preisgeldern. Zahlreiche CS:GO Profis haben bereits gewechselt und weitere folgen. Sobald es zurück auf Lan-Events geht, kann sich der neue eSport Shooter erneut beweisen. Es gab also eine Menge Überraschungen in 2020 sowohl in personeller Hinsicht als auch bei den Games selber. Dass die Profi Gamer immer jünger werden, mag nicht jeden erfreuen, scheint aber gerade ein Trend zu werden. Warten wir ab, wie es sich weiterentwickelt.