Der Glücksspielanbieter Casumo muss in Großbritannien eine Strafe von 6 Millionen Pfund bezahlen. Das ist ein echter Hammer. Allerdings hat es massive Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Regeln und Spielerschutz-Vorgaben gegeben. Vor einigen Jahren hat Casumo die europäische Glücksspielszene in Aufregung versetzt. Der Anbieter war mit einem ganz neuen Konzept sehr schnell erfolgreich. Anstatt einfach nur einzelne Spiele anzubieten, hatte Casumo von Anfang an eine große Abenteuerwelt, die neben den einzelnen Spielerfahrungen auch noch ein Gesamterlebnis bot. Im Laufe der letzten Jahre ist es etwas ruhiger geworden um Casumo. Doch nun steht der Glücksspielanbieter wieder im Fokus, denn die UK Gambling Commission hat Casumo dazu verurteilt, eine Geldbuße in Höhe von 6 Millionen Pfund zu bezahlen.

Casumo wird hart bestraft in Großbritannien

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Das ist eine heftige Strafe für einen Glücksspielanbieter. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Glücksspielbehörde Geldbußen verhängt. Speziell die UK Gambling Commission hat in den letzten Jahren immer wieder Verstöße gegen Regeln mit Geldbußen geahndet. Aber die Höhe der Geldbuße für Casumo ist dann doch bemerkenswert. Im Kern geht es vor allem um Verstöße gegen die geltenden Regeln zum Schutz vor Geldwäsche und Verstöße gegen den Spielerschutz. Beispielsweise durften die Spieler bei Casumo nach Auskunft der UK Gambling Commission hohe Einzahlungen machen, ohne dass irgendwelche Prüfungen erfolgten. Das ist ein Kardinalfehler, den Casumo sich ankreiden lassen muss, denn die Regeln sind diesbezüglich sehr klar in Großbritannien. Insgesamt scheint Casumo sehr unbeschwert mit großen Summen umgegangen zu sein. Die UK Gambling Commission konnte bei ihrer Überprüfung ermitteln, dass es nicht einmal eine ordentliche Dokumentation zu allen Transaktionen gibt. Es gehört nicht viel Fantasie dazu sich vorzustellen, dass eine Geldbuße von 6 Millionen Pfund nur dann gerechtfertigt werden kann, wenn ein entsprechend großer Schaden entstanden ist. Der Glücksspielanbieter Casumo ist durch die aktuelle Geldbuße von einem Tag auf den anderen in ein schlechtes Licht gerückt. Das ist vielleicht auch nicht ganz unverdient, denn die Glücksspiel-Fans haben ein Anrecht darauf, seriöse Online Casinos vorzufinden.

Aus Sicht vieler Experten ist es völlig unverständlich, warum bei Casumo gerade beim Thema Geldwäsche so viele Fehler gemacht worden sind. Jedem Verantwortlichen hätte klar sein müssen, dass diese Fehler früher oder später von der zuständigen Glücksspielbehörde entdeckt werden. Deswegen wäre es keine Überraschung, wenn der eine oder andere Top-Manager bei Casumo demnächst einen neuen Job braucht. Für Glücksspiel-Fans ist es in jedem Fall gut zu sehen, dass die UK Gambling Commission hart durchgreift und die Verstöße nicht einfach mit einer kleinen Strafe abhandelt. Nicht zuletzt an den Geldbußen und den Strafen für Glücksspielanbieter wird deutlich, wie seriös eine Glücksspielregulierung am Ende wirklich ist.

Spielerschutz erheblich vernachlässigt

Die UK Gambling Commission dokumentiert in der Begründung der Geldbuße für Casumo detailliert zahlreiche Fälle von Kunden, die hohe Beträge verloren haben, ohne dass Maßnahmen zum Spielerschutz ergriffen worden sind. Der heftigste Fall betrifft einen Kunden, der 1,1 Millionen Pfund innerhalb von drei Jahren verloren hat. Innerhalb dieser drei Jahre hat Casumo nicht ein einziges Mal versucht, den Kunden zu kontaktieren oder Einzahlungen zu limitieren. In anderen Fällen ging es um kleinere Summen. Ein Kunde hat bei Casumo innerhalb eines Monats 65.000 Pfund verloren. Auch in diesem Fall gab es nicht einmal den Versuch, Maßnahmen zum Spielerschutz umzusetzen. Ein anderer Kunde konnte 76.000 Pfund im Laufe von sieben Monaten verlieren. Auch in diesem Fall sah man sich bei Casumo nicht dazu in der Lage, einen individuellen Spielerschutz umzusetzen. Was bedeutet das konkret? Seriöse Glücksspielanbieter erkennen, wenn Spieler hohe Summen setzen und verlieren. In diesem Fall wird dann in der Regel schnell Kontakt aufgenommen zum Kunden. Gegebenenfalls lässt sich noch überprüfen, ob der Kunde vielleicht genügend Geld hat, um entsprechende Summen zu verlieren. Andernfalls ist es üblich, dass individuelle Limits eingerichtet werden, um die Spieler vor sich selbst zu schützen.

Casumo muss sich schleunigst besser aufstellen, um in Großbritannien und anderen Ländern überhaupt noch Lizenzen zu bekommen. Seriosität ist die wichtigste Qualität, die ein Glücksspielanbieter haben muss. Die besten Spiele und die großartigsten Bonusangebote helfen nicht, wenn die Kunden nicht ganz sicher sind, dass alles korrekt abläuft. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Casumo hat faire Spiele korrekt angeboten. Im aktuellen Fall ging es nicht darum, dass Gewinne nicht ausgezahlt worden wären oder der Kundenservice nicht gut funktionieren würde. Aber wenn Spielerschutz und Geldwäsche nicht ernst genommen werden, ist das ein großes Problem, unter dem am Schluss dann auch normale Kunden leiden können. Die UK Gambling Commission hat sich in den letzten Jahren den Ruf erarbeitet, bei groben Verstößen hart durchzugreifen. Der aktuelle Fall von Casumo zeigt, dass die UK Gambling Commission auch vor den bekannten Namen im Glücksspielgeschäft nicht halt macht. Genauso muss es sein.