Bethard gehört bald zur Esports Entertainment Group. Der bekannte schwedische Sportwettenanbieter wird für einen Preis von 22,1 Millionen Euro verkauft. Ein Teil der Kaufsumme ist erfolgsabhängig, sodass die Summe unter Umständen noch steigen oder sinken kann. Der schwedische Glücksspielanbieter Bethard ist in den letzten Jahren recht erfolgreich gewesen. Auch in Deutschland kennen viele Sportwetten-Fans das attraktive Angebot von Bethard. In der Glücksspielbranche ist es oft so, dass die erfolgreichen Unternehmen irgendwann von größeren Anbietern gekauft werden. Auch im Fall von Bethard ist das nun so. Die Esports Entertainment Group hat sich dazu entschieden, Bethard zu kaufen. Der Kaufpreis steht noch nicht ganz fest, denn es gibt eine feste Komponente in Höhe von 16 Millionen Euro. Hinzu kommen noch zwölf Prozent des Nettogewinns in den nächsten beiden Jahren. Auf der Basis der aktuellen Bilanzen würde das zu einem Kaufpreis von insgesamt 22,1 Millionen Euro führen.

Bethard bekommt neuen Besitzer

Esport Entertainment Group

Bethard gehört nicht zu den größten Buchmachern in Europa, aber die Marke hat mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad. Somit hat Esports Entertainment Group eine gute Basis, um Bethard in den nächsten Jahren in neue Höhen zu führen. Ein wichtiger Grund dafür, dass man sich bei Esports Entertainment Group dazu entschieden hat, Bethard zu kaufen, sind die vorhandenen Lizenzen in Schweden und Spanien. Diese beiden Märkte sind für Esports Entertainment Group besonders interessant. Ohne die aufwendigen Lizenzierungsverfahren zu durchlaufen, kann Esports Entertainment Group über Bethard in diesen Märkten schnell Fuß fassen. Esports Entertainment Group hat bereits vier Glücksspiel- und Sportwetten-Lizenzen in Europa. Mit den beiden neuen Lizenzen, die durch Bethard hinzu kommen, kommt der Glücksspielanbieter in Zukunft auf sechs Lizenzen. Auf einen Schlag wird die Marktabdeckung in Europa deutlich vergrößert. Aus strategischen Gründen ist für Esports Entertainment Group vor allem der schwedische Markt spannend.

Als schwedischer Glücksspielanbieter ist Bethard fest verankert in Schweden und hat ordentliche Marktanteile, sowohl im Sportwetten- als auch in Glücksspielbereich. Es wird spannend sein zu sehen, in welcher Form die Esports Entertainment Group in den nächsten Monaten Bethard verändern wird. Es ist durchaus denkbar, dass das Angebot erweitert wird. Auch die Ausdehnung in weitere Jurisdiktion ist vorstellbar. Für die deutschen Glücksspiel-Fans dürfte besonders interessant sein, ob Bethard auch eine deutsche Lizenz für Sportwetten und Casinos in Zukunft haben wird. Da viele deutsche Sportwetten- und Glücksspiel-Fans Bethard kennen und schätzen, wäre das wohl eine sinnvolle Sache. Aber letztlich muss die Esports Entertainment Group entscheiden, wie die Strategie mittelfristig aussieht. Der deutsche Markt ist durch die neue Glücksspielregulierung, die einige strenge Regeln enthält, nicht mehr ganz so einfach wie in den letzten Jahren für Glücksspielanbieter.

Gute Nachricht für Fußballstar Zlatan Ibrahimović

Zlatan Ibrahimović ist erst kürzlich von der UEFA zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt worden aufgrund einer Beteiligung an Bethard. Es ist davon auszugehen, dass Zlatan Ibrahimović die aktuelle Situation nutzt, um seine Anteile an Bethard zu günstigen Konditionen zu verkaufen. Alles andere wäre angesichts der UEFA-Strafe kaum nachvollziehbar. Es ist nicht-öffentlich bekannt, wie hoch der Anteil von Zlatan Ibrahimović an Bethard ist. Aber mit ein bisschen Glück könnte der schwedische Fußballstar mit einem deutlichen Plus trotz Geldstrafe aus der Sache herauskommen. Viele Beobachter fanden die Geldstrafe für Zlatan Ibrahimović zu niedrig. Anfangs stand sogar eine mehrjährige Sperre im Raum. Doch die UEFA hat sich am Ende dann für eine relativ kleine Geldstrafe entschieden. Vielleicht war aber zu diesem Zeitpunkt auch schon klar, dass Zlatan Ibrahimović seine Anteile in Kürze verkaufen würde. Die UEFA ist jedenfalls nicht dafür bekannt, ihre eigenen Stars und Clubs durch übermäßige Strafen nachhaltig zu schädigen. Vielleicht werden in den nächsten Wochen die Hintergründe zu dieser Geldstrafe und die Verbindung zum Verkauf von Bethard noch ein bisschen besser beleuchtet. Für einen Investigativ-Journalisten gäbe es in jedem Fall in dieser Sache einiges zu tun. Teilweise wurde sogar schon spekuliert, dass die EM-Absage von Zlatan Ibrahimović etwas mit der Beteiligung an Bethard zu tun haben könnte. Aber dafür gibt es nicht den geringsten Beleg.

Die Esports Entertainment Group ist in den letzten Monaten auf Einkaufstour gewesen. Neben Bethard hat die Esports Entertainment Group auch noch Lucky Dino Gaming und Argyll Entertainment gekauft. Nicht nur in Europa ist die Esports Entertainment Group aktiv. Auch in den USA will der Glücksspielanbieter Geld verdienen. In New Jersey hat ein Unternehmen des Glücksspielkonzerns eine Lizenz beantragt. Esports Entertainment Group ist im Moment noch nicht besonders bekannt in der Glücksspielszene. Aber es kann durchaus sein, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Die Aktivitäten in den letzten Monaten zeigen jedenfalls, dass man bei der Esports Entertainment Group große Pläne hat. Die entscheidende Frage wird am Ende aber sein, ob diese Pläne auch zum gewünschten Erfolg führen. Für die vielen Sportwetten-Fans, die Bethard als Buchmacher nutzen, wird sich diese Frage vielleicht schon in den nächsten Wochen beantworten, denn zur Fußball-Europameisterschaft müssen alle guten Buchmacher in Top-Form sein.