Die Kunden des Online Casinos dürften ziemlich verwundert gewesen sein, als Betano von jetzt auf gleich nicht mehr aktiv war. Zwar gewährte Betano seinen Kunden noch Zugriff auf ihre Spielerkonten, so dass sie sich ihre gespeicherten Gewinne zurückholen, bzw. auf ihre privaten Konten transferieren konnten, doch das war es dann auch schon. Jeder, der seit Ende Dezember Betano aufruft, erhält bereits auf der Starseite den Hinweis, dass es in diesem Online Casino zukünftig nicht mehr erlaubt ist, in Live Spielen oder an Spielautomaten Geld einzusetzen. Eine Maßnahme, die vollkommen überstürzt und ohne jede Vorankündigung eingeleitet wurde – sehr zum Ärger der Kunden. 

Online Casino Betano vom österreichischen Markt verschwunden

Betano Olnine casino AustriaÖsterreich und das Glücksspiel – das ist so eine der Geschichten, die nie an Aktualität zu verlieren scheint. Manchmal ist sie zum Schmunzeln und manchmal zum Haare raufen, aber interessant bleibt sie auf alle Fälle. 

Nachdem die Meldungen über Strache, Sidlo und Co, Postenschacher-Affäre und Ibiza-Video ein wenig abgeebbt sind, kommt nun der nächste Hammer: die Sazka Group – mutmaßlicher Haupt-Aktionär der Casinos Austria AG (CASAG) -  hat sich ein Eigentor geschossen, indem sie über den Online Anbieter Betano illegale Glücksspiele in Österreich angeboten hat. Damit handelte sie nicht nur gegen ihre eigenen Interessen, sondern auch noch gegen österreichisches Gesetz. Jetzt ist das Online Casino Betano, das auch Sportwetten anbot, erstmal vom Markt verschwunden. Der Grund hierfür scheint in den Besitzverhältnissen zu liegen: indirekt gehört Betano nämlich zu großen Teilen der tschechischen Sazka Group und die will ja, wie Casinobonus360.de berichtete, größter Anteilseigner der CASAG werden, indem sie der Novomatic AG ihre 17,2 Prozent abkauft. Dieser Deal steht unmittelbar bevor und könnte nur noch von der österreichischen Regierung vereitelt werden. Ausgesprochen heikel ist in diesem Zusammenhang, dass die Sazka Group – wenn auch auf Umwegen – über Monate hinweg illegales Online Glücksspiel in der Alpenrepublik angeboten hat. Kein schöner Zug, wenn man gleichzeitig größter Anteilseigner der Casinos Austria AG werden will, die das Online Glücksspiel-Monopol in Österreich hält.

Geschäftliche Nähe von Sazka und Betano bisher unauffällig

Das Online Casino Betano wurde als eine Marke der griechischen Stoiximan Gruppe gegründet, die eine Tochter der OPAP (griechische Lotterie-Gesellschaft) ist, bei der wiederum die Sazka Group als größter Anteilseigner verantwortlich zeichnet. Auch wenn es eine Reihe von Online Casinos gibt, die lächelnd auf das Scharmützel zwischen EU- und österreichischem Recht herunterblicken, könnten die Folgen für den tschechischen Milliardär Karel Komarek und seine Sazka Gruppe fatal sein. Es ist nicht auszuschließen, dass die Wettbewerbsbehörden ihm und seinem Unternehmen das Wohlwollen entziehen, da er, als potentieller Haupteigner der CASAG, über eine vorbildliche Reputation verfügen muss. Bislang gab es nichts an der Sazka Group auszusetzen, doch ob der Betrieb von illegalem Glücksspiel Komareks Plänen zuträglich ist, darf bezweifelt werden, selbst wenn diese Illegalität in der Vergangenheit liegt. Auch wenn das Betano Casino seine Pforten in Österreich mittlerweile geschlossen hat, könnte das Kind bereits in den Brunnen gefallen sein, da diese Maßnahme zu spät erfolgt ist. Offenbar fielen die geschäftlichen Verstrickungen von Sazka und Betano bisher nicht auf, da die Eigentümerstrukturen der Sazka Group und deren Verflechtungen mit internationalen Tochtergesellschaften ausgesprochen kompliziert sind. Es bleibt abzuwarten, wie der österreichische Staat auf diese Causa reagiert. Es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass die Angelegenheit ein gefundenes Fressen für die Regierung darstellt, sofern sie ein Interesse daran hat, die Kontrolle Karel Komareks über die Casino Austria AG zu vereiteln. Im schlimmsten Fall könnte die Sazka Group sogar gezwungen werden, ihre bereits bestehenden Anteile an der CASAG zu verkaufen.

Werden die Karten neu gemischt?

Lange bevor die Sazka Group sich 38 Prozent der Anteile an der Casinos Austria AG verschaffte, stieg das Unternehmen bereits bei der griechischen OPAP ein. Im Laufe der Jahre stiegen Sazkas Anteile an der Lotteriegesellschaft auf ca. 40 % an. Die Sazka Group hält selbst lediglich 7,25 %, allerdings erwarb die EMMA Capital mit ihrem Hauptsitz in Nikosia, Zypern, knapp 33 Prozent. Und das Unternehmen EMMA Capital ist zu 75,48 % im Besitz des tschechischen Milliardärs Karel Komarek und seiner Firmengruppe, womit die Sazka Group den größten Aktionär der griechischen OPAP darstellt. Darüber hinaus ist der CEO der OPAP ein Sazka-Mann, ebenso wie viele andere Personen im Aufsichtsrat und auf der Managerebene. Aufgrund dieser wirtschaftlichen Strukturen ist der Sazka Group das illegale Anbieten von Online Slots, Online Sportwetten und Online Live Casino Spielen durchaus anzukreiden. Selbst wenn Karel Komarek inzwischen dafür gesorgt hat, dass das Betano Casino seine Tätigkeit in Österreich einstellt, ist noch lange nicht gewährleistet, wie sich die ganze Sache rechtlich für sein Unternehmen auswirkt und wie die Regierung dazu steht. Vor kurzem konnte man noch davon ausgehen, dass die Genehmigung für den Verkauf der Novomatic Anteile an der teilstaatlichen Casinos Austria AG an die Sazka Group eine reine Formsache ist, doch nun könnten die Karten noch einmal ganz neu gemischt werden.

Letztes Update am 21.02.2020
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