Es wurde viel berichtet über die Situation der Sportwettenanbieter in Deutschland -hauptsächlich über die Schwierigkeiten während der Krise, den Kampf um das Überleben und Alternativen zu Fußball- oder anderen Sportwetten. Einen Bericht aus erster Hand gab es jetzt in einer der größten deutschen Wirtschaftsmagazine, das ein ausführliches Interview mit dem Vorstand des börsennotierten Online Glücksspielanbieters bet-at-home führte und ausführlich die Situation des Unternehmens besprach, den Umgang mit der Krise und deren Auswirkungen, aber auch einen Ausblick auf das Geschäft in Europa und Deutschland vermittelte. Dies möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Online Glücksspielanbieter sieht Hoffnung

Bet At HomeBet-at-home.com wurde 1999 von den beiden Österreichern Jochen Dickinger und Franz Ömer in Wels gegründet. Anfänglich umfasste das Angebot des alpenländischen Unternehmens nur reine Online Sportwetten. Im Zuge der Entwicklung wurden in den darauffolgenden Jahren einige Relaunches der Website vorgenommen und das Produktportfolio erweitert. Im Jahr 2004 erfolgte die Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft und noch im Dezember desselben Jahres ging man an die Börse. 2009 erwarb „BetClic Everest SAS Group“, eine führende französische Gruppe im Bereich Online Gaming und Online Sportwetten, die Stimmenmehrheitsrechte an dem Unternehmen. Stammsitz des Unternehmens ist nun Düsseldorf. Die AG besitzt Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Malta und Gibraltar. Durch seine maltesischen Unternehmen verfügt der Konzern über Lizenzen für Online Sportwetten, Online Casinos und Online Poker. Zusätzlich erhielt bet-at-home.com 2011 von der italienischen Glücksspielbehörde AAMS eine Lizenz zum Vertrieb von Online 

Sportwetten und Online Casinos und im Jahr 2012 auch eine Schleswig-Holsteinische Lizenz für die Veranstaltung und die Vermarktung bzw. den Vertrieb von Sportwetten und Casinos.  Darüber hinaus gab es Lizenzen für den britischen und irischen Betrieb für Online Sportwetten. Zurzeit umfasst das Gesamtangebot der Gesellschaften Online Sportwetten, Online Casinos, Live-Casinos, Virtual Sports und Poker. Im Jahr 2019 zählte man 5,2 Millionen registrierte Kunden. Das Unternehmen ist Sponsor zahlreicher Sportvereine in Deutschland und Österreich und Ausrichter bzw. Hauptsponsor von vielen Sportevents in ganz Europa.

So ist es natürlich sehr spannend von einem Insider der Branche Informationen zur aktuellen Situation zu erhalten und Ausblicke auf die Zukunft zu bekommen. Michael Quatember, Vorstand von bet-at-home, äußerte sich ausführlich in dem oben erwähnten Interview. Er zieht erstmal eine positive Bilanz zu den letzten Monaten, die trotz dem Wegfall von sehr vielen Sportereignissen nicht zu einem Verlust des Unternehmens geführt hat. Die Jahresprognose wurde bestätigt, das Kapital konnte erhöht werden, es wurden keine Bankverbindlichkeiten aufgenommen. Zurückzuführen sei dies darauf, dass die Kunden schnell auf alternative Sportarten, wie z.B. Tischtennis, gewettet hätten. Zudem hatten die Bereiche eSports, eGaming, Online-Casinos, Virtual Sports und Poker sehr viel auffangen können. Dabei können aber keine genauen Zahlen genannt werden, ob und wenn ja, wie hoch die Verluste waren, da die Auswirkungen in Wellen kamen, regional sehr unterschiedlich waren und durch die Nachholung beziehungsweise Wiederaufnahme von Sportereignissen Wettvolumen in die eher umsatzschwachen Sommermonate verschoben wurden.

Eine der großen Auswirkungen der Krise ist es ja, dass Sportereignisse ohne Zuschauer stattfinden. Dies sei zwar persönlich sehr schade, so der Vorstand, hätte aber keine Auswirkungen auf das Wettgeschäft, dort würden mit oder ohne Zuschauer dieselben Wetten getätigt und dasselbe Wettvolumen erreicht.

Wetten: Und doch noch Probleme

Die Krise ist aber nicht das einzige Problem, mit welchem das Unternehme zurzeit zu kämpfen hat. In Polen und in der Schweiz dürfen momentan keine Wetten angeboten werden, was zumindest für Polen zu einer Klage des Unternehmens geführt hat, allerdings in erster Instanz verloren ging. Seit 2017 besteht ein Gesetz für polnische Anbieter, dieses würde aber nach Meinung von bet-at-home gegen geltendes EU-Recht verstoßen und dazu führen, dass man so gut wie keine Werbung mehr schalten könne und die Bestandskunden verlieren würde. Es wird aber weiter geklagt, wobei man mit einer Entscheidung erst in ein paar Jahren rechnet. Auch in der Schweiz laufen aktuell Klagen des Unternehmens. Dort erhalten Anbieter nur eine Lizenz, wenn sie auch ein stationäres Casino betreiben, Darin sieht bet-at-home einen Verstoß gegen die Schweizer Bundesverfassung und klagt vor dem Schweizer Verfassungsgericht. Der Verlust der beiden Märkte schlägt sich auch im Umsatz nieder und führte zu einem Verlust auf dem Dax. Dies schmerzt, wie der Vorstand zugeben musste.

Auch im Bereich des Sponsorings wird es Veränderungen geben. Man war jahrelang Hauptsponsor von Hertha BSC Berlin. In der kommenden Saison aber nicht mehr, da der Vertrag ausgelaufen war und ein Mitbewerber eine höhere Offerte abgegeben hatte. Sein Engagement beim FC Schalke 04 wird man, trotz sportlicher Misserfolge, aber weiterhin fortsetzen, da man an die Strahlkraft der Marke glaubt, die auch international Aufmerksamkeit bekommt. Die Veränderung im Spielmodus der internationalen Spiele sieht man, trotz der Reduzierung von Spielen, auch positiv, da der Turniermodus durchaus sehr attraktiv ist. Insgesamt sieht es also gar nicht mal schlecht für bet-at-home aus. Die Zukunft wird zeigen, wohin die Entwicklung geht und gerade der deutsche Markt wird mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 sehr spannend werden. Die Entwicklung dort, wird durchaus positiv gesehen, man freut sich auf eine einheitliche rechtliche Regelung, mit allen Vor- und Nachteilen.

Letztes Update am 10.09.2020
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