In der vergangenen Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus im US-Bundesstaat Tennessee einen neuen Gesetzentwurf, der die Legalisierung von Sportwetten ermöglicht. Da der Entwurf vom Repräsentantenhaus gebilligt wurde, entscheidet nun in letzter Instanz der Gouverneur von Tennessee über das Gesetz und damit die Legalisierung von Sportwetten. Wie lokale Medien bereits berichten, beabsichtigt Gouverneur Bill Lee den Gesetzentwurf zu billigen. Damit wäre Tennessee der nächste US-Bundesstaat, der das Glücksspiel legalisiert und damit seinen Markt potenziell interessierten Wettanbietern öffnet. Sollten diese Berichte zutreffen wird damit gerechnet, dass das Gesetz noch diesen Sommer in Kraft treten könnte.

Tennessee Gericht SportwettenKlare Tendenzen bei Gouverneur Bill Lee erkennbar

Der Gesetzentwurf mit der Nummer SB0016, der in der vergangenen Woche im Repräsentantenhaus des US-Bundesstaats Tennessee zur Abstimmung vorgelegt wurde, dürfte auch in Europa mit Spannung verfolgt worden sein. Für große Erleichterung wird das Abstimmungsergebnis mit 51 Ja-Stimmen und 40 Nein-Stimmen bei Glücksspiel- und Sportwettenanbietern wie Mr Green, Merkur Sportwetten oder Novomatic gesorgt haben. Bereits zuvor wurde im Senat des amerikanischen Bundesstaates mit einem Ergebnis von 20 Ja-Stimmen und 12 Nein-Stimmen der Weg zur Legalisierung der Sportwetten in Tennessee frei gemacht. Nach amerikanischem Recht wird der Gesetzentwurf nun Gouverneur Bill Lee vorgelegt, der final über das Inkrafttreten des Gesetzes entscheiden wird. Der Gouverneur hat allerdings in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass er nicht zu den Anhängern der Liberalisierung von Sportwetten gehört. Wie lokale Medien allerdings berichten, plant der Gouverneur nichtsdestotrotz, das Gesetz inkrafttreten zu lassen. Wie die Pressesprecherin des Gouverneurs Laine Arnold den Medienvertretern mitteilte, habe sich der Gouverneur mit seinen Kabinettsvertretern auf einen Kompromiss geeinigt. Obwohl Bill Lee dem Gesetz mehr als skeptisch gegenüberstehe, habe er Verständnis für seine Kabinettskollegen und deren Ansichten. Deshalb beabsichtige der Gouverneur, das Gesetz auch ohne seine Unterschrift Inkrafttreten zu lassen.

Der Gesetzentwurf SB0016 im Detail

Das Gesetz legt die Rahmenbedingungen für Sportwetten im Bundesland fest. So dürfen Sportwetten lediglich an bestimmten Kiosken oder auf bestimmten Webseiten im Internet angeboten werden. Außerdem werden 50.000 US-Dollar für die allgemeine Lizenz fällig, dazu kommen nochmals 750.000 US-Dollar für die Erlaubnis, Sportwetten anbieten zu dürfen. Der Steuersatz wurde vom Senat zunächst auf 22,5 % festgelegt, vom Repräsentantenhaus allerdings auf 20 % herabgestuft. Auch was die Daten angeht, die die Wettanbieter ihren Kunden zur Verfügung stellen dürfen, gibt es strikte Vorgaben. So dürfen lediglich Daten der offiziellen Ligen zu Wettzwecken genutzt werden. Eine Ausnahme hiervon wird lediglich dann gemacht, wenn die Liga des betreffenden Spiels keinen Live-Stream für Live-Wetten anbietet. Wetten werden zudem auf Bitte der zuständigen professionellen Liga aus dem Angebot genommen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden.

Europäische Wettanbieter könnten von Legalisierung profitieren

Vor allem erfahrene europäische Sportwettenanbieter reagieren auf die immer weiter voranschreitende Liberalisierung des US-Marktes. So hatte bereits der österreichische Anbieter Novomatic während der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 verkündet, seine Geschäftsaktivitäten auf dem US-Markt zu intensivieren. Der amerikanische Glücksspielmarkt gilt als höchst lukrativ und bietet Anbietern wie Merkur Sportwetten attraktive Voraussetzungen. Da Sportwetten und teilweise auch das Glücksspiel im Internet bereits in zahlreichen Bundesstaaten an der US-Ostküste legalisiert wurden, ist davon auszugehen, dass weitere Bundesstaaten in den USA diesem Beispiel folgen werden.