Der deutsche Lottoanbieter WestLotto hat einen spektakulären Meilenstein erreicht. Kürzlich ist die Schwelle von 30 Milliarden Euro überschritten worden. Worum geht es bei diesem Betrag? Im Laufe der 67-jährigen Geschichte hat WestLotto über 30 Milliarden Euro zur Förderung des Gemeinwohls beigetragen. Am 19. Januar wurde der beeindruckende Betrag überschritten. WestLotto wurde im Jahr 1955 gegründet und muss etwa 40 Prozent des Bruttospielertrags dem Gemeinwohl zukommen lassen. In der Praxis bedeutet dies, dass WestLotto gemeinnützige Institutionen unterstützt, die sich für Naturschutz, Sport, Kultur, Denkmalschutz oder auch Wohlfahrt einsetzen. Ohne WestLotto hätten viele gemeinnützige Institutionen in den letzten Jahrzehnten nicht oder deutlich schlechter funktioniert.

WestLotto erwirtschaftet riesige Beträge für Gemeinwohl

Lotto Deutschland

Das deutsche Lottoprinzip ist seit Jahrzehnten etabliert. Die Idee ist ganz einfach: Die staatlichen Lottoanbieter veranstalten große Lotterien, die riesige Einnahmen generieren. Ein erheblicher Teil dieser Einnahmen wird für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. An der gewaltigen Summe von 30 Milliarden Euro, die WestLotto in Nordrhein-Westfalen in den letzten 67 Jahren für das Gemeinwohl erwirtschaftet hat, wird deutlich, wie bedeutsam das Lottoprinzip ist. Auch ein Blick auf das Jahr 2021 zeigt, dass WestLotto ein wichtiger Faktor ist für viele gemeinnützige Institutionen. Im Jahr 2021 wurden 690 Millionen Euro über WestLotto dem Gemeinwohl zugeführt.

Die vielen gemeinnützigen Organisationen, die es in Nordrhein-Westfalen gibt, könnten ohne WestLotto deutlich weniger leisten. Am Ende müssten wahrscheinlich der Steuerzahler die Lücken schließen, die entstünden, wenn WestLotto nicht regelmäßig erhebliche Summen für das Gemeinwohl zur Verfügung stellen würde. Der Wert der gemeinnützigen Institutionen ist nicht nur in Nordrhein-Westfalen sehr hoch. In ganz Deutschland wären im sozialen Bereich viele Projekte nicht möglich, wenn es nicht viele Menschen gäbe, die sich ohne Eigennutz für den guten Zweck engagieren würden. Aber am Ende müssen auch die nötigen Finanzen verfügbar sein. WestLotto trägt in Nordrhein-Westfalen erheblich dazu bei, dass es möglich ist, viele nützliche Projekte umzusetzen.

WestLotto unterstützt ehrenamtliche Tätigkeiten

Das Ehrenamt hat in Deutschland für den sozialen Zusammenhalt eine kaum zu überschätzende Bedeutung. Es gibt unglaublich viele Menschen, die sich regelmäßig ohne finanzielle Gegenleistung engagieren. Ob es soziale Institutionen, Sportvereine oder Kulturvereine sind: Für viele Menschen ist es wichtig, etwas zum Gemeinwohl beizutragen. WestLotto unterstützt das Ehrenamt vor allem dadurch, dass die Institutionen, in denen die ehrenamtlichen Tätigkeiten stattfinden, finanziell gefördert werden. Es ist eine Sache, auf Lohn zu verzichten für wichtige Tätigkeiten. Eine ganz andere Sache ist es, die nötigen finanziellen Möglichkeiten zu schaffen, um diese Tätigkeiten überhaupt zu ermöglichen.

Ein einfaches Beispiel: Ein Sportverein mit einer großen Jugendabteilung, die nicht in hohen Klassen spielt, nimmt wenig Geld ein, hat aber hohe Kosten für Sportstätten, Trikots und Trainingsmaterial. Es ist unstrittig, dass Sportvereine viel dazu beitragen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt funktioniert. Deswegen ist es gut, dass WestLotto viele Sportvereine direkt oder indirekt mit finanziellen Zuwendungen unterstützt. Auch viele Kulturinstitutionen, die wenig Geld einnehmen, aber einen hohen Wert für die Gesellschaft haben, können auf die Unterstützung von WestLotto zählen.

WestLotto hat hohe Akzeptanz in der Bevölkerung

Glücksspielanbieter sind nicht durchweg beliebt in der Bevölkerung. In Umfragen zeigt sich, dass beispielsweise Wettanbieter und Online Casinos längst nicht so populär sind wie die Lottoanbieter. WestLotto hat in Nordrhein-Westfalen eine hohe Akzeptanz, weil der Lottoanbieter einen großen Teil der Einnahmen für Dinge einsetzt, die sehr vielen Menschen zugutekommen. Anders als bei einem privaten Glücksspielanbieter geht es nicht darum, möglichst viel Geld einzunehmen. Das deutsche Lottoprinzip hat wesentlich dazu beigetragen, dass sämtliche Lottoanbieter in Deutschland ein hohes Ansehen genießen.

Selbst unter den erklärten Glücksspielgegnern gibt es kaum jemanden, der die staatlichen Lotterien in Deutschland abschaffen möchte. Ganz anders ist die Situation, wenn es um Spielautomaten in Spielhallen und Spielbanken geht. Aber beim Lotto scheint all das nicht zu gelten, was ansonsten gegen das Glücksspiel vorgebracht wird. Die privaten Glücksspielanbieter können das Lottoprinzip nicht einfach übernehmen und einen großen Teil der Einnahmen spenden. Immerhin handelt es sich um private Unternehmen, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Aber vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn die privaten Glücksspielanbieter in Zukunft mehr Geld für gemeinnützige Institutionen spenden würden. Für das Image der Glücksspielbranche wäre das mit Sicherheit eine gute Sache.