Laut einem Bericht der Financial Times gibt es noch einen weiteren Bieter für den Glücksspiel-Giganten Playtech aus Großbritannien. Neben Gopher Investments aus Hongkong und Aristocrat Gaming, einem Glücksspiel-Konzern aus Australien, hat nun auch Eddie Jordan sein Interesse bekundet. Der irische Formel-1-Profi soll mit seinem Unternehmen JKO Play ebenfalls ein Gebot abgegeben haben, das bei insgesamt drei Milliarden Britischen Pfund liegt. Dieser Betrag entspricht rund 3,57 Milliarden Euro. Sky News zufolge zieht das Konsortium um Eddie Jordan durch dieses Gebot gleich mit dem bereits vorliegenden Gopher-Angebot.

Was ist an dem Gerücht um ein Jordan-Gebot dran?

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Eine definitive Bestätigung von Playtech, einem Unternehmen, das sich bereits seit langem für verantwortungsbewusstes Spielen stark macht, zu diesem Gebot steht noch aus. Bisher erklärte der britische Glücksspiel-Konzern lediglich, dass Eddie Jordan mit seinem Unternehmen JKO Play nur eine sogenannte „Due-Diligence-Information“-Anfrage gestellt hat. Diese Anfrage wird nach Angaben von Playtech derzeit noch geprüft, und erst im Anschluss sei gegebenenfalls mit einem Angebot zu rechnen.   
Sollten jedoch die Informationen der Financial Times stimmen, dann könnte Aristocrat Gaming mit seinem Gebot von 2,1 Milliarden Britischen Pfund schon jetzt aus dem Rennen sein. Und das, obwohl es nach Playtechs spontaner Zustimmung vorübergehend so aussah, als sei der Deal bereits perfekt. Allerdings schien zu diesem Zeitpunkt niemand mit Gopher Investments aus Hongkong gerechnet zu haben, die ihr Gebot auf satte drei Milliarden Britische Pfund aufstockten. Dadurch rückt ein Scheitern der Playtech-Übernahme durch Aristocrat Gaming durchaus in den Bereich des Möglichen.

Und nun steht auch noch Eddie Jordan in den Startlöchern. Der ehemalige Formel-1-Teamchef hatte seine Motorsport-Karriere in den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begonnen. Als Fahrer schaffte er es im Jahre 1979 sogar bis in die Formel 2, nachdem er erste Erfolge u.a. in der Irish Kart Championship, der irischen Formel Ford-Meisterschaft sowie in der Formel 3 zu verzeichnen hatte. Ebenfalls 1979 gründete er mit „Eddie Jordan Racing“ sein allererstes eigenes Motorsport-Team. Zwölf Jahre später kam dann auch noch das Team Jordan Grand Prix dazu, mit dem er nicht zuletzt dank so großartiger und berühmter Fahrer wie u.a. Ralf und Michael Schumacher zahlreiche Erfolge verbuchen konnte. Sein populäres Team verkaufte er im Jahre 2005 schließlich an Alex Shnaider, einen kanadisch-russischen Unternehmer und arbeitet seitdem in erster Linie als Experte für Motorsport und insbesondere die Formel-1 für die beiden britischen TV-Anstalten Channel 4 und BBC. Eddie Jordan gründete erst in diesem Jahr zusammen mit dem ehemaligen Sportwetten-Chef von Scientific Games, Keith O’Loughlin, JKO Play - auch JKO Capital genannt – eine Firma, die sich auf Investment spezialisiert hat.

Für Online Casino Fans ändert sich nichts

Für Glücksspiel-Freunde wird sich auch durch die Playtech-Übernahme nichts ändern. Nach wie vor stehen die populären Slots des börsennotierten Softwareherstellers in seriösen Online Casinos zur Verfügung. Nur der Marktwert des britischen Glücksspiel-Konzerns ist laut unterschiedlicher Medienberichte mittlerweile in die Höhe geschnellt. Zu verdanken hat das Unternehmen dies den hohen Übernahme-Angeboten. Lag der Wert vor Kurzem noch bei rund 2,2 Milliarden Britischen Pfund, so freut sich der Konzern mittlerweile über einen Marktwert von rund drei Milliarden Britischen Pfund. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Playtech rund 600 Millionen Britische Pfund an Schulden mitbringt.

Der australische Glücksspiel-Konzern Aristocrat Gaming hat sein Angebot von insgesamt 2,1 Milliarden Britischen Pfund an einem Aktienpreis in Höhe von 680 Pence pro Aktie festgemacht. Dieser Kurs ist jedoch in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen und liegt aktuell bei rund 710 Pence für eine Aktie.

Dem Guardian zufolge seien nun sowohl die irische JKO Play als auch Gopher Investments aus Hongkong an der Reihe ihren Absichten etwas mehr Nachdruck zu verleihen und detaillierte Angebote auf den Tisch zu legen. Aktuell ist es demnach noch unsicher, ob der britische Spielehersteller Playtech bald in der Hand eines australischen oder irischen Unternehmens liegt, oder in Zukunft sogar von einem Konzern aus Hongkong geleitet wird. Darüber hinaus muss derzeit noch abgewartet werden, ob das Bieter-Duell nicht noch weitere Interessenten mit lukrativen Angeboten auf den Plan ruft. Die Übernahme von Playtech bleibt demzufolge auch weiterhin spannend.