Der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat in einer aktuellen Erläuterung zu den neuen spielhallenrechtlichen Bestimmungen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bei Spielhallen nicht nur um den Spielerschutz gehe, sondern auch um wirtschaftliche Interessen. Genau genommen ist der Ausgleich zwischen diesen beiden Faktoren ein wichtiges Ziel der neuen Bestimmungen. In Niedersachsen müssen Spielhallen in Zukunft zertifiziert werden. Das Mindestalter für Besucher wird auf 21 Jahre erhöht. Zudem müssen die Spielhallen-Betreiber dafür sorgen, dass das Personal regelmäßig geschult wird. Die Werbebeschränkungen sind verschärft worden und das bislang schon geltende Rauchverbot gilt auch weiterhin. Für die Spielhallen-Betreiber sind die neuen Bestimmungen vor allem eine Chance.

Niedersächsische Spielhallen werden strenger reguliert

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Die Glücksspielbranche dringt seit Jahren darauf, dass die Regulierung der Spielhallen in Deutschland in erster Linie nach Qualitätskriterien erfolgt. Im aktuellen Glücksspielstaatsvertrag ist es allerdings eher so, dass die Anzahl der Spielhallen als wesentliches Kriterium betrachtet wird. Deswegen gibt es zum Beispiel Abstandsregeln, mit denen erreicht werden soll, dass die Anzahl der Spielhallen beschränkt wird. Niedersachsen geht nun aber mit den neuen spielhallenrechtlichen Bestimmungen einen etwas anderen Weg. Der Glücksspielstaatsvertrag gilt selbstverständlich auch in Niedersachsen. Aber in Zukunft soll es vor allem darum gehen, dass die Spielhallen eine hohe Qualität bieten. Was bedeutet das konkret? Die Spielhallen-Betreiber müssen Zertifizierungen durchlaufen.

In vielen anderen Branchen sind freiwillige oder vorgeschriebene Zertifizierungen längst Standard. Auch in der Spielhallen-Branche wird es in Niedersachsen in Zukunft üblich sein, dass die Anbieter ihre Spielhallen zertifizieren lassen müssen. Mit den Zertifizierungen soll ein Mindeststandard definiert werden, den jeder Spielhallen-Betreiber einhalten muss. Insbesondere geht es darum, den Spielerschutz insgesamt zu verbessern. Auch die Erhöhung des Mindestalters für den Zutritt in Spielhallen auf 21 Jahre muss in diesem Zusammenhang gesehen werden. Aber der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann weist auch darauf hin, dass die Spielhallen in Niedersachsen mit über 5.000 Mitarbeitern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor seien. Die Bedeutung der Glücksspielbranche als Arbeitgeber und Steuerzahler wird bedauerlicherweise oft in den Diskussionen unterschlagen.

Legales Glücksspielangebot auf hohem Niveau wichtig

Es gibt Bereiche, in denen Verbote nicht die gewünschte Wirkung bringen. Das Glücksspiel ist einer dieser Bereiche. Es steht jedem Menschen frei, eine positive oder eine negative Einstellung zum Glücksspiel zu haben. Aber die Realität ist, dass es sehr viele Menschen gibt, die Glücksspiele in unterschiedlicher Form mögen. Zu diesen Menschen gehören auch die zahlreichen Spielhallen-Fans, die es in Niedersachsen gibt. Für diese Glücksspiel-Fans ist es wichtig, dass zuverlässige und seriöse Anbieter verfügbar sind. In der Praxis bedeutet dies konkret, dass ein guter Spielerschutz umgesetzt werden muss. Wenn der Spielerschutz optimal funktioniert, wird regelmäßig verhindert, dass sich Spieler in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Wenn morgen alle Spielhallen schließen müssten in Niedersachsen, würde dies den Spielerschutz in keiner Weise verbessern. Das Ergebnis wäre, dass zahlreiche illegale Angebote entstünden. Diese illegalen Angebote wären dann allerdings außerhalb der Kontrolle des Staats.

Es ist richtig und sinnvoll, dass die Spielhallen in Niedersachsen streng reguliert werden. Die neuen spielhallenrechtlichen Bestimmungen sorgen dafür, dass das Niveau beim Spielerschutz insgesamt erhöht wird. Das ist genau der richtige Weg, denn wenn die legal betriebenen Spielhallen einen erstklassigen Spielerschutz bieten, hilft das den Spielern am meisten. Ohnehin muss berücksichtigt werden, dass der Besuch in einer Spielhalle für die meisten Glücksspiel-Fans eine völlig harmlose Freizeitbeschäftigung ist. Deswegen ist ein pragmatischer Umgang mit der Glücksspielregulierung und auch mit den spielhallenrechtlichen Bestimmungen sinnvoll. Nicht zuletzt muss auch berücksichtigt werden, dass es in Deutschland mittlerweile Online Casinos gibt, in denen die Glücksspiel-Fans rund um die Uhr virtuelle Spielautomaten nutzen können.

Guter Spielerschutz online und offline wichtig

Die besten spielhallenrechtlichen Bestimmungen in Niedersachsen nutzen nicht viel, wenn die Regulierung des Online-Glücksspiels nicht optimal funktioniert. Allerdings hat Niedersachsen nur indirekt Einfluss auf die Regulierung der Online Casinos. Niedersachsen hat den Glücksspielstaatsvertrag verhandelt und ratifiziert. Aber die konkrete Umsetzung der Glücksspielregulierung übernimmt in Zukunft die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Das Ziel sollte es sein, eine möglichst einheitliche Regulierung des Glücksspiels zu erreichen. Schon jetzt ist es ein großes Problem für viele Spielhallen-Betreiber, dass immer mehr Glücksspiel-Fans die Online Casinos bevorzugen. Wenn demnächst die ersten deutschen Lizenzen für Online Casinos verfügbar sind, wird sich dieser Trend vielleicht sogar noch verschärfen.