Die Spielbanken in Deutschland laufen wieder gut. Das hat der Deutsche Spielbankenverband (DSbV) in einer aktuellen Stellungnahme bestätigt. Für das aktuelle Jahr werden bereits wieder Zahlen wie im Jahr 2019 in den meisten deutschen Spielbanken erwartet. Alle wesentlichen Beschränkungen, die durch die Gesundheitskrise ausgelöst wurden, sind mittlerweile verschwunden. Viele Glücksspiel-Fans strömen in die Spielbanken, um ihrem Hobby nachzugehen. Nach zwei schwierigen Jahren sind die Spielbanken in Deutschland wieder gut aufgestellt. Allerdings bleiben Restrisiken, denn es ist durchaus vorstellbar, dass es im Herbst wieder zu Einschränkungen aufgrund der Gesundheitskrise kommt.

Deutsche Spielbanken gut durch Krise gekommen

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Die deutschen Spielbanken werden entweder vom Staat oder von großen Konzernen betrieben. Deswegen gab es zu keinem Zeitpunkt während der großen Krise in den letzten beiden Jahren die Befürchtung, dass eine der Spielbanken aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten schließen musste. Die Spielbank Bad Neuenahr ist der großen Flut im Ahrtal zum Opfer gefallen. Aber alle anderen Spielbanken sind längst wieder im Vollbetrieb. Das liegt auch daran, dass die Glücksspiel-Fans nach Einschätzung von Kerstin Bernanke, der Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Spielbankenverbands, das soziale Miteinander in den Spielbanken schätzen. In der Krise war es für viele Glücksspiel-Fans eine gute Sache, dass zumindest die Online-Casinos verfügbar waren. Aber für viele Spieler ist der Besuch in einer echten Spielbank die erste Wahl. Die Spielbanken in Deutschland bieten im Gegensatz zu den Spielhallen nicht nur Spielautomaten, sondern auch Tischspiele wie Roulette, Blackjack, Baccarat und Poker an. Deswegen haben die deutschen Spielbanken bislang ein Alleinstellungsmerkmal.

Allerdings wird dieses Alleinstellungsmerkmal in Kürze Geschichte sein. Die ersten Bundesländer haben bereits angekündigt, dass sie Online-Tischspiele ermöglichen werden. Im Gegensatz zu den Online Spielautomaten werden in Deutschland die Online-Tischspiele nicht bundesweit, sondern von den Bundesländern individuell lizenziert und reguliert. Deswegen werden nicht alle Bundesländer Online-Tischspiele bekommen. Aber nach dem aktuellen Stand wird es mindestens in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Online-Tischspiele geben.

Keine Entlassungen in der Krise – jetzt großer Vorteil

Schaut man sich aktuell auf den deutschen Flughäfen um, wird sehr schnell deutlich, wie problematisch es ist, wenn Unternehmen in einer Krise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen, um Geld zu sparen. Die Krise ist vorbei, die Menschen möchten in den Urlaub fliegen, aber es ist nicht genügend Personal an den Flughäfen verfügbar, um die Sicherheitskontrollen und andere wichtige Tätigkeiten zu erledigen. Die Spielbanken-Betreiber in Deutschland waren wesentlich cleverer. Die Krise hat keine einzige Entlassung verursacht. Deswegen konnten die Spielbanken in den letzten Monaten mit dem erfahrenen Stammpersonal den Betrieb wieder hochfahren.

Gerade in Spielbanken ist es wichtig, gut ausgebildetes Personal zu haben. Nicht nur die Croupiers müssen genau wissen, was sie tun. Auch das Personal in den Spielsälen muss über eine entsprechende Ausbildung verfügen, nicht zuletzt, um den Spielerschutz zu gewährleisten. Dass die staatlichen Spielbanken auf Entlassungen verzichtet haben, dürfte keine allzu große Überraschung sein. Aber auch der größte Glücksspielanbieter in Deutschland, die Gauselmann-Gruppe, hat weder in Spielbanken noch in anderen Bereichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krise auf die Straße gesetzt. Da mittlerweile nicht nur das Online-Glücksspiel, sondern auch das terrestrische Glücksspiel boomt, profitiert die Gauselmann-Gruppe von dieser weitsichtigen Personalpolitik.

Nachfrage nach Glücksspiel ungebrochen hoch

Die Spielbanken in Deutschland profitieren davon, dass die Nachfrage nach Glücksspiel durch die große Krise nicht grundsätzlich beeinträchtigt worden ist. Auch in der Vergangenheit hat es schon diverse Wirtschaftskrisen gegeben, in denen die Spielbanken und andere Glücksspielanbieter weitgehend unbeeinträchtigt geblieben worden sind. Der Grund ist einfach: Die Glücksspiel-Fans möchten spielen, und zwar unabhängig davon, ob die Welt gerade großartig oder nicht so großartig aussieht.

Die Krise der letzten beiden Jahre war für die Betreiber des landbasierten Glücksspiels eine dramatische Erfahrung. Zum ersten Mal mussten flächendeckend Spielbanken und Spielhallen geschlossen werden, und zwar nicht nur in Deutschland. Nach der Wiedereröffnung gab es erhebliche Einschränkungen, die erst in den letzten Monaten komplett zurückgenommen wurden. Die Glücksspielbranche ist gut beraten, die aktuelle Situation nicht als Selbstverständlichkeit anzunehmen. Die nächste Krise kommt bestimmt, vielleicht schon im Herbst. Immerhin gibt es aber dann seriöse Online-Casinos mit deutscher Lizenz, die als Alternativen zu Spielbanken und Spielhallen dienen können.