Martin Söllner hat einen neuen Job. Als Direktor der Spielbank Feuchtwangen tritt Söllner zum 1. Dezember 2022 die Nachfolge von Elisabeth Schock an. In Feuchtwangen wird die zweitgrößte Spielbank Bayerns betrieben. Aktuell gibt es 92 Angestellte im Casino, sodass viel zu tun ist für den künftigen Direktor. Allerdings betonte Albert Füracker, der bayerische Finanz- und Heimatminister, dass die bisherige Direktorin ein bestelltes Feld hinterlasse. Die Spielbank sei in einem Top-Zustand und dementsprechend könne der neue Direktor auf einer soliden Basis aufbauen. Die letzten Jahre waren für alle Spielbanken in Deutschland schwierig aufgrund der Gesundheitskrise. Aber mittlerweile hat sich die Situation normalisiert, auch in Feuchtwangen.

Martin Söllner übernimmt Leitung der Spielbank Feuchtwangen

Casino Feuchtwangen

Der neue Spielbank-Direktor in Feuchtwangen kommt nicht aus der Glücksspielindustrie. Zuletzt arbeitete Martin Söllner im Bundesfinanzministerium. Langjährige Erfahrungen in diversen Ministerien und in der Verwaltung qualifizieren den neuen Leiter des Casinos aber dafür, die vielfältigen Aufgaben, die auf ihn warten, zu bewältigen. Die Leitung einer modernen Spielbank erfordert unter anderem Kenntnisse im Finanzbereich, bei der Liegenschaftsverwaltung, bei der Organisation und der Personalführung. In diesen Bereichen kennt sich Martin Söllner aufgrund seiner bisherigen beruflichen Erfahrung bestens aus. Die glücksspielspezifischen Kenntnisse, die ein Spielbank-Direktor ebenfalls haben sollte, kann sich Söllner innerhalb kurzer Zeit aneignen. Das erfahrene Personal in Feuchtwangen wird dabei eine große Hilfe sein.

Die Führung von insgesamt 92 Angestellten ist eine spannende und attraktive Aufgabe. Insbesondere wird es darum gehen, auch in Zukunft eine attraktive Spielumgebung zu bieten, in der seriöse Casino-Spiele angeboten werden. In Feuchtwangen stehen neben klassischen Spielautomaten auch Poker, Blackjack und Roulette zur Verfügung. Vor allem das klassische Spiel zieht viele Glücksspiel-Fans an. Aktuell ist es so, dass es ausschließlich in den Spielbanken möglich ist, in Bayern legal Tischspiele zu nutzen. Bislang gibt es in Bayern keine Pläne, legale Online-Tischspiele zu ermöglichen. Somit haben die Spielbanken eine besondere Attraktion, die auch in den nächsten Jahren dafür sorgen dürfte, dass die Geschäfte gut laufen.

Spielerschutz auch für neuen Spielbank-Direktor wichtig

In der Spielbank Feuchtwangen werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um einen hochwertigen Spielerschutz zu gewährleisten. Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Die staatlichen Spielbanken in Bayern haben diesbezüglich eine besondere Verantwortung, auch wenn formal keine anderen Regeln gelten als in privatwirtschaftlich betriebene Spielbanken in Deutschland. Aber beim Staat schaut man genau hin und deswegen ist es wichtig, dass Martin Söllner auch in Zukunft dafür sorgen wird, dass der Spielerschutz lückenlos ist. Diese Aufgabe ist in gewisser Hinsicht einfacher geworden durch die Einführung des bundesweiten Spielersperrsystems OASIS. Gefährdete Spielerinnen und Spieler können sich über dieses System selbst sperren und dafür sorgen, dass sie keinen Zutritt zu Spielhallen, Spielbanken und legalen Online-Casinos in Deutschland erhalten.

Auch vorher gab es bereits die Möglichkeit, eine Spielsperre in den bayerischen Spielbanken einzurichten. Aber diese Spielsperre galt dann nur in Bayern. Vom neuen Spielersperrsystem wird das gesamte legale Angebot an Casino-Spielen in Deutschland erfasst, sodass die Spielerinnen und Spieler, die sich selbst schützen möchten, ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung haben. In Bayern gibt es insgesamt neun Spielbanken. Die Spielbank Feuchtwangen hat allerdings durch eine besonders günstige Lage in der Nähe der Autobahn einen großen Vorteil. Dieser Vorteil wird auch daran erkennbar, dass sich die Spielbank hinsichtlich des Personalbestandes und des Umsatzes auf dem zweiten Platz im Bundesland befindet.

Spielbanken bleiben langfristig relevant

Auf absehbare Zeit ist es nicht vorstellbar, dass die Spielbanken in Deutschland komplett durch Online-Spielbanken ersetzt werden. Im Moment ist das ohnehin nicht möglich, da die lizenzierten Online-Casinos nur Online-Spielautomaten zur Verfügung stellen können. Die Regulierung der Online-Tischspiele obliegt den Bundesländern, sodass viele Bundesländer Deutschland wahrscheinlich keine Online-Tischspiele bekommen werden. Die Spielbanken bieten aber nicht nur Tischspiele und Spielautomaten, sondern auch eine besondere Atmosphäre, die nicht einmal das beste Online-Casino übertreffen kann. Die Zukunft der Spielbank Feuchtwangen dürfte zumindest gesichert sein, bis Martin Söllner eines Tages in den verdienten Ruhestand wechselt und den Weg frei macht für die nächste Spielbank-Direktorin oder den nächsten Spielbank-Direktor. Aber bis dahin werden noch einige Jahre vergehen.