Der Glücksspielverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) freut sich über eine erfolgreiche Veranstaltung mit der Politik in Berlin. Im „The Reed“ trafen unter dem Motto „Politik trifft Unterhaltung“ zahlreiche Politiker, Beamte, Medienvertreter, Verbandsvertreter und Wirtschaftsvertreter aufeinander, um über aktuelle Themen der Glücksspielbranche zu sprechen. Mehr als 250 geladene Gäste freuten sich über das Unterhaltungsprogramm. Bei der Veranstaltung wurden zudem Spenden für den guten Zweck gesammelt. Der Austausch zwischen der Politik und der Glücksspielbranche ist wichtig. Aber durch die Gesundheitskrise war dieser Austausch, zumindest im direkten persönlichen Gespräch, in den letzten zwei Jahren stark eingeschränkt.

DAW organisiert Kommunikation mit der Politik

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Für Die Deutsche Automatenwirtschaft ist es wichtig, mit der Politik, aber auch mit den Medien und den Behörden im Gespräch zu bleiben. Als Dachverband der Glücksspielbranche in Deutschland ist der Verband seit Jahren daran interessiert, durch einen offenen Austausch die Politik und die Medien für die Interessen und Sorgen der Glücksspielbranche zu sensibilisieren. Besonders große Bedenken hat Georg Stecker, der DAW-Chef, hinsichtlich der aktuellen Regulierung der Spielhallen. Es sei ein großes Problem, dass in vielen Bundesländern zahlreiche Spielhallen geschlossen würden. Dadurch werde dem illegalen Glücksspiel der Weg bereitet. Aber Georg Stecker betonte auch, dass es einige Bundesländer gebe, in denen Spielhallen mittlerweile nach Qualität und nicht mehr in erster Linie nach Quantität reguliert würden. Das sei der richtige Weg. Worum geht es genau? Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 macht es den Bundesländern einfacher als früher, Spielhallen zu schließen. Es gibt einen Mindestabstand von 500 Metern zwischen Spielhallen im Glücksspielstaatsvertrag. Zudem müssen die Spielhallen, die in Deutschland ausschließlich Spielautomaten anbieten dürfen, auch mindestens 500 Meter von sensiblen Einrichtungen entfernt sein. Einige Bundesländer haben diese Regelung zum Anlass genommen, zahlreiche Spielhallen zu schließen.

Der Verband Die Deutsche Automatenwirtschaft vertritt allerdings die Auffassung, dass es sinnvoller sei, Spielhallen ausschließlich nach Qualität zu beurteilen. Wenn eine Spielhalle erstklassig geführt wird, Top-Spielerschutz bietet und Kunden fair und korrekt behandelt, sollte das wichtiger sein als der Abstand zur nächsten Spielhalle. Zudem sieht man beim Verband DAW die Gefahr, dass jede geschlossene legale Spielhalle durch ein illegales Glücksspielangebot ersetzt wird.

Austausch mit Politik wichtig für Glücksspielbranche

Die Glücksspielbranche ist darauf angewiesen, von der Politik gehört zu werden. Beim Glücksspielstaatsvertrag 2021 gab es das grundlegende Problem, dass alle Bundesländer am Kompromiss beteiligt sein mussten. Deswegen hatten auch die fundamentalen Glücksspielgegner sehr viel Einfluss auf das Endergebnis. Doch bei der Regulierung der Spielhallen haben die Bundesländer die Möglichkeit, über die Landesgesetze die Regeln anzupassen. Deswegen mussten bislang in einigen Bundesländern keine Spielhallen aufgrund des neuen Glücksspielstaatsvertrags geschlossen werden. An dieser Stelle gibt es somit viele Möglichkeiten, durch direkten Kontakt mit der Politik und den Behörden für Verständnis zu werben. Wie jede andere Branche hat auch die Glücksspielbranche das Recht, die eigenen Interessen zu vertreten.

Persönliche Kontakte sind immer wichtig. Deswegen ist es wichtig, dass es Veranstaltungen wie „Politik trifft Unterhaltung“ in Berlin gibt. In einem entspannten Umfeld ist möglich, Kontakte zu knüpfen, Themen anzusprechen und Gesprächsfäden aufzunehmen. Die Deutsche Automatenwirtschaft hat bereits angekündigt, dass viele weitere Veranstaltungen ähnlicher Art folgen sollen. Gerade Berlin ist für derartige Veranstaltungen hervorragend geeignet, da auch viele Landespolitiker regelmäßig in der Hauptstadt unterwegs sind. Langfristig geht es für die Die Deutsche Automatenwirtschaft auch darum, gute Voraussetzungen für den nächsten Glücksspielstaatsvertrag zu schaffen.

Online-Casinos brauchen auch gute Lobby

Das Online-Glücksspiel ist in Deutschland seit dem 1. Juli 2021 erstmals zulässig. Mittlerweile gibt es sogar schon die erste Lizenz für ein Online-Casino in Deutschland. Weitere Lizenzen werden folgen. Mit den Lizenzen alleine wird es allerdings nicht getan sein. Auch die Online-Glücksspielbranche braucht eine gute Lobby. Es gibt bereits einige Verbände, die sich um das Thema kümmern. Aber auch die Glücksspielanbieter wären gut beraten, in die Offensive zu kommen. Ansonsten kann es leicht passieren, dass die Regulierung der seriösen Online-Casinos weiter verschärft wird. Da die Regeln ohnehin schon sehr streng sind, wäre das fatal. Gute Lobbyarbeit ist für alle sensiblen Branchen wichtig, auch und gerade für das Online-Glücksspiel.