Der Spielehersteller und Glücksspielanbieter Playtech hat im ersten Halbjahr 2021 den Gewinn vor Steuern (EBITDA) um fünf Prozent auf 280 Millionen Euro steigern können. Die positiven Zahlen waren auch möglich, weil Playtech in Mexiko und Italien deutlich besser abgeschnitten hat als erwartet. Mit den Marken Caliente und Snaitech konnte Playtech in beiden Märkten überdurchschnittlich schnell wachsen. Playtech profitierte zudem davon, dass das Online-Glücksspiel im ersten Halbjahr 2021 insgesamt auf einem sehr hohen Niveau war. Durch die Gesundheitskrise hatten die Online-Glücksspieler auch in diesem Zeitraum einen deutlichen Vorteil gegenüber den stationären Glücksspielanbietern. Allerdings ist Playtech auch im stationären Geschäft unterwegs. Deswegen könnte das zweite Halbjahr 2021 sogar noch bessere Zahlen bringen.

Playtech überzeugt mit Top-Bilanz im ersten Halbjahr

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Playtech ist ein spannendes Unternehmen, das insgesamt sehr gut durch die Gesundheitskrise gekommen bislang. Das wird sehr schön an den Zahlen im ersten Halbjahr 2021 deutlich. Obwohl das stationäre Glücksspielgeschäft in vielen Ländern weiter von alten Rekorden entfernt ist, konnte Playtech insgesamt den Umsatz und den Gewinn steigern. Im Moment zahlt sich aus, dass Playtech das Online-Glücksspiel und das Offline-Glücksspiel seit Jahren auf einem hohen Niveau pflegt. Zudem ist Playtech in vielen unterschiedlichen Märkten aktiv. Es ist bemerkenswert, dass gerade der italienische Glücksspielmarkt für Playtech in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 eine wichtige Rolle gespielt hat. Aber auch die Präsenz in Lateinamerika und insbesondere in Mexiko zahlt sich aus. Schaut man sich die Bilanz etwas genauer an, stellt man schnell fest, dass Playtech ein riesiges Potenzial hat, das im ersten Halbjahr aufgrund des immer noch schleppenden stationären Glücksspielgeschäfts nicht genutzt werden konnte. Aber schon im zweiten Halbjahr könnte die Situation anders aussehen. Wenn das stationäre Spielgeschäft wieder mehr in Schwung kommt, wird Playtech davon profitieren. Vielleicht gehen dann die Zahlen im Online-Glücksspiel ein bisschen nach unten. Aber insgesamt sollte es möglich sein, im zweiten Halbjahr noch bessere Zahlen zu liefern als im ersten Halbjahr. Auch langfristig hat Playtech sehr gute Chancen, auf einem hohen Niveau weiter mit einem ordentlichen Tempo zu wachsen.

Europa ist für Playtech das Rückgrat. Seit über zwei Jahrzehnten ist Playtech in Europa im Glücksspiel sehr erfolgreich. Auch in Zukunft wird es für Playtech wichtig sein, die Einnahmen aus Europa als Basis zu haben für die weitere Expansion. Unter anderem kennen auch viele deutsche Glücksspiel-Fans Playtech als Spielehersteller und Glücksspielanbieter. In Zukunft sollen in Lateinamerika noch deutlich mehr Glücksspiel-Fans die Spiele von Playtech erleben. Darüber hinaus wird auch das B2B-Geschäft für Playtech immer wichtiger. Langfristig will Playtech auch in den USA einen attraktiven Marktanteil erzielen. Die Voraussetzungen sind gut, denn Playtech bringt alles mit, was die aufstrebenden Glücksspielanbieter in den USA brauchen. Denkbar sind auch Kooperation mit großen Glücksspielkonzernen oder aufstrebenden Buchmachern, die von den neuen Möglichkeiten im Online-Glücksspiel profitieren möchten in den USA. Playtech hat sich von einem reinen Spielehersteller zu einem Glücksspielanbieter mit einem erstaunlich vielfältigen Portfolio entwickelt. Gerade die Vielfalt sorgt im Moment dafür, dass Playtech besser durch die Krise kommt als viele Glücksspielanbieter, die deutlich stärker im stationären Glücksspielgeschäft unterwegs sind.

Glücksspielgeschäft im Wandel – was kommt nun?

Playtech ist ein Glücksspielanbieter, der schon einige Wellen und Krisen bestens überstanden hat. Aber die Glücksspielbranche steht insgesamt vor einem Wandel, der durch die Gesundheitskrise deutlich beschleunigt worden ist. Als Beispiel sei auf die Schweiz verwiesen. In der Schweiz gab es vor der Gesundheitskrise nur ein spärliches Angebot für Glücksspiel-Fans, die im Internet spielen wollten. Aufgrund der schweizerischen Glücksspielregulierung sind private Glücksspielanbieter im Internet nicht zugelassen. Nur die Spielbanken-Betreiber können eine Konzession für Online-Glücksspiele bekommen. Was ist nun in der Krise passiert? Die Spielbanken waren geschlossen und plötzlich wollten viele schweizerische Glücksspiel-Fans im Internet spielen. Das Online-Glücksspiel läuft seit über einem Jahr auf einem erstaunlich hohen Niveau in der Schweiz. Auch in anderen Ländern lässt sich beobachten, dass das Online-Glücksspiel als Alternative zum stationären Glücksspielgeschäft eine große Rolle spielt.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich das stationäre Glücksspielgeschäft in naher Zukunft komplett erholen wird. Mittlerweile wird deutlich, dass die Gesundheitskrise noch eine ganze Weile bleiben wird. Das wird wiederum dazu führen, dass Online Casinos noch populärer werden. Viele Glücksspiel-Fans werden nicht mehr in die Spielbanken und Spielhallen zurückkehren. Ein Glücksspielanbieter wie Playtech kann davon profitieren, dass mehr Geld in das Online-Glücksspiel fließt. Aber für Playtech ist es auch völlig in Ordnung, wenn stationäre Geschäft wieder auf einem hohen Niveau läuft. Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2021 zeigen, dass Playtech auch mit einem schwachen stationären Geschäft dazu in der Lage ist, einen Gewinn zu produzieren. Vielleicht ist das die Zukunft. Glücksspielanbieter, die eine solide Basis im stationären Glücksspiel haben und gleichzeitig stark im Online-Glücksspiel aufgestellt sind, haben sich als besonders zukunftssicher erwiesen. Langfristig führt ohnehin kein Weg am Online-Glücksspiel vorbei, denn die jüngeren Generationen wachsen bereits mit dem Bewusstsein auf, dass das Internet ein ganz normaler Bestandteil des alltäglichen Lebens ist.