Der Spielerschutz-Spezialist Neccton und der Glücksspielanbieter Novo Interactive haben sich auf eine Kooperation in Deutschland geeinigt. Neccton gehört im Segment Spielerschutz zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Unter anderem kooperiert Neccton mit Greentube und der Gauselmann-Gruppe (Merkur). Auch mit drei staatlichen Lottogesellschaften arbeitet Neccton zusammen. Die Kooperation mit Novo Interactive passt gut ins Bild. Novo Interactive gehört zur Löwen-Gruppe, die vor allem durch Spielautomaten für Spielhallen bekannt ist. Mit Novo Interactive will die Löwen-Gruppe auch im Internet durchstarten. Ohne exzellenten Spielerschutz ist das aber vor allem angesichts der strengen deutschen Glücksspielregulierung nicht möglich.

Neccton bietet innovativen Spielerschutz mit KI

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Spielerschutz ist eines der großen Themen der Glücksspielbranche. Um was geht es genau? Für viele Glücksspiel-Fans ist der Besuch in einem Online Casino eine kurzweilige Freizeitbeschäftigung. Es macht Spaß, Spielautomaten in vielen attraktiven Varianten zu erleben. Die hohen Auszahlungsquoten, die es im Internet gibt, tragen auch dazu bei, dass der Unterhaltungswert hoch ist. Aber es gibt eine sehr kleine Gruppe von Glücksspiel-Fans, die irgendwann den Spaß am Spiel verliert und das Glück erzwingen möchte. Diese Spieler müssen vor sich selbst geschützt werden. Die berüchtigten Problemspieler sind ein Problem für jeden Glücksspielanbieter, aber auch für die Branche insgesamt. Nicht zuletzt hängt der Ruf der Glücksspielbranche daran, dass die Problemspieler möglichst gut vor sich selbst geschützt werden. In Deutschland sind die Online-Glücksspielanbieter auf der Basis des neuen Glücksspielstaatsvertrags gesetzlich dazu verpflichtet, einen hochwertigen Spielerschutz umzusetzen. Deswegen ist es ein gutes Signal, dass die Löwen-Gruppe sich nun dazu entschieden hat, mit Neccton zu kooperieren. Neccton hat in den letzten Jahren eine sehr spannende Entwicklung genommen. Mittlerweile setzt das Unternehmen sogar KI-Software ein, um Problemspieler gezielt zu entdecken.

Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen der letzten Jahre. Mit der Software „Mentor“ ist es Neccton gelungen, einen ganz neuen Ansatz für den Spielerschutz umzusetzen. Die Software ist lernfähig und entdeckt eigenständig Muster von Spielern, die damit beginnen, sich selbst zu schaden. Das ist ein erheblicher Fortschritt im Vergleich zu früher. Bei den klassischen Spielerschutz-Methoden geht es vor allem darum, Spiele zu entdecken, die bereits ein Problem haben. Doch mit einer KI-Software wie „Mentor“ ist es möglich, einen Problemspieler schon zu entdecken, bevor ein erhebliches wirtschaftliches Problem entstanden ist. Die Glücksspielanbieter haben dann die Möglichkeit, Kontakt zum Kunden aufzunehmen und Maßnahmen einzuleiten. Manchmal genügt es schon, einen Spieler darauf hinzuweisen, dass vielleicht gerade ein unvorteilhaftes Verhaltensmuster entsteht. Sollte das nicht genügen, können die modernen Online-Glücksspielanbieter mit temporären Sperren oder anderen Einschränkungen reagieren, um einen Spieler vor sich selbst zu schützen. Auch ein Eintrag in die bundesweite Spielersperrdatei OASIS könnte als letztes Mittel demnächst eine Option sein, wenn ein Glücksspielanbieter einen Problemspieler entdeckt, der nicht dazu bereit ist, sein Verhalten zu ändern oder sich Hilfe zu suchen.

Löwen-Gruppe will im Internet durchstarten

Die Spielautomaten der Löwen-Gruppe sind beliebt in Spielhallen und zum Teil auch in Spielbanken. Aber in Online Casinos hat Löwen Play bislang nicht den ganz großen Eindruck hinterlassen. Das ändert sich jedoch aktuell, denn es gibt ein Löwen Play Casino, in dem neben den Spielen der Löwen-Gruppe, die unter der Marke Lionline laufen, auch die Spiele von vielen anderen Herstellern zu finden sind. Somit ist eine erstklassige Basis vorhanden, um viel Spaß mit modernen Online-Spielautomaten zu haben. Aber noch wichtiger ist, dass eine sichere Spielumgebung vorhanden ist, zu der in Zukunft auch Neccton mit dem Spielerschutz-Tool „Mentor“ beitragen wird. Das Thema Spielerschutz wird viele Glücksspielanbieter in Deutschland in den nächsten Wochen und Monate beschäftigen, denn durch die neue Glücksspielregulierung haben sich in Deutschland die Spielregeln geändert. Bislang war es möglich, auf der Basis einer EU-Lizenz in Deutschland Online-Spielautomaten und andere Glücksspiele anzubieten. Doch die Situation hat sich geändert. In Zukunft brauchen die Online Casinos in Deutschland eine deutsche Lizenz. Das Lizenzverfahren ist gerade erst gestartet worden, sodass es noch keine Online Casinos gibt, die eine deutsche Lizenz vorweisen können. Aber das wird sich bis Ende des Jahres ändern.

Auch beim Spielerschutz setzt Deutschland neue Maßstäbe. Ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro und ein Einsatzlimit von 1 Euro sind vorgesehen. Darüber hinaus müssen alle Anbieter die Spielersperrdatei OASIS berücksichtigen. Wer in dieser Spielersperrdatei steht, darf nicht als Kunde in einem Online Casino akzeptiert werden. Somit sind die Rahmenbedingungen ohnehin schon streng für Online-Glücksspielanbieter. Wenn dann ein Anbieter wie Novo Interactive durch die Kooperation mit Neccton auch noch dafür sorgt, dass Problemspieler frühzeitig erkannt werden, ist der Spielerschutz auf einem deutlich höheren Level als in früheren Zeiten. Für die Problemspieler ist das grundsätzlich eine gute Sache. Bei aller Euphorie muss aber berücksichtigt werden, dass die Problemspieler auch in Zukunft wohl die Chance haben werden, außerhalb des regulierten Marktes aktiv zu werden. Die beste Spielerschutz-Software hilft am Ende nicht viel, wenn es gleich um die Ecke ein Offshore-Casino mit Sitz außerhalb der Europäischen Union gibt, in dem es weder Limits noch relevanten Spielerschutz gibt. Dieses Thema muss von den zuständigen Behörden in Deutschland möglichst schnell adressiert werden, damit die Glücksspielregulierung zu einem Erfolg wird.