LeoVegas will eigene Aktien im Wert von bis zu 10 Millionen Euro zurückkaufen. Wofür ist das gut? Investoren sollten ganz genau hinschauen, denn LeoVegas stellt sich mit dem Aktienrückkauf hervorragend auf für die nahe Zukunft. Das Board of Directors von LeoVegas hat bekannt gegeben, dass der Vorstand autorisiert ist, Aktien des eigenen Unternehmens im Wert von bis zu 10 Millionen Euro zu erwerben. Der Aktienrückkauf soll bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Warum soll es eine gute Idee sein, die eigenen Aktien zu kaufen? Diese Frage stellt sich vielleicht so mancher Glücksspiel-Fan, der nichts mit der Börse zu tun hat. Aber Börsenkenner wissen, dass ein Aktienrückkauf eine enorm wichtige und sinnvolle strategische Maßnahme sein kann.

LeoVegas beschließt Aktienrückkauf

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Durch den Aktienrückkauf reduziert LeoVegas die Anzahl der frei verfügbaren Aktien auf dem Markt. Dadurch werden die frei verfügbaren Aktien wertvoller, denn das Angebot wird reduziert. Wenn die Nachfrage gleich bleibt oder sogar größer wird, dürfen die Aktionäre auf einen noch attraktiveren Aktienkurs hoffen. Doch es gibt einen zweiten Aspekt einem Aktienrückkauf, der wahrscheinlich für den Vorstand von LeoVegas noch wichtiger ist: Durch die zusätzlichen Aktien wird es in Zukunft einfacher sein, andere Unternehmen zu erwerben. An dieser Stelle sollten alle interessierten Beobachter hellhörig werden, denn wenn ein Glücksspielanbieter sich neu aufstellt, um in Zukunft leichter Unternehmenskäufe abwickeln zu können, bedeutet das aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Unternehmenskäufe anstehen. LeoVegas hat zuletzt den Online-Buchmacher Expekt für 5 Millionen Euro erworben. Bei größeren Käufen kann es hilfreich sein, zumindest einen Teil der Summe in Form von Aktien zu bezahlen. Bei großen Konzernen ist das üblich. Aber für vergleichsweise kleine Unternehmen wie LeoVegas ist es nicht immer ganz einfach, genügend Aktien aus dem eigenen Bestand zur Verfügung zu haben, um ein anderes Unternehmen mit diesem Zahlungsmittel zu erwerben.

Durch den Rückkauf von eigenen Aktien werden die strategischen Möglichkeiten von LeoVegas deutlich besser. Nimmt man noch hinzu, dass der Wert der Aktien auch durch den Aktienrückkauf aller Voraussicht nach mittelfristig steigen wird, wird vielleicht einfacher verständlich, warum man bei LeoVegas diesen Weg geht. In der europäischen Glücksspielbranche sind in den letzten zehn Jahren einige große Unternehmen und sogar Konzerne, die aus vielen verschiedenen Unternehmen bestehen, entstanden. Auch bei LeoVegas scheint man den Plan zu verfolgen, aus dem erfolgreichen Glücksspielanbieter ein wesentlich größeres Unternehmen oder einen internationalen Konzern zu machen. In jedem Fall soll LeoVegas wachsen und dafür ist es wichtig, dass der Aktienkurs steigt und das Portfolio vergrößert wird. Wenn das eigene Wachstum nicht mehr ausreicht, um das Portfolio schnell genug wachsen zu lassen, sind Käufe von anderen Unternehmen bestens geeignet, um das Wachstumstempo hochzuhalten.

LeoVegas hat langfristige Strategie

Das Glücksspielgeschäft ist mitunter schnelllebig. Einige Unternehmen, die noch vor wenigen Jahren zur absoluten Spitzenklasse in Europa zählten, sind mittlerweile abgestürzt. Die Lücken sind teilweise von jungen Unternehmen gefüllt worden, die innerhalb weniger Jahre ganz nach oben gekommen sind. Was macht einen Glücksspielanbieter erfolgreich? In der heutigen Zeit ist es gerade beim Online-Glücksspiel nach der ersten großen Wachstumsphase wichtig, eine gute Strategie zu entwickeln. Ein Unternehmen wie LeoVegas muss zum Beispiel genau planen, in welchen Ländern die nächsten Investitionen stattfinden. Beim Online-Glücksspiel geht es fast immer um internationales Wachstum. Aber kein aufstrebendes Unternehmen hat die Möglichkeit, in allen Ländern gleich schnell zu wachsen und zu investieren. Deutschland ist beispielsweise für LeoVegas ein wichtiger Markt. Aber andere Länder stehen vielleicht nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Auf lange Sicht könnten die USA der wichtigste Markt für den schwedischen Glücksspielanbieter werden. Doch das setzt voraus, dass LeoVegas mit den ersten Schritten, die in New Jersey geplant sind, in den nächsten Monaten erfolgreich sein wird. Eine Strategie bedeutet, dass LeoVegas nicht nur Ziele definiert, sondern auch die besten Wege zu diesen Zielen findet.

Ein Aktienrückkauf ist zum aktuellen Zeitpunkt auch ein Zeichen von Stärke. Viele Unternehmen mussten in den letzten Monaten Kredite aufnehmen, um überhaupt das Geschäft aufrechterhalten zu können. Wenn dann ein Unternehmen wie LeoVegas dazu in der Lage ist, für 10 Millionen Euro eigene Aktien zu kaufen, bedeutet das nicht zuletzt, dass das Geschäft exzellent läuft. Vielleicht wird es schon im nächsten Jahr die nächste große Akquisition geben. Es kann durchaus sein, dass LeoVegas noch einmal in Europa zuschlägt und einen weiteren Glücksspielanbieter kauft. Gerade in Europa kann dies ein sinnvoller strategischer Schritt sein. Durch den Kauf von Expekt hat LeoVegas den Marktanteil im Sportwetten-Geschäft in Nordeuropa auf Einschlag deutlich erhöht. Durch den Kauf eines weiteren Unternehmens in einem anderen Teil von Europa wäre es möglich, ebenfalls den Marktanteil zu erhöhen. Auch bei der Auswahl möglicher Übernahmekandidaten ist es wichtig, strategisch vorzugehen. Bei LeoVegas ist das Führungspersonal allem Anschein nach gut aufgestellt, denn das Unternehmen entwickelt sich prächtig und bereitet sich aktuell schon auf die nächsten Meilensteine vor.