Die Mernov Betriebsgesellschaft mbH wird in Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel (DGGS) umbenannt. Das Joint Venture der deutschen Gauselmann-Gruppe und der österreichischen Novomatic AG hat in Deutschland die erste Lizenz (Erlaubnis) für virtuelle Automatenspiele erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel wird ihren Sitz in Berlin haben, nicht weit vom Potsdamer Platz entfernt. Es ist schwer nachvollziehbar, warum die Namensänderung überhaupt durchgeführt wird. Aber in der offiziellen Pressemitteilung wird angeführt, dass „Mernov“ nur ein „Arbeitstitel“ gewesen sei. Ob der neue Firmenname einen besseren Wiedererkennungswert haben wird, darf aber zumindest in Zweifel gezogen werden. Die DGGS hat große Pläne für den deutschen Online-Glücksspielmarkt.

Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel wird in DGGS umbenannt

Mernov_DGGS

Kaum sind die ersten Lizenzen für Online Spielautomaten vergeben worden, benennt sich das Unternehmen, das die erste Lizenz bekommen hat, um. Das ist ein interessantes Timing. Dabei war der bisherige Name Mernov zumindest gut geeignet, um das dahinterstehende Joint Venture zwischen Merkur (Gauselmann-Gruppe) und Novomatic zu dokumentieren. Doch die Umbenennung zeigt, dass die beiden Glücksspielanbieter, die das neue Unternehmen gemeinsam gegründet haben, andere Pläne haben. Die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel soll für Sicherheit und Transparenz stehen. Der Kunde soll im Zentrum sein und sich darauf verlassen können, dass ein „vertrauensvolles Entertainment-Angebot“ zur Verfügung gestellt wird. Aktuell besteht das Entertainment-Angebot der Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel aus den JackpotPiraten und BingBong. Diese beiden Online-Spielhallen sind mit einer deutschen Erlaubnis (Lizenz) ausgestattet und bieten eine attraktive Auswahl an hochwertigen Slots von Novomatic und Merkur.

Auch die klassischen Novoline-Slots wie Book of Ra Deluxe und Sizzling Hot Deluxe sind verfügbar. Viele deutsche Glücksspiel-Fans nutzen bereits die neuen Möglichkeiten. Seit Ende 2017 war es in Deutschland nicht möglich, die klassischen Novoline-Slots in Deutschland online zu spielen. Durch die neue Glücksspielregulierung sind die Spielregeln verändert worden, sodass es endlich wieder möglich ist, die großen Klassiker zu spielen.

Unterschiedliche Zielgruppen für JackpotPiraten und BingBong

Mit den JackpotPiraten will die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel vor allem die traditionellen Glücksspiel-Fans erreichen, die offen sind für Fernsehwerbung. Der Geschäftsführer der DGGS, Florian Werner, sieht in den JackpotPiraten die beste Adresse für Glücksspiel-Fans, die nicht erst durch das Online-Glücksspiel Freude an Spielautomaten gewonnen haben. Dahingegen gibt es eine ganze Generation von Glücksspiel-Fans, die erst im Internet die Slots entdeckt haben. Für diese Spieler ist BingBong geschaffen worden. Im Hinterkopf hat der Glücksspielanbieter dabei die Marketingmechanismen, die auf sozialen Netzwerken wie Instagram und TikTok relevant sind. In jedem Fall ist es bemerkenswert, dass die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel gleich zwei Online-Spielhallen an den Start bringt. Für die Glücksspiel-Fans in Deutschland ist das ein Vorteil, denn bislang haben erst drei Unternehmen eine Lizenz für virtuelle Automatenspiele bekommen.

Es wird sich schnell zeigen, welches Angebot erfolgreicher ist, die JackpotPiraten oder BingBong. Es ist durchaus vorstellbar, dass die DGGS mit der Zeit die Angebote und deren Ausrichtung anpassen wird. Aber aktuell geht es vor allem darum, den neu geschaffenen legalen Online-Glücksspielmarkt in Deutschland optimal zu bedienen. Ein Problem ist allerdings aktuell, dass die zuständige Glücksspielbehörde, das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, nicht in ausreichend hohen Tempo Spielautomaten zertifiziert. Deswegen sind die Portfolios in allen lizenzierten Online-Spielhallen noch vergleichsweise klein. Das soll sich aber in den nächsten Monaten ändern. Zudem sollen viele weitere Online-Spielhallen mit Lizenzen ausgestattet werden, sodass der Markt insgesamt breiter wird.

Namensänderung nur ein kosmetisches Detail?

Einem ganz normalen Glücksspiel-Fan, der in Deutschland virtuelle Spielautomaten nutzen möchte, ist es völlig egal, ob der Glücksspielanbieter Mernov oder Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel heißt. Wichtig ist, dass auf einer seriösen Basis attraktive Spielautomaten angeboten werden. Das ist ohne jeden Zweifel auch in Zukunft der Fall. An der Struktur des Unternehmens und der Ausrichtung ändert sich durch die Namensänderung nichts. Auch in Zukunft wird es darum gehen, den deutschen Online-Glücksspielmarkt mit erstklassigen Spielen und Bonusangeboten zu bedienen. Da der Online-Glücksspielmarkt noch sehr jung ist, wird der alte Name Mernov vermutlich in einigen Jahren nur noch Insidern ein Begriff sein. Viel spannender ist die Frage, wie sich die DGGS gegen die wachsende Konkurrenz in den nächsten Jahren behaupten wird.