Lotto Bremen ist im Besitz der Spielbank Bremen. Schon seit einigen Monaten steht die Übernahme an, die nun vollzogen worden ist. Die Spielbank Bremen hat in Bremen und in Bremerhaven zwei Standorte, die in Zukunft von der Bremer Toto und Lotto GmbH geführt werden. Dieses Unternehmen befindet sich zu zwei Drittel im Besitz des Landes Bremen. Dadurch hat der Staat in Bremen die Oberhand beim Glücksspiel in den Spielbanken. Genau das war das Ziel bei der Übernahme. Nötig geworden war der Kauf durch die Privatisierung von Westspiel. Zu Westspiel gehörten neben zahlreichen Spielbanken in Nordrhein-Westfalen auch die Spielbanken in Bremen und Bremerhaven. Anders als ein NRW ist man in Bremen allerdings zu der Überzeugung gelangt, dass die Spielbanken nicht privatisiert werden sollen.

Lotto Bremen übernimmt Spielbanken in Bremen und Bremerhaven

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Auch wenn es auf den ersten Blick ein bisschen verwunderlich scheint, dass ein Lottoanbieter Spielbanken übernimmt, ist es letztlich doch eine logische Sache, dass Lotto Bremen zum Eigentümer zweier Spielbanken geworden ist. Der Lottoanbieter ist der einzige staatliche Glücksspielanbieter im Land Bremen und somit das einzige existierende Unternehmen, das für eine Übernahme der Glücksspielanbieter infrage kam. Alternativ wäre die Gründung eines neuen staatlichen Glücksspielanbieters nötig gewesen. Doch der Aufwand wäre wohl nicht gerechtfertigt gewesen, zumal es keine Vorteile gegeben hätte. Worum geht es bei der Übernahme der Spielbanken in Bremen und Bremerhaven? Die Antwort ist ganz einfach: Der Staat möchte das Glücksspiel unter Kontrolle halten, jedenfalls in Bremen. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern ist die Privatisierung des Glücksspiels mittlerweile vollständig abgeschlossen. Aber es gibt auch Bundesländer, unter anderem auch Bayern, in denen die Spielbanken in staatlichem Besitz sind und bleiben sollen.

Ursprünglich waren alle Spielbanken in Deutschland in Staatsbesitz. Aber vor allem die er freiheitlich orientierten politischen Kräfte befürworten seit jeher, dass der Staat nicht als Glücksspielanbieter agiert. Diese politischen Kräfte haben sich zumindest in einigen Bundesländern durchsetzen können. Aber in Bremen will die Regierung verhindern, dass private Glücksspielanbieter die Spielbanken in Bremen und Bremerhaven übernehmen. Dazu wurde sogar extra eine Gesetzesänderung durchgeführt, die es dem Land ermöglicht, die Spielbanken zu übernehmen.

Lukrative Einnahmen aus Spielbanken und sichere Arbeitsplätze

Die Einnahmen, die aus den Spielbanken in Bremen und Bremerhaven generiert werden, sollen in Zukunft noch stärker als bisher schon dem Land Bremen zugutekommen. Das wirtschaftliche Argument ist wichtig, war am Ende nicht ausschlaggebend. Ebenso ist es zwar ein wichtiger Faktor, dass durch die staatliche Übernahme eine hohe Sicherheit der vorhandenen Arbeitsplätze gewährleistet ist. Aber das allein könnte wohl nicht rechtfertigen, dass das Land Bremen zum Glücksspielanbieter wird. Immerhin dürfen sich etwa 100 Mitarbeiter der beiden Spielbanken sicher sein, dass das Land Bremen die Sicherheit der Arbeitsplätze auf absehbare Zeit gewährleisten wird. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass es selbst in schwierigen Krisen selten vorkommt, dass staatlich betriebene Spielbanken Mitarbeiter entlassen. Allerdings gilt das in ähnlicher Weise auch für private Spielbanken-Betreiber, denn grundsätzlich sind Spielbanken lukrative Geschäfte.

Spielerschutz unter staatlicher Kontrolle noch besser?

Wie wird der Spielerschutz in den Spielbanken Bremen und Bremerhaven gewährleistet? Vor der Übernahme durch das Land Bremen gab es bereits mit Westspiel einen staatlichen Glücksspielanbieter, zu dem auch diese beiden Spielbanken gehörten. Aber unabhängig davon, ob es einen privaten oder staatlichen Glücksspielanbieter gibt, gelten die gleichen Regeln. Der einzige Unterschied, der zumindest in der Theorie vorhanden ist, dürfte die Gewinnerzielungsabsicht sein. Zwar will das Land Bremen auch mit den beiden Spielbanken Geld verdienen. Aber bei einem privaten Glücksspielanbieter sind die wirtschaftlichen Zwänge dann vielleicht noch ein bisschen größer.

Es ist durchaus umstritten, ob ein staatlicher Glücksspielanbieter wirklich einen besseren Spielerschutz bieten kann als ein privater. In der Praxis müssen sich alle Glücksspielanbieter an die gleichen Gesetze und Regeln halten. Am Ende geht es wohl, wie immer beim Glücksspiel, auch um Politik. Für die Glücksspiel-Fans in Bremen und Bremerhaven ist wichtig, dass es auch in Zukunft zwei attraktive Spielbanken gibt. Ob es für die Besucher der Spielbank am Ende wichtig ist, ob es einen privaten oder einen staatlichen Betreiber gibt, darf bezweifelt werden. Aber die Entscheidung ist gefallen und die Spielbanken in Bremen werden auf absehbare Zeit im Besitz von Lotto Bremen bleiben.