Der Glücksspielanbieter Kindred Group hat bekannt gegeben, dass der Frauenanteil im Konzern deutlich erhöht werden soll. Nun gibt es ein festes Ziel. Der Anteil der Frauen auf der Führungsebene soll bis zum Jahr 2025 auf 50 Prozent erhöht werden. Allerdings dürfte es nicht ganz einfach sein, dieses Ziel zu erreichen, denn aktuell liegt der Frauenanteil gerade einmal bei 20 Prozent. Es spricht allerdings für die Führungsspitze, dass eine umfassende Analyse gemacht worden ist, bei der unter anderem auch ermittelt wurde, dass das fehlende Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Führungsspitze ein strukturelles Problem sei. Der Hauptgrund für die fehlenden Aufstiegschancen von Frauen sei dabei, dass die Personalfluktuation gering sei.

Kindred Group will mehr Frauen an der Spitze

Kindred Group

Die Kindred Group hat das Ziel ausgegeben, mehr Frauen in die Führungsspitze zu bringen. Doch es gibt ein anderes Ziel, das mit diesem wichtigen Ziel kollidiert: Die Kindred Group will 95 Prozent aller Mitarbeiter langfristig im Konzern halten. Wenn die Führungsebene aber langfristig bleibt, bedeutet dies auch, dass die aktuell vorhandene männliche Mehrheit kaum reduziert werden kann. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Kindred Group dieses Problem lösen wird. Letztlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass einige Posten neu besetzt werden müssen. Schon seit einigen Jahren setzt sich die Kindred Group dafür ein, im Unternehmen weibliche Nachwuchskräfte gezielt zu fördern. Aber zuletzt hat sich gezeigt, dass an der Spitze des Konzerns nicht genügend Stellen für weibliche Führungskräfte verfügbar sind.

Um den Frauenanteil an der Konzernspitze auf 50 Prozent zu erhöhen, muss die Kindred Group in naher Zukunft praktisch jede offene Stelle auf der Führungsebene mit einer Frau besetzen. Ob sich das in jedem Einzelfall umsetzen lässt, muss sich noch zeigen. Aber es ist bemerkenswert, dass die Kindred Group den Anspruch hat, den Anteil der weiblichen Führungskräfte auf 50 Prozent zu erhöhen. Hinter diesem Ziel steckt vor allem der Gedanke, dass es für deinen gesamten Konzern besser wäre, wenn mehr weibliche Führungskräfte vorhanden wären. Studien aus Skandinavien, in denen viele Unternehmen und Konzerne bereits einen hohen Frauenanteil haben, zeigen, dass diese Unternehmen oft Vorteile haben gegenüber Konkurrenten, die nur einen geringen Frauenanteil in der Spitze haben.

Hoher Frauenanteil soll schnell erreicht werden

Ursprünglich war einmal geplant, den Anteil der Frauen in der Führungsspitze bis 2023 auf 50 Prozent zu erhöhen. Doch bei der Kindred Group ist man zu der Erkenntnis gekommen, dass sich dieses Ziel aus praktischen Gründen nicht erreichen lässt. Nur mit einem radikalen Schnitt, bei dem zahlreiche männliche Führungskräfte ihren Job verloren hätten, wäre es möglich gewesen, den Frauenanteil auf 50 Prozent zu erhöhen. Aus diesem Grund ist das Zieldatum nun auf 2025 verschoben worden. Letztlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, den Frauenanteil zu erhöhen: Es müssen neue Stellen für weibliche Führungskräfte geschaffen werden oder einige Männer müssen ihre Posten räumen, damit Frauen nachrücken können. Für welche Lösung wird sich die Kindred Group wohl entscheiden?

Grundsätzlich hat die Kindred Group bereits wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Führungsspitze in Zukunft mehr Frauen aufweisen wird. Dadurch, dass im Konzern mehr Frauen gefördert werden, sollten auch mehr Frauen bis an die Spitze kommen. In jedem Fall ist es bemerkenswert, dass die Kindred Group diesen Weg überhaupt geht. Die Glücksspielbranche ist männlich dominiert, nicht nur auf der Kundenseite. Die Betreiber und die Besucher der Online Casinos sind überwiegend männlich. Vielleicht ist es deswegen keine große Überraschung, dass auch bei den Glücksspielanbietern die Männer traditionell dominieren. Ob sich an den Glücksspielangeboten etwas ändern wird, wenn mehr Frauen Führungspositionen übernehmen, muss sich zeigen.

Glücksspielbranche ist nicht weiblich genug

Es ist erstaunlich, dass die Glücksspielbranche seit Jahrzehnten darauf verzichtet, gezielt Angebote für weibliche Kunden zu schaffen. In klassischen Spielhallen gilt genauso wie in den seriösen Online Casinos, dass nur wenige Frauen aktiv sind. In den hochwertigen Spielbanken ist der Frauenanteil vielleicht ein wenig höher, aber auch in den Spielbanken in Deutschland dominieren die Männer das Geschehen. Die Glücksspielbranche könnte viel gewinnen, wenn die Angebote attraktiver für den weiblichen Teil der Bevölkerung wären.