Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sucht neue Mitarbeiter. Für engagierte Glücksspiel-Fans, die über die nötigen beruflichen Voraussetzungen zur Arbeit in einer Behörde verfügen, ergeben sich dadurch interessante Möglichkeiten. Der eine oder andere Sachbearbeiter dürfte sich vor allem damit befassen, Spielautomaten zu testen. Über die internen Abläufe in der GGL ist nicht viel bekannt. Aber sicher ist, dass die neue Glücksspielbehörde sehr viele Spielautomaten testen muss. Alle Anbieter von virtuellen Spielautomaten mit deutscher Erlaubnis müssen für jedes einzelne Spiel eine Zulassung haben. Diese Zulassung erfordert, dass ein Mitarbeiter der zuständigen Glücksspielbehörde das Spiel testet. Dabei wird vor allem überprüft, ob Vorgaben der deutschen Glücksspielregulierung eingehalten werden.

Viel Arbeit für engagierte Slots-Tester

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In der freien Wirtschaft gibt es sie viele Slots-Tester, denn ständig kommen Spielautomaten auf den Markt. Um regelmäßig Testberichte veröffentlichen zu können, beschäftigen viele Medien hauptberufliche und freiberufliche Spieletester. Doch bei diesen Tests geht es um die inhaltliche Beurteilung der Spiele. Bei den Tests der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht hingegen die Einhaltung der gesetzlichen Regeln im Mittelpunkt. Somit dürfte der Spaßfaktor für die behördlichen Spieletester niedriger sein als in der freien Wirtschaft. Dafür gibt es aber einen sicheren Arbeitsplatz. Gerade in der heutigen Zeit ist das ein nicht zu verachtender Vorteil. Und es spricht einiges dafür, dass sehr viel Arbeit anfallen wird.

Aktuell hat nur ein Glücksspielanbieter eine Erlaubnis für virtuelle Spielautomaten: die Mernov Betriebsgesellschaft mbH, ein Unternehmen der Gauselmann-Gruppe. Allerdings fehlt es noch an zugelassenen Spielautomaten. Es gibt Gerüchte, dass der Glücksspielanbieter über 4.000 Spiele zur Prüfung eingereicht hat, aber die tatsächliche Anzahl, die beim Start verfügbar sein wird, deutlich niedriger sein wird. Das deutet darauf hin, dass derzeit nicht die nötigen Kapazitäten in der GGL vorhanden sind, um derart viele Spiele zu testen. Aber sind es wirklich viele Spiele? Immerhin warten noch sehr viele weitere Glücksspielanbieter auf Lizenzen. Wenn diese Glücksspielanbieter auch 4.000 Spiele oder mehr im Portfolio haben möchten, müssen sich wohl einige Sachbearbeiter in der GGL auf Überstunden einstellen.

Slots-Tester für die GGL kein aufregender Job

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder schreibt den Glücksspielanbietern vor, dass sie alle Spiele, die sie anbieten möchten, in einer passenden Form einreichen müssen, damit ein Test erfolgen kann. Bei diesem Test wird zum Beispiel überprüft, ob verbotene Features eingebaut sind. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, eine Autoplay-Funktion anzubieten. Der Test eines Online Spielautomaten für die Glücksspielbehörde dürfte nicht länger als ein paar Minuten dauern. Aber angesichts der Anzahl der Spielautomaten, die nächste Zeit getestet werden müssen, ergibt sich ein riesiger Zeitaufwand. Man stelle sich nur einmal vor, die zuständige Glücksspielbehörde müsste in den nächsten Monaten 120.000 Spielautomaten-Tests durchführen. Das klingt absurd? Ist es aber nicht!

Wenn in diesem Jahr 30 Anbieter für virtuelle Automatenspiele eine Erlaubnis in Deutschland bekommen und alle Anbieter 4.000 Spiele im Programm haben, was durchaus vorstellbar ist, landet man bereits bei 120.000 Spielautomaten-Tests, da jeder Spielautomat in jedem Casino individuell überprüft werden muss. Eine moderne Lösung wie eine Slots-Zertifizierung kommt in der Glücksspielregulierung bislang nicht vor. Es ist aber auch denkbar, dass 60 Anbieter eine Erlaubnis bekommen und dass nicht nur 4.000 Spiele durchschnittlich im Portfolio sein werden, sondern 5.000 oder 6.000. Dann schießt die Anzahl der Spielautomaten-Tests auf 300.000 oder sogar 360.000 hoch! Angesichts dieser Zahlen ist es nachvollziehbar, dass die GGL mehr Personal benötigt.

Attraktive Karrierechancen bei der GGL?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ist in erster Linie eine Behörde und bietet alle Karrierechancen, die deutsche Behörden nun einmal so bieten. Anders als in einem privaten Unternehmen werden sich fleißige Sachbearbeiter kaum innerhalb kürzester Zeit nach oben arbeiten können. Aber in welcher Behörde ist es schon möglich, regelmäßig Online-Spielautomaten zu testen? Die GGL lockt mit interessanten Aufgaben und ordentlicher Bezahlung. Es gibt allerdings einen Haken: Wer sich wirklich mit Glücksspielen auskennt und einen entsprechenden Lebenslauf vorwerfen kann, hat exzellente Chancen, in der Glücksspielindustrie einen deutlich besser bezahlten Job zu bekommen. Nicht nur die GGL sucht Mitarbeiter, sondern auch viele Glücksspielanbieter suchen händeringend nach erstklassigem Personal.