Die Glücksspielabgabe in Brandenburg hat einen spektakulären Meilenstein erreicht. Insgesamt ist mit der Abgabe, die über Lotto Brandenburg erwirtschaftet wird, ein Betrag von 1 Milliarde Euro erreicht worden. Wie funktioniert das System? In Brandenburg werden 20 Prozent aller Lottoeinsätze in Form der Glücksspielabgabe an das Land abgeführt. Brandenburg ist diesbezüglich kein Einzelfall. Vielmehr ist es Standard, dass die staatlichen Lottoanbieter in Deutschland eine Glücksspielabgabe an den Staat abführen. Nicht zuletzt ist das ein Grund, warum die staatlichen Lotterien in Deutschland einen exzellenten Ruf haben. Trotz der beträchtlichen Glücksspielabgabe können die Lottospieler in Brandenburg bis zu 120 Millionen Euro über den Lotto-Jackpot gewinnen.

Glücksspielabgabe in Brandenburg gut für Allgemeinwohl

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Die Glücksspielabgabe hat einen wichtigen Zweck. Mit dem Geld, das über Lotto Brandenburg an den Staat fließt, werden viele Projekte gefördert, die der Allgemeinheit dienen. Soziale Projekte haben traditionell einen hohen Stellenwert. Aber auch die Förderung des Breitensports und von Naturschutzprojekten hat einen hohen Anteil. Nicht zuletzt gibt es viele kulturelle Projekte in Brandenburg, die von der Glücksspielabgabe profitieren. Von den Brandenburger Tafeln bis zu großen Konzerten gibt es viele wichtige Projekte, die ohne die Gelder, die von den Lottospielern generiert werden, kaum oder zumindest deutlich schlechter funktionieren würden. Den meisten Lottospielern ist bewusst, dass sie mit dem Kauf des Lottoscheins etwas Gutes tun.

Es gibt wohl nicht viele Produkte und Dienstleistungen, bei denen die Käuferinnen und Käufer akzeptieren würden, dass 20 Euro vom bezahlten Geld abgezogen und an den Staat abgeführt werden. Ist das beim Lotto anders? Vielleicht wissen Lottospieler ohnehin, dass sie nur eine geringe Chance haben, einen Jackpot zu gewinnen. Und ein Jackpot-Gewinn in Höhe von bis zu 120 Millionen Euro ist in jedem Fall eine großartige Sache. Warum sollte sich also jemand darüber aufregen, dass ein Teil des Einsatzes für den guten Zweck verwendet wird? Zudem wirbt Lotto Brandenburg regelmäßig damit, dass die Lottospieler etwas Gutes tun. Somit ist auch die nötige Transparenz vorhanden. Der Reiz der großen Lotterien wird nicht reduziert durch die Glücksspielabgabe.

Lottospieler entlasten Staatskassen in Brandenburg

Es ist grundsätzlich gut und richtig, dass Glücksspielanbieter Steuern und Abgaben zahlen müssen. Die Glücksspielabgabe hat eine lange Tradition in Deutschland. Diese besondere Form der finanziellen Belastung ist aus der Idee entstanden, dass der Staat nur dann als Glücksspielanbieter auftreten sollte, wenn im Gegenzug auch etwas Sinnvolles mit dem eingenommenen Geld gemacht wird. Da Lotto Brandenburg und alle anderen staatlichen Lottoanbieter in Deutschland riesige Umsätze machen, ist es sehr leicht, einen Teil der Spieleinsätze dem Allgemeinwohl zuzuführen und nicht an die Spieler auszuschütten.

Bei einem privaten Lottoanbieter wäre die Beurteilung wahrscheinlich etwas anders. Aber die staatlichen Lottoanbieter haben eine große Tradition und da die Jackpothöhe kontinuierlich steigt, gibt es auch objektiv keinen Grund für Beschwerden. Die Jackpots könnten noch höher sein, wenn es keine Glücksspielabgabe gäbe. Aber wer will sich schon darüber beschweren, dass es nicht möglich ist, mehr als 120 Millionen Euro über den Lotto-Jackpot zu gewinnen? Dass die Akzeptanz von Steuern und Abgaben bei Glücksspielen nicht immer hoch sein muss, zeigt das Beispiel der Online-Casinos. In Online-Casinos werden interessanterweise die Einsätze besteuert. Was ist der Unterschied zwischen einer Abgabe und einer Steuer? Eine Abgabe ist zweckgebunden. Steuereinnahmen kann der Staat hingegen in die große Kasse einfließen lassen und beliebig verwenden.

Online-Casinos zahlen ordentlich Steuern

 Die legalen Online-Casinos in Deutschland müssen Steuern abführen. Das gilt sowohl für die Anbieter mit Lizenz als auch für die Anbieter, die noch im Lizenzverfahren sind. Theoretisch müssten auch die Glücksspielanbieter, die ohne Lizenz in Deutschland aktiv sind, Steuern abführen. Aber praktisch findet das selbstverständlich nicht statt. Für die Allgemeinheit ist es trotzdem eine gute Sache, dass die legalen Glücksspielanbieter im Netz Steuern abführen müssen, denn Bedarf für staatliche Ausgaben gibt es immer. Die Glücksspielanbieter könnten deutlich besser mit der Glücksspielsteuer leben, wenn es sich nicht um eine Spieleinsatzsteuer handelte. Was beim Lotto völlig in Ordnung ist, führt in den Online-Casinos dazu, dass die Spiele unattraktiver werden, weil die Auszahlungsquoten der Online-Spielautomaten gesenkt werden müssen.