Die Gauselmann-Gruppe ist nicht nur der größte Glücksspielanbieter in Deutschland. Der Konzern setzt immer wieder auch Maßstäbe für Modernisierung in der Glücksspielbranche. Aktuell testet die Gauselmann-Gruppe ein neues Nachhaltigkeitskonzept, mit dem die Kohlendioxid-Emissionen erheblich reduziert werden sollen. Vielen Glücksspiel-Fans ist vielleicht nicht bewusst, dass die Gauselmann-Gruppe als Hersteller von Geldspielautomaten einen erheblichen Transportaufwand betreiben muss, um die Geldspielgeräte zu den Vertriebsstellen zu bekommen. Ein großer Teil des Transportaufwands soll in Zukunft von der Straße auf die Schiene verlegt werden.

Gauselmann-Gruppe stellt sich nachhaltiger auf

Gauselmann Spielautomaten

Wenn die Gauselmann-Gruppe in Lübbecke einen Geldspielautomaten herstellt, muss das Gerät zu einer Spielhalle, einer Spielbank oder einer Gaststätte transportiert werden. Da die wenigsten terrestrischen Glücksspielanbieter in unmittelbarer Umgebung sind, müssen lange Transportwege bewältigt werden. Dabei geht es nicht nur um die finanziellen Kosten, sondern auch um die Umweltbelastung. Bei der Gauselmann-Gruppe hat man gerechnet und festgestellt, dass eine Verlegung auf die Schiene dazu führen würde, dass über 90 Tonnen Kohlendioxid-Emotionen eingespart werden könnten. Dazu würde der finanzielle Aufwand um etwa die Hälfte reduziert. Somit gibt es zwei starke Argumente, von der Straße auf die Schiene zu wechseln.

Konkret geht es beim aktuellen Projekt darum, die Transporte ins spanische Alhama de Murcia umzustellen. Das Zentrallager der Gauselmann-Gruppe in Alhama de Murcia ist wichtig für den Vertrieb in Südeuropa. Es gibt allerdings auch Nachteile bei der Umstellung von Straße auf Schiene. Die Transportdauer erhöht sich um einige Tage. Aber dieses Problem kann die Gauselmann-Gruppe durch entsprechende Planung kompensieren. Wenn am Ende die Kosten und die schädlichen CO2-Emissionen reduziert werden, lohnt sich der zusätzliche Aufwand für den Glücksspielanbieter. Ganz von der Straße kommen die Geldspielautomaten allerdings nicht, denn der Transport zum Verladebahnhof wird auch in Zukunft mit LKWs erfolgen müssen.

Gauselmann-Gruppe setzt wichtiges Zeichen

Durch die gestiegenen Energiepreise sind viele Unternehmen gefordert, bewährte Transportwege zu hinterfragen. Über Jahrzehnte war der Transport per Lkw für die Gauselmann-Gruppe die einfachste und günstigste Option. Doch durch die erheblich angestiegenen Energiepreise hat sich die Rechnung verändert. Zudem hat sich aber auch der Zeitgeist verändert. Moderne Unternehmen müssen heute berücksichtigen, dass CO2-Emissionen zum einen ein Imagefaktor, zum anderen aber auch ein Kostenfaktor werden können. Es ist absehbar, dass Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen in Zukunft noch deutlich mehr Nachteile haben werden als aktuell schon.

Langfristig will man bei der Gauselmann-Gruppe die Einsparpotenziale, die sich durch den Schienenverkehr ergeben, noch stärker nutzen. Das aktuelle Projekt soll wichtige Erkenntnisse für die Umsetzbarkeit liefern. Solange die Gauselmann-Gruppe Geldspielgeräte in zahlreiche Länder schicken muss, wird es eine Herausforderung bleiben, die Transporte kostengünstig und umweltfreundlich durchzuführen. Die Umstellung auf Schienentransporte ist dabei ein genauso logischer wie sinnvoller Schritt, der wohl in erster Linie durch die hohen Energiekosten begünstigt wird. Aber am Ende ist entscheidend, dass die Gauselmann-Gruppe den richtigen Weg einschlägt und etwas für die Umwelt tut.

Online-Casinos sind besonders umweltfreundlich

Ein kompletter Verzicht auf klassische Geldspielautomaten in Spielhallen, Spielbanken und Gaststätten wäre aus umweltpolitischer Sicht die sinnvollste Maßnahme. Wenn alle Glücksspiel-Fans ausschließlich im Internet spielen würden, wäre die Energiebilanz wahrscheinlich besonders günstig. Zwar müssen auch die Server, auf denen die Online-Casinos betrieben werden, laufen. Aber die Energiekosten dürften unter dem Strich deutlich niedriger sein als im terrestrischen Glücksspiel. Neben den Transportkosten fallen auch noch die Betriebskosten an. Doch aktuell spricht nichts dafür, dass die klassischen Spielautomaten allzu schnell aus der Mode kommen.

Auch wenn es mittlerweile zahlreiche legale Online-Casinos in Deutschland gibt, in denen moderne Online-Spielautomaten verfügbar sind, zieht es viele Glücksspiel-Fans bevorzugt in Spielhallen und Spielbanken. Die herkömmlichen Geldspielgeräte haben einen besonderen Charme, auf den viele Spielerinnen und Spieler nicht verzichten möchten. Die digitalen Online-Casinos werden von vielen Glücksspiel-Fans hauptsächlich als Ergänzung wahrgenommen, die einfach und unkompliziert zugänglich ist. Aber die wenigsten Spielerinnen und Spieler verzichten komplett auf Besuche in Spielhallen und Spielbanken zu Gunsten von Online-Casinos. Vielleicht wird sich das eines Tages ändern, wenn die Spielergenerationen aussterben, die ohne Internet sozialisiert worden sind. Aber bis dahin werden noch viele Jahre vergehen, in denen die Gauselmann-Gruppe noch viel Geld mit klassischen Geldspielgeräten verdienen kann.